Tourismus, Deutschland

Nach Jahren mit steigenden Gewinnen hat die Tui zu kämpfen - das Geld fließt nicht mehr wie gewohnt.

12.02.2019 - 07:40:24

Hauptversammlung in Hannover - Höhere Verluste für Tui im Winter. Jetzt legt der weltgrößte Reisekonzern Zahlen zum ersten Quartal vor und stellt sich seinen Aktionären. Denen dürfte vor allem ein Thema unter den Nägeln brennen.

Hannover - Unerwartet starke Buchungen für die Urlaubsziele Türkei und Nordafrika haben beim weltgrößten Reisekonzern Tui zu Beginn des Winters das Ergebnis belastet.

Weil in der Folge Betten auf den Kanarischen Inseln frei blieben, musste Tui im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember einen höheren Verlust verkraften als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen vor seiner Hauptversammlung in Hannover mitteilte.

Auch der lange Sommer in Nordeuropa und die Schwäche des britischen Pfunds bremsten die Nachfrage. Tui-Chef Fritz Joussen hatte sein Gewinnziel deshalb bereits vergangene Woche gekappt.

Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember erhöhte Tui den Umsatz zwar um gut vier Prozent auf 3,7 Milliarden Euro. Der saisontypische Quartalsverlust stieg um fast 28 Prozent auf 139 Millionen Euro, der operative Verlust (bereinigtes Ebita) fiel mit 84 Millionen Euro mehr als doppelt so hoch aus wie ein Jahr zuvor.

Für das laufende Geschäftsjahr bis Ende September erwartet Joussen nun nur noch ein operatives Ergebnis etwa auf Vorjahreshöhe - und damit bei knapp 1,2 Milliarden Euro. Reiseveranstalter schreiben im Winter meist rote Zahlen. Ihre Gewinne fahren sie in der Hauptreisezeit im Sommer ein.

@ dpa.de