Auto, VW

Nach dem «Dieselgate»-Schock macht Volkswagen auf dem US-Automarkt weiter Boden gut.

03.01.2019 - 23:38:40

Erfolg mit SUV-Modellen - VW steigert US-Absatz auch 2018 - GM und Ford schwächeln. Insgesamt stehen die Zeichen jedoch auf Abschwung.

(GM) und Ford . Marktführer GM, der seine Ergebnisse nur alle drei Monate vorlegt, wurde im vierten Quartal 2,7 Prozent weniger Neuwagen los als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Ford meldete für den Einzelmonat Dezember ein Minus von 8,8 Prozent.

Im Gesamtjahr 2018 verbuchten die US-Schwergewichte ebenfalls spürbare Rückgänge. Bei GM sanken die Verkäufe um 1,6 Prozent auf knapp 3,0 Millionen Fahrzeuge und bei Ford um 3,5 Prozent auf 2,5 Millionen Autos. Nach jahrelangem Absatzboom kühlt sich der US-Markt angesichts höherer Zinsen und gestiegener Spritpreise schon seit längerem ab. Analysten sehen auch im neuen Jahr keine Trendwende.

GM und Ford machen darüber hinaus steigende Materialkosten zu schaffen, was unter anderem am US-Zollstreit mit Handelspartnern wie China und der EU liegt. GM kündigte im November bereits an, die Produktion zu drosseln und massiv Arbeitsplätze in Nordamerika abzubauen. Auch Ford will die Kosten drastisch senken.

Nicht für alle Autobauer war der Jahresabschluss indes enttäuschend. Fiat Chrysler steigerte den Absatz im Dezember dank florierender Jeep-Verkäufe um 14 Prozent. Die japanischen Branchengrößen Nissan und Honda legten um 7,6 Prozent beziehungsweise 3,9 Prozent zu, während Rivale Toyota einen Rückgang um 0,9 Prozent hinnehmen musste. Die Volkswagen-Tochter Porsche erhöhte ihre Verkäufe im Dezember um 4,4 und im Gesamtjahr 2018 um 3,2 Prozent.

BMW setzte im vergangenen Jahr in den USA erstmals seit 2015 wieder mehr Autos ab. Wegen des Erfolgs bei SUV-Modellen stieg der Absatz bei der Stammmarke BMW um 1,7 Prozent auf 311 014 Autos, wie der Konzern mitteilte. Zuvor hatte BMW in den USA zwei magere Jahre mit Rückgängen verzeichnet. Die Zweitmarke Mini allerdings schwächelte 2018: 43 684 Fahrzeuge bedeuteten ein Minus von 7,3 Prozent.

Der Autobauer Daimler musste ebenfalls einen Absatzrückgang hinnehmen. Insgesamt seien die Verkäufe um 5,3 Prozent auf 355 413 Fahrzeuge gesunken, teilte das Unternehmen mit. Dabei brach der Absatz des Kleinwagen Smart um mehr als die Hälfte ein. Die Marke Mercedes-Benz verzeichnete ein Minus von 6,3 Prozent auf 315 959 Stück.

@ dpa.de

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