Haushalt, Steuern

MÜNCHEN - Der Sänger der irischen Rockband U2, Paul David Hewson alias Bono, hat größtmögliche Offenheit in der Affäre um seine steuersparenden Investitionen zugesichert.

10.12.2017 - 11:08:25

U2-Sänger Bono nimmt Steueraffäre 'wahnsinnig ernst'. In einem Interview der "Süddeutschen Zeitung am Wochenende" (Samstag) sagte der 57-Jährige, der sich seit Jahrzehnten auch in sozialen Fragen engagiert: "Ich nehme diese Anschuldigungen wahnsinnig ernst.

Ihm sei "wichtig, dass unsere Fans Folgendes wissen: Sollte irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugegangen sein, würde ich mich darüber mindestens so aufregen wie sie". Bono wird von Kritikern oft vorgeworfen, dass er sich gern als Weltverbesserer aufspiele. Er könne nachvollziehen, dass die Öffentlichkeit von ihm eine höhere Moral erwarte und daher auf solche Immobilien-Investmentfonds und die Veröffentlichung des Namens Bono in den "Paradise Papers" empfindlich reagiere: "Ich setze diese Standards ja selbst."

Im Kern geht es um ein Einkaufszentrum in Litauen, in das Bono über Firmen in Malta und Guernsey investiert hat. Das Shopping-Center soll in zehn Jahren keine Steuern auf Unternehmensgewinne gezahlt haben. Neben Bono tauchen in den Anfang Oktober veröffentlichten "Paradise Papers" Politiker, Unternehmer und Prominente auf, die durch Steuertricks - vermutlich legal - Milliarden gespart haben.

Leider sei der Eindruck entstanden, dass er "bei etwas Illegalem erwischt worden" sei, sagte Bono jetzt der Zeitung. Noch liefen zu den Vorgängen "ausführliche Untersuchungen", betonte er. "Es wird nun mindestens einen Monat dauern, bis alles geklärt ist, dann können wir damit vollumfänglich an die Öffentlichkeit gehen." Tatsache sei aber auch: Seine Band, die Anfang Dezember ihr 14. Studioalbum "Songs Of Experience" veröffentlicht hat, zahle "überall auf der Welt ganz regulär enorme Beträge an Steuern, auch in Irland".

@ dpa.de

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