Auto, Elektro

Nach seiner Twitter-Umfrage trennt sich Tesla-Chef Elon Musk erneut von weiteren Aktien seines Konzerns.

16.11.2021 - 09:25:29

Elon Musk - Tesla-Chef verkauft weiteres großes Aktienpaket. Diesmal stößt er Papiere im Wert von rund 930 Millionen Dollar ab.

New York - Tesla-Chef Elon Musk setzt in großen Schritten seine Aktienverkäufe fort, die er mit einer Twitter-Umfrage eingeleitet hatte.

Er stieß am Montag Papiere des Elektroauto-Herstellers im Wert von rund 930 Millionen Dollar ab. Zuvor löste er einen weiteren Teil seiner Aktienoptionen ein. Die Transaktionen gehören - wie ein ähnlicher Verkauf eine Woche zuvor - zu einem Mitte September festgelegten Plan, wie aus Mitteilungen an die US-Börsenaufsicht hervorging.

Musk hatte Twitter-Nutzer vor gut einer Woche abstimmen lassen, ob er sich von zehn Prozent seiner Tesla-Beteiligung trennen solle, um mehr Steuern zu zahlen. Mit rund 58 Prozent der abgegebenen Stimmen setzte sich der Vorschlag durch. Das Paket war zu dem Zeitpunkt rund 21 Milliarden Dollar wert, nach der Umfrage gab der Aktienkurs allerdings nach.

Musk verkaufte seit der Twitter-Abstimmung nun insgesamt Aktien im Wert von etwa 7,8 Milliarden Dollar (rund 6,9 Mrd Euro). Davon gehen rund zwei Milliarden Dollar auf den September-Verkaufsplan mit Ziehung der Aktienoptionen zurück, wie bisherige Tesla-Mitteilungen zeigen.

Musk hat Zeit bis Ende August 2022, Optionen aus dem Jahr 2012 auf mehr als 20 Millionen Aktien einzulösen. Sonst verfallen sie. Wie schon beim ersten Paket vor einer Woche wurde der Preis dieser Papiere bei 6,24 Dollar angesetzt. Auf die Differenz zum aktuellen Kurs von gut 1000 Dollar muss der Tesla-Chef Steuern zahlen. Durch die Ziehung der Optionen hält Musk nach dem jüngsten Verkauf noch rund 167,5 Millionen Tesla-Aktien.

Musk hatte zur Twitter-Umfrage erklärt, Aktienverkäufe seien für ihn der einzige Weg, Steuern zu zahlen, da er bei Tesla kein Gehalt oder Bonuszahlungen beziehe. Als zumindest auf dem Papier mit Abstand reichster Mensch der Welt sah er sich zuletzt verstärkt mit Forderungen konfrontiert, mehr zum Allgemeinwohl beizutragen.

@ dpa.de

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