Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Deutschland, Volkswirtschaft

MÜNCHEN - Die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie könnten viele Menschen aus den großen deutschen Städten treiben.

19.07.2021 - 13:19:02

Umfrage: Jeder Achte will die großen Städte verlassen. Mehr als jeder achte Bewohner einer Stadt mit mehr als einer halben Million Einwohner will diese laut einer Befragung des Münchner Ifo-Instituts und des Immobilienportals Immowelt binnen maximal eines Jahres verlassen und in einer kleinere Stadt oder aufs Land ziehen. Fast die Hälfte davon nennt Corona dabei als wichtigen Grund für die Entscheidung.

Natürlich wisse man nicht, wie viele Menschen dies wirklich in die Tat umsetzten, doch Pläne binnen sechs oder zwölf Monaten die Stadt zu verlassen, könne man durchaus als relativ konkret sehen, sagt Studienautor Mathias Dolls. Alle knapp 13 Prozent würden aber sicherlich nicht die Großstädte verlassen.

Auffällig sei zudem, dass bei den Menschen außerhalb der großen Städte kein besonders hoher Wunsch vorhanden ist, in diese zu ziehen. Sie seien kein Sehnsuchtsort, sagt Dolls. Dennoch werde es natürlich auch weiterhin Menschen geben, die in die großen Städte ziehen. Ob es am Ende mehr Zuzug oder mehr Wegzug geben werde, könne im Moment noch niemand sagen.

Konkret sagten 5,3 Prozent der befragten Bewohner der großen Großstädte innerhalb von sechs Monaten die Stadt verlassen zu wollen, weitere 7,6 Prozent wollen das binnen zwölf Monaten tun. Umzüge in andere große Großstädte zählten dabei nicht mit.

Ziel der großstadtmüden Bewohner waren meistens kleinere Großstädte oder die Speckgürtel. Besonders Familien mit Kindern und Menschen in der Familiengründungsphase strebten in den suburbanen Raum und in kleinere Großstädte, hieß es vom Ifo. Dolls mahnt daher, dass die Anbindung der Speckgürtel und die dortige Bildungsinfrastruktur an Bedeutung gewinnen werden.

Der Trend könnte jedenfalls weitergehen: Jenseits der schnellen Umzugspläne tragen sich noch viele weitere Bewohner der großen Städte mit Wegzugsgedanken. 18,5 Prozent wollen in den kommenden zwei oder fünf Jahren weg. Weitere 24,4 Prozent sagen, ein solcher Umzug käme für sie grundsätzlich infrage. Nicht einmal die Hälfte - 44,2 Prozent - lehnt es ab, die großen Städte zu verlassen. Zum Vergleich: Im ländlichen Raum lehnten mehr als zwei Drittel einen Wegzug an. Für die Umfrage wurden im Mai 2021 rund 18 000 Personen befragt.

Wie viele Menschen die großen Städte verlassen wollen, variiert von Ort zu Ort stark. Besonders häufig ist dies in Hannover der Fall, wo 16,5 Prozent der Befragten sagten, binnen eines Jahres wegziehen zu wollen. Dahinter folgen Frankfurt mit 16,2, Dortmund mit 14,2 sowie Berlin und Stuttgart mit je 14,1 Prozent.

Relativ nah am Durchschnitt liegen Düsseldorf mit 13,7, Köln mit 13,5, München mit 12,5 und Nürnberg mit 12 Prozent. Im Hamburg mit 11,4 und Bremen mit 11,1 Prozent ist der Wegzugswunsch eher unterdurchschnittlich ausgeprägt. Am seltensten wollen die Bewohner von Leipzig mit 10,5, Dresden mit 9,5 und Essen mit 7,6 Prozent ihre Stadt verlassen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Devisen: Euro gibt zum Dollar etwas nach. Die Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,1864 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1885 (Montag: 1,1886) Dollar fest, der Dollar damit 0,8414 (0,8413) Euro gekostet. NEW YORK - Der Euro hat am Dienstag seine zwischenzeitlichen Gewinne wieder abgegeben und etwas tiefer notiert. (Boerse, 03.08.2021 - 20:50) weiterlesen...

Iran: Neuer Höchstwert an Corona-Infektionen. Als Ursache wird eine zunehmende Verbreitung der Delta-Variante angegeben. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Dienstag wurden binnen eines Tages 39 019 Neuinfektionen registriert. Am Vortag waren es 37 189 Fälle. Im selben Zeitraum starben 378 Patienten im Zusammenhang mit dem Virus. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionen im Iran liegt nun bei fast 4 Millionen, die der Corona-Toten bei über 91 000. TEHERAN - Der Iran hat einen neuen Höchstwert bei den täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus erreicht. (Wirtschaft, 03.08.2021 - 19:39) weiterlesen...

CTS EVENTIM plant und baut in Mailand Italiens größte Multifunktionshalle. CTS EVENTIM plant und baut in Mailand Italiens größte Multifunktionshalle CTS EVENTIM plant und baut in Mailand Italiens größte Multifunktionshalle (Boerse, 03.08.2021 - 19:16) weiterlesen...

CTS EVENTIM AG & Co. KGaA schließt Vereinbarung über Projektentwicklung von Italiens größter Multifunktionshalle CTS EVENTIM AG & Co. (Boerse, 03.08.2021 - 19:11) weiterlesen...

POLITIK: Scholz erwartet mehr als sechs Milliarden Euro an Hochwasserschäden. In etwa diese Summe sei bisher für die Wiederaufbauarbeiten nach der letzten großen Hochwasserkatastrophe im Jahre 2013 ausgegeben worden, sagte der SPD-Kanzlerkandidat am Dienstag bei einem Besuch im hart getroffenen Stolberg bei Aachen. Doch die Schäden in NRW und Rheinland-Pfalz überträfen wahrscheinlich das Ausmaß dessen, was damals in elf Bundesländern zu verzeichnen gewesen sei. STOLBERG - Bundesfinanzminister Olaf Scholz geht davon aus, dass der Wiederaufbau nach der verheerenden Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen mehr als sechs Milliarden Euro kosten kann. (Wirtschaft, 03.08.2021 - 18:21) weiterlesen...

Rentner bekommen im Schnitt erneut länger Ruhebezüge. Die durchschnittliche Bezugsdauer aller Renten stieg 2020 auf 20,2 Jahre, wie die Deutsche Rentenversicherung am Dienstag mitteilte. Zehn Jahre zuvor waren es 18,5 Jahre gewesen. Bei Männern verlängerte sich die Rentenbezugsdauer demnach in dieser Zeitspanne von 16,2 auf durchschnittlich 18,5 Jahre - bei Frauen von 20,9 auf 22,0 Jahre. Im Jahr 2019 waren es bei Rentnern im Schnitt 18,2 Jahre und bei Rentnerinnen 21,7 Jahre gewesen. Ein wichtiger Grund für die Entwicklung sei die längere Lebenserwartung. BERLIN - Rentnerinnen und Rentner in Deutschland bekommen zusehends länger Ruhebezüge. (Boerse, 03.08.2021 - 18:20) weiterlesen...