Regierungen, USA

MOSKAU - Der Kreml hat die neuen Wirtschaftssanktionen der USA wegen des Giftanschlags auf den russischen Ex-Agenten Sergej Skripal scharf kritisiert.

09.08.2018 - 12:09:24

Kreml kritisiert neue US-Sanktionen im Fall Skripal. "Russland hatte und hat damit nichts zu tun", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag in Moskau. Die russische Führung versuche zunächst herauszufinden, um welche Strafmaßnahmen es genau gehe. Vorher lasse sich auch nicht über Gegenmaßnahmen reden, sagte Peskow nach Angaben der Agentur Interfax.

An der Moskauer Börse schickte aber allein die Aussicht auf neue US-Sanktionen die Kurse großer Staatsunternehmen in den Keller. So gab die Aktie der Fluggesellschaft Aeroflot um 12 Prozent nach. Stark betroffen waren auch die Großbanken Sberbank und VTB. Washington sei und bleibe ein unzuverlässiges Gegenüber in der internationalen Politik, sagte Peskow. Der Kremlsprecher nannte die Sanktionen einen Verstoß gegen internationales Recht.

Der Ex-Agent Skripal und seine Tochter Julia hatten im März in England eine Vergiftung mit dem in der Sowjetunion entwickelten Kampfstoff Nowitschok nur knapp überlebt. Die britische Regierung macht Russland für den Anschlag verantwortlich. Moskau weist jede Schuld von sich. Das US-Außenministerium verkündete am Mittwoch (Ortszeit) die neuen Sanktionen. Washington wertet den Fall nun offiziell als verbotenen Einsatz von Massenvernichtungswaffen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Merkel plädiert für Vielfalt und Kompromisse in Europa. Angesichts nationalistischer und separatistischer Strömungen sagte sie in einer Fragerunde am Dienstag in Jena: "Lasst uns den Kompromiss nicht schlecht machen." Vor allem die politische Mitte auf europäischer Ebene habe die Verantwortung, "nicht einfach nur zu kritisieren, sondern etwas zu gestalten". JENA - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei einer Bürgerdiskussion zur Europapolitik für Kompromissfähigkeit und Vielfalt geworben. (Wirtschaft, 14.08.2018 - 17:50) weiterlesen...

Telekom und United Internet wollen beim Glasfaserausbau kooperieren. "Wir sagen gerne unsere Beteiligung zu", sagte United-Internet-Chef Ralph Dommermuth am Dienstag in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. BONN - Die Deutsche Telekom und der Mobilfunkanbieter United Internet wollen beim Glasfaserausbau in Deutschland kooperieren. (Boerse, 14.08.2018 - 17:48) weiterlesen...

KORREKTUR: Türkischer Finanzminister: Kooperation mit Europa wichtig. Absatz, 1. Satz, wurde Bundesfinanzminister Scholz durch Bundeswirtschaftsminister Altmaier ersetzt, zudem wurde der Name des italienischen Außenministers gestrichen. (Im 2. (Wirtschaft, 14.08.2018 - 17:27) weiterlesen...

Türkischer Finanzminister: Kooperation mit Europa wichtig. Albayrak sagte am Dienstag in Ankara, eine Vertiefung der Beziehungen zu Europa und eine langfristige Kooperation sei die beste Antwort auf die Bedrohung durch die USA. ISTANBUL - Die Lira-Krise und die Verschärfung der Beziehungen zu den USA könnte die Türkei nach Worten von Finanzminister Berat Albayrak wieder näher an Europa rücken. (Wirtschaft, 14.08.2018 - 17:03) weiterlesen...

Rechnungshof rügt E-Auto-Prämie scharf. "Die deutsche Automobilindustrie hat die Entscheidung der Bundesregierung zum Umweltbonus und zu dessen Ausgestaltung wesentlich beeinflusst", heißt es in einem Prüfbericht, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Behörde weist nachdrücklich auf die Verpflichtung des Bundeswirtschaftsministeriums "zu Unbefangenheit und Neutralität bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben hin", Entscheidungen müssten nachvollziehbar und transparent sein. Verantwortlich war bei den Verabredungen zur Einführung der E-Auto-Prämie von bis zu 4000 Euro der damalige Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). BERLIN - Mit deutlicher Kritik an der Bundesregierung hat der Bundesrechnungshof die Kaufprämie für Elektroautos gerügt. (Boerse, 14.08.2018 - 16:55) weiterlesen...

Merkel betont Skepsis gegenüber EU-Finanzminister. Dafür müssten neue parlamentarische Strukturen zur Kontrolle in der EU geschaffen werden, sagte sie am Dienstag in einer Fragerunde mit Bürgern zur Europapolitik in Jena - das EU-Parlament ist für die Kontrolle des gesamten EU-Haushalts zuständig. JENA - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihre Skepsis gegenüber Forderungen nach einem gemeinsamen Euro-Finanzminister unterstrichen. (Wirtschaft, 14.08.2018 - 16:11) weiterlesen...