Indikatoren, Deutschland

MÜNCHEN - Arbeitnehmer in Deutschland können nach einer Unternehmensumfrage des Ifo-Instituts im neuen Jahr mit deutlichen Lohnerhöhungen rechnen.

31.12.2021 - 13:28:26

Ifo-Unternehmensumfrage: 'Kräftige Lohnsteigerungen 2022 erwartet'. Zum einen suchten die Unternehmen Fachkräfte, zum anderen stiegen die Mindestlöhne kräftig, erklärten die Wirtschaftsforscher. Zuvor hatte "Der Spiegel" darüber berichtet.

Von den 630 befragten Personalchefs gehen 78 Prozent davon aus, "dass in ihrer Belegschaft insgesamt die Löhne um durchschnittlich 4,7 Prozent steigen werden". Sinkende Löhne würden nur sehr vereinzelt gemeldet. "Im Dienstleistungsbereich wird der Lohnanstieg mit durchschnittlich 5,8 Prozent voraussichtlich am höchsten ausfallen", heißt es in der Studie, die der dpa vorliegt.

Handel und Dienstleistungsbetriebe erwarteten, "dass die Lohnsteigerungen bei ungelernten Beschäftigten höher ausfallen werden als bei Fachkräften". Eine Erklärung dafür könnten die kräftigen Mindestlohnerhöhungen sein: Von bisher 9,60 Euro steigt der Mindestlohn zum 1. Januar auf 9,82 Euro und zum 1. Juli um weitere 6,4 Prozent auf 10,45 Euro. Und die neue Bundesregierung will den Mindestlohn laut Koalitionsvertrag noch 2022 erneut anheben auf 12,00 Euro. Davon würden dann laut Personalleiter-Umfrage bei den Dienstleistern im Durchschnitt (Median) 20 Prozent der Beschäftigten profitieren, im Handel 10 Prozent, in der Industrie 7 Prozent.

Auf der anderen Seite sind gut 80 Prozent der befragten Personalleiter auf der Suche nach Fachkräften. Fast alle hätten dabei Probleme: "Die Schwierigkeiten bei der Suche nach Fachkräften werden sich im Vergleich zum letzten Jahr voraussichtlich weiter verschärfen", schrieben die Wirtschaftsforscher. 40 Prozent der Unternehmen planten eine Steigerung des Personalbestandes, nur 12 Prozent einen Stellenabbau. "Als die am besten geeignete Maßnahme zur Bekämpfung des Fachkräftemangels sehen die befragten Personalleiter*innen die Erhöhung der Attraktivität von Berufsausbildung."

@ dpa.de

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