Regierungen, Ukraine

MOSKAU - Die russischen Behörden haben bei der Journalistin Marina Owsjannikowa wegen angeblicher Diskreditierung der russischen Armee eine Hausdurchsuchung durchgeführt.

10.08.2022 - 11:39:29

Kriegsprotest: Razzia bei Moskauer Journalistin Owsjannikowa. Die Sicherheitsbeamten seien in das Haus eingedrungen, ohne die Ankunft von Owsjannikowas Rechtsbeistand abzuwarten, teilte der Anwalt Dmitri Sachwatow der Bürgerrechtsinitiative OWD-Info zufolge am Mittwoch mit. Owsjannikowa, die schon mehrere Geldstrafen wegen ihrer Kritik am russischen Angriffskrieg bezahlen musste, droht nun eine lange Haftstrafe.

Laut Sachwatow könnten die Hausdurchsuchungen im Zusammenhang mit der jüngsten Protestaktion Owsjannikowas stehen, wo sie im Moskauer Stadtzentrum in Sichtweite des Kremls ein Plakat mit der Aufschrift "Putin ist ein Mörder, seine Soldaten Faschisten" hochgehalten hatte. Nach der Gesetzesverschärfung können Handlungen, die die russischen Streitkräfte diskreditieren, mit einer Haftstrafe von bis zu 15 Jahren bestraft werden.

Owsjannikowa hatte als Mitarbeiterin des russischen Staatsfernsehens im März in einer Live-Sendung ein Protestplakat gegen den Krieg gezeigt. Darauf stand: "Stoppt den Krieg. Glaubt der Propaganda nicht. Hier werdet ihr belogen". Dafür bekam die bis dahin als linientreu geltende Redakteurin weltweit Anerkennung. Nach der Aktion lebte sie zwischenzeitlich im Ausland und berichtete für die deutsche Zeitung "Welt".

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Internationaler Währungsfonds kritisiert britische Steuerpläne. Angesichts der hohen Inflation in Großbritannien und vielen anderen Ländern seien "große und ungezielte Finanzpakete" im Augenblick nicht zu empfehlen, da es wichtig sei, dass die Steuerpolitik nicht gegenläufig zur Geldpolitik wirke, teilte ein Sprecher des IWF am Dienstag mit. LONDON - Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat die Wirtschaftspläne der neuen britischen Regierung ungewöhnlich deutlich kritisiert. (Wirtschaft, 28.09.2022 - 09:13) weiterlesen...

EU hält Pipeline-Sabotage für wahrscheinlich und droht mit Sanktionen. "Alle verfügbaren Informationen deuten darauf hin, dass diese Lecks das Ergebnis einer vorsätzlichen Handlung sind", erklärte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell am Mittwoch im Namen der 27 Mitgliedstaaten. Jede vorsätzliche Störung der europäischen Energieinfrastruktur werde "mit einer robusten und gemeinsamen Reaktion beantwortet werden". BRÜSSEL - Die Europäische Union hält Sabotage als Ursache für die Lecks an den Gas-Pipelines Nord Stream 1 und 2 für wahrscheinlich und hat mit Gegenmaßnahmen gedroht. (Wirtschaft, 28.09.2022 - 08:53) weiterlesen...

Besetzte Gebiete wollen bei Putin Beitritt zu Russland beantragen. "Die Bürger der Luhansker Volksrepublik haben eine leuchtende und blühende Zukunft gewählt", teilte der dortige Separatistenführer Leonid Passetschnik am Mittwoch im Nachrichtendienst Telegram mit. Auch die Region Saporischschja werde sich noch am Mittwoch mit der Bitte um Aufnahme an Putin wenden, sagte der Besatzungsvertreter Wladimir Rogow. MOSKAU - Nach den Scheinreferenden in den besetzten Gebieten der Ost- und Südukraine wollen die Separatistenführungen noch an diesem Mittwoch bei Kremlchef Wladimir Putin den Beitritt zur Russischen Föderation beantragen. (Wirtschaft, 28.09.2022 - 08:50) weiterlesen...

Herbst- und Wiesn-Welle: Inzidenz in Bayern und München über 500. Gut eineinhalb Wochen nach Beginn des Oktoberfestes hat die Sieben-Tage-Inzidenz sowohl in der Stadt München als auch im Freistaat allgemein die Marke von 500 passiert, wie aus am Mittwochmorgen gemeldeten Zahlen des Robert Koch-Instituts hervorgeht. Für Bayern insgesamt bedeutet der Wert von 503,2 einen Anstieg um gut 67 Prozent im Vergleich zum Wert vor einer Woche. In München hat er sich mit aktuell 547 in diesem Zeitraum sogar mehr als verdoppelt. MÜNCHEN/BERLIN - Die Corona-Zahlen in Bayern ziehen weiter an. (Wirtschaft, 28.09.2022 - 08:30) weiterlesen...

Lettland: Nord-Stream-Lecks schwerer Sicherheits- und Umweltvorfall. "Die Sabotage an den Pipelines Nordstream I und II muss als schwerwiegendster Sicherheits- und Umweltvorfall in der Ostsee eingestuft werden", twitterte er in der Nacht zum Mittwoch. RIGA - Lettlands Außenminister hat die "vorsätzlichen Angriffe" auf die Gasleitungen Nord Stream 1 und Nord Stream 2 verurteilt. (Boerse, 28.09.2022 - 08:08) weiterlesen...

Florida macht sich bereit für Hurrikan 'Ian' - Zerstörung auf Kuba (Aktualisierung: weitere Details) (Boerse, 28.09.2022 - 07:27) weiterlesen...