Regierungen, Türkei

MOSKAU - Der russische Präsident Wladimir Putin hat mit seinem türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan nach Kremlangaben Moskaus Forderungen nach einem Ende der Nato-Ostererweiterung erörtert.

02.01.2022 - 15:01:24

Kreml: Putin spricht mit Erdogan über Moskaus Forderungen an die Nato. Die Türkei ist selbst Nato-Mitglied. Bei dem Telefonat am Sonntag sei es um Putins Vorschläge für juristisch verbindliche Vereinbarungen gegangen, die Russlands Sicherheit garantieren sollten, teilte der Kreml weiter mit. Putin hatte zuletzt wiederholt bei der USA und bei der Nato für eine Entspannungspolitik geworben.

Konkret fordert der Kremlchef etwa einen Verzicht der Nato auf eine Aufnahme der Ukraine. Darüber wollten am Sonntag US-Präsident Joe Biden und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei einem Telefonat sprechen.

Putin hatte unter anderem in Gesprächen mit Kanzler Olaf Scholz und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron deutlich gemacht, dass sich Russland durch das Voranschreiten der Nato in seiner Sicherheit bedroht sieht. Moskau hatte für den Fall einer Ablehnung von Sicherheitsgarantien seitens des westlichen Militärbündnisses mit Konsequenzen gedroht. Die Ukraine hingegen strebt eine Mitgliedschaft in der Nato unbeeindruckt von Russlands Warnungen weiter an.

Seit Wochen sorgen Berichte über angebliche russische Vorbereitungen auf eine Invasion der Ukraine international für Beunruhigung. Die Europäische Union und die Nato hatten Moskau mit harten Konsequenzen im Falle einer militärischen Eskalation gedroht. Russland weist kategorisch zurück, solche Pläne zu haben. 2014 hatte sich Russland nach einem Umsturz in Kiew die ukrainische Schwarzmeer-Halbinsel Krim einverleibt. Außerdem steht Russland international wegen der Unterstützung der moskautreuen Separatisten in der Ostukraine in der Kritik.

Putin und Erdogan bekräftigten nach Kremlangaben ihren Willen, die Partnerschaft ihrer beiden Länder zu intensivieren. Zudem sei über weitere internationale Konflikte gesprochen worden, darunter die Lage im Südkaukasus, in Syrien und in Libyen.

@ dpa.de

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