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Regierungen, Baltikum

MOSKAU - Angesichts der anhaltenden Massenproteste verstärkt Belarus (Weißrussland) die Kontakte zum Nachbarn Russland.

02.09.2020 - 12:06:28

Machtkampf in Belarus: Russischer Regierungschef besucht Nachbarland. Der russische Regierungschef Michail Mischustin will an diesem Donnerstag das Nachbarland besuchen. Das kündigte Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch bei einem Treffen mit seinem belarussischen Kollegen Wladimir Makej in Moskau der Agentur Interfax zufolge an.

Auch die Präsidenten beider Länder wollen sich in der russischen Hauptstadt treffen. Ein Datum für das Gespräch von Kremlchef Wladimir Putin mit Alexander Lukaschenko nannte Lawrow jedoch nicht. Es werde innerhalb der nächsten zwei Wochen sein. Das Treffen war bereits am Wochenende vom Kreml angekündigt worden.

Russland sieht seinen Nachbarn Belarus als wichtige Pufferzone zum westlichen Militärbündnis Nato. Außerdem ist die belarussische Wirtschaft abhängig vom großen Nachbarn in Moskau. Lawrow bezeichnete Minsk am Mittwoch einmal mehr als Verbündeten.

Die beiden Staatschefs hatten zuletzt mehrfach telefoniert. Dabei sicherte Putin auf Bitten von Lukaschenko zu, im Falle einer Eskalation Sicherheitskräfte seines Innenministeriums nach Belarus zu schicken. Zudem stellte der Kremlchef klar, dass er den 66-Jährigen für den Wahlsieger der Abstimmung am 9. August hält.

Die Präsidentenwahl steht international als grob gefälscht in der Kritik. Der Staatschef ließ sich mit 80,1 Prozent der Stimmen für eine sechste Amtszeit bestätigen. Die Opposition hält dagegen Swetlana Tichanowskaja als die wahre Siegerin. Seit der Abstimmung kommt es zu Protesten gegen den Langzeitpräsidenten.

"Wir haben dem ersten Ansturm standgehalten", sagte Makej. Es sei nicht zugelassen worden, dass es in Belarus eine Revolution wie im Nachbarland Ukraine gebe. Nach der Wahl sei die frühere Sowjetrepublik in "heftige politische Turbulenzen" geraten. "Zwar gibt es noch heute eine gewisse politische Konfrontation, die Intensität hat aber nachgelassen", sagte der Außenminister.

@ dpa.de

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