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MOSKAU - In Russland ist der Verzicht der USA auf neue scharfe Sanktionen gegen die Ostseepipeline Nord Stream 2 positiv aufgenommen worden.

20.05.2021 - 12:34:00

Positive Reaktionen in Moskau auf Sanktionsverzicht bei Nord Stream 2. Zwar kritisierte der prominente Außenpolitiker Konstantin Kossatschow am Donnerstag, dass kurz nach Beginn von Gesprächen des US-Außenministers Antony Blinken und seinem Moskauer Kollegen Sergej Lawrow Strafmaßnahmen gegen weitere am Leitungsbau beteiligte russische Schiffe und Organisation erlassen wurden. "Das ist bisher unsere Realität, doch schimmert nun am Ende des Tunnels ein Licht", sagte der Vizechef des russischen Föderationsrats.

MOSKAU - In Russland ist der Verzicht der USA auf neue scharfe Sanktionen gegen die Ostseepipeline Nord Stream 2 positiv aufgenommen worden. Damit seien zusätzliche Schwierigkeiten abgewendet, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge am Donnerstag. "Wir und auch unsere internationalen Partner in dem Projekt sind davon überzeugt, dass das Vorhaben keinem Druck von Seiten dritter Staaten ausgesetzt sein sollte." Die bisherigen Sanktionen seien illegal und verstießen gegen internationales Recht.

Zur Erleichterung Russlands hatten die USA auf Strafmaßnahmen gegen die Nord Stream 2 AG und deren deutschen Geschäftsführer Matthias Warnig verzichtet - aus Rücksicht auf deutsche Interessen, wie es hieß. Peskow sprach von einem "positiven Signal", dass die USA eingesehen hätten, dass der Verzicht auf Sanktionen in ihrem Interesse liege.

Dabei kritisierte der prominente Außenpolitiker Konstantin Kossatschow, dass kurz nach Beginn von Gesprächen des US-Außenministers Antony Blinken und seinem Moskauer Kollegen Sergej Lawrow neue Strafmaßnahmen gegen weitere am Leitungsbau beteiligte russische Schiffe und Organisationen erlassen wurden. "Das ist bisher unsere Realität, doch schimmert nun am Ende des Tunnels ein Licht", sagte der Vizechef des russischen Föderationsrats. Blinken und Lawrow hatten sich in der Nacht zum Donnerstag in Reykjavik (Island) erstmals persönlich zu einem Gespräch getroffen.

Die Entscheidung, gegen die Nord Stream 2 AG keine Sanktionen zu verhängen, erhöhe nun die Chancen einer Fertigstellung und Inbetriebnahme der Pipeline in einigen Monaten, sagte der Analyst Dmitri Marintschenko der russischen Staatsagentur Tass. Es sei allerdings schwer, genaue Daten zu nennen, weil ein Teil der Sanktionen in Kraft sei. Es handele sich aber insgesamt um eine gute Nachricht, meinte der Experte. Möglich sei nun eine Fertigstellung bis Ende des Jahres.

Die umstrittene Erdgaspipeline von Russland durch die Ostsee nach Deutschland ist weitgehend fertiggebaut. In deutschen Gewässern fehlen offiziellen Angaben zufolge 13,9 Kilometer des einen Stranges und 16,8 Kilometer des zweiten Stranges. Die Pipeline zählt seit Jahren zu den Hauptstreitpunkten in den deutsch-amerikanischen Beziehungen. Die USA warnen Deutschland vor einer zu hohen Abhängigkeit von russischem Gas.

@ dpa.de

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