Regierungen, USA

MOSKAU - Vor dem Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Staatschef Wladimir Putin hat Altbundeskanzler Gerhard Schröder für eine Zusammenarbeit mit Moskau geworben.

12.07.2018 - 05:29:24

Altkanzler Schröder wirbt für Zusammenarbeit mit Russland. "Wir brauchen die Ressourcen Russlands, nicht nur Öl und Gas, sondern auch seltene Erden und Edelmetalle", sagte Schröder dem Magazin "Stern". Zudem brauche Europa den russischen Markt. "Und Russland versteht genau, dass es umgekehrt Europa braucht. Dieses wechselseitige Verständnis wächst gerade", sagte der SPD-Politiker.

Der Altkanzler wird unter anderem wegen seines Engagements für die vom Kreml kontrollierten Konzerne Gazprom und Rosneft immer wieder in Deutschland kritisiert. Schröder hält dagegen, dies sei seine Privatsache. Er gilt als Putins Freund.

Trump und Putin treffen sich am Montag in der finnischen Hauptstadt Helsinki. Bislang hatten sich beide Präsidenten zweimal am Rande von Konferenzen gesehen. Auf dem Gipfel ruhen große Erwartungen, denn die Liste der Streitthemen zwischen Moskau und Washington ist lang.

Schröder begrüßte, dass die USA und Russland zu Gesprächen bereit sind, und warnte vor Versuchen, Russland zu isolieren. "Ein ständiges Mitglied des Weltsicherheitsrates kann man gar nicht isolieren, sonst kommt man in keinem Konflikt der Welt einen Schritt weiter", sagte er.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Trump muss nach Helsinki-Gipfel Wogen in den USA glätten. Während aus Russland viel Lob kam, schlug Trump in der Heimat eine Welle parteiübergreifender Kritik an seinem Kuschelkurs gegenüber Putin entgegen. Selbst einer der größten Trump-Unterstützer, der Republikaner New Gingrich, sprach am Montagabend (Ortszeit) vom bislang ernsthaftesten Fehler des Präsidenten seit Amtsantritt vor rund anderthalb Jahren. HELSINKI - Nach dem Gipfel mit Kremlchef Wladimir Putin wächst der Druck auf US-Präsident Donald Trump, umstrittene Äußerungen klarzustellen. (Wirtschaft, 17.07.2018 - 06:33) weiterlesen...

Trump überrascht mit neuen Zahlen zu Verteidigungsausgaben der Nato. "Wir zahlen 91 Prozent der Kosten, um Europa sicher zu halten", sagte Trump am Montagabend (Ortszeit) in einem Interview des US-Senders Fox News. Gleichzeitig würden die Europäer die USA beim Handel töten. "Die Nato ist wunderbar, aber sie hilft Europa mehr als uns", fügte er hinzu. WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump hat seine Kritik an den Verteidigungsausgaben der europäischen Nato-Verbündeten erneuert. (Wirtschaft, 17.07.2018 - 06:01) weiterlesen...

Putin macht Westen für zerrüttetes Verhältnis verantwortlich. Als Beispiele nannte er die Nato-Osterweiterung, den früheren Jugoslawien-Konflikt in den 1990er Jahren sowie die Entwicklung in der Ukraine. "Wir waren es nicht, die einen Militärputsch in der Ukraine organisiert haben", sagte Putin am Montag (Ortszeit) in einem Interview des US-Senders Fox News laut einer englischen Übersetzung. Putin bezog sich dabei auf die monatelangen Proteste im Winter 2013/2014 in der Ukraine. Der damalige Präsident Viktor Janukowitsch floh als Folge nach Russland. WASHINGTON - Kremlchef Wladimir Putin hat den Westen für die Verschlechterung der Beziehungen zu Russland verantwortlich gemacht. (Wirtschaft, 17.07.2018 - 05:56) weiterlesen...

Putin: Moskau hat sich nie in interne US-Angelegenheiten eingemischt. "Russland als Staat hat sich nie in die internen Angelegenheiten der Vereinigten Staaten eingemischt", betonte Putin in einem Interview des US-Senders Fox News in einer englischen Übersetzung. Nach Angaben von Fox News wurde das Interview am Montag nach dem Gipfel von Putin und Trump in Helsinki aufgezeichnet. WASHINGTON - Kremlchef Wladimir Putin hat auch nach dem Gipfel mit US-Präsident Donald Trump in Helsinki jede staatliche russische Einmischung in die US-Wahlen im Jahr 2016 zurückgewiesen. (Wirtschaft, 17.07.2018 - 05:56) weiterlesen...

Außen-Staatsminister zu Gipfel: Wissen nicht, was besprochen wurde. "So richtig wissen wir eigentlich bis heute nicht, was verabredet und was besprochen worden ist", sagte Annen am Montagabend in den ARD-"Tagesthemen" nach dem Gipfeltreffen von Trump und Russlands Staatschef Wladimir Putin in Helsinki. Prinzipiell sei es immer gut, wenn die Präsidenten der USA und Russlands miteinander sprächen - "aber ich wäre doch etwas optimistischer gestimmt, wenn ich gewusst hätte, dass diese Gespräche vorbereitet gewesen wären auch mit den eigenen Verbündeten", sagte Annen. BERLIN - Der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Niels Annen (SPD), hat die mangelnde Kommunikation der US-Regierung unter Donald Trump mit wichtigen Verbündeten wie Deutschland kritisiert. (Wirtschaft, 16.07.2018 - 22:57) weiterlesen...

Mays Brexit-Strategie stößt im Parlament auf Kritik. Am Montag zog May den Zorn von proeuropäischen Abgeordneten aus ihrer Konservativen Partei auf sich, als die Regierung signalisierte, dass sie mehrere Änderungen von Brexit-Hardlinern an einem neuen Zollgesetz für die Zeit nach dem EU-Ausstieg akzeptieren wolle. LONDON - Die neue Brexit-Strategie der britischen Premierministerin Theresa May stößt im Parlament auf immer mehr Kritik. (Wirtschaft, 16.07.2018 - 22:30) weiterlesen...