Regierungen, USA

MONTREAL / PEKING - Die kanadische Regierung hat nach Angaben von Premierminister Justin Trudeau keinen Einfluss auf die Festnahme der Finanzchefin des chinesischen Technologie-Konzerns Huawei genommen.

06.12.2018 - 22:09:25

Trudeau: Keine Einflussnahme auf Festnahme von Huawei-Finanzchefin. "Ich kann allen versichern, dass wir ein Land mit einer unabhängigen Justiz sind", sagte Trudeau am Donnerstag vor Reportern in Montreal. "Die zuständigen Behörden haben die Entscheidung in diesem Fall ohne jede politische Einmischung oder Beeinträchtigung getroffen." China hat mit scharfem Protest gegen die USA und Kanada auf die Festnahme der Top-Managerin Meng Wanzhou reagiert.

Die USA fordern die Auslieferung Mengs. Laut der kanadischen Zeitung "The Globe and Mail", die zuerst über die bereits am 1. Dezember erfolgte Verhaftung berichtet hatte, sucht die US-Justiz die Huawei-Managerin wegen Sanktionsverstößen. Einem Insider zufolge werde Meng beschuldigt, das US-Handelsembargo gegen Iran verletzt zu haben. Details zu den Vorwürfen seien aber nicht bekannt, schreibt die Zeitung. Meng ist auch stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Elektronikkonzerns und Tochter des Huawei-Gründers Ren Zhengfei.

Trudeau sagte, er habe vorab Kenntnis von der bevorstehenden Verhaftung Mengs gehabt. Ansonsten nannte er keine weiteren Einzelheiten und verwies auf das Publikationsverbot in dem Fall. Nach Angaben des kanadischen Justizministeriums wurde das Publikationsverbot auf Antrag von Mengs Anwalt erlassen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Bundesarbeitsminister will Steuerrabatt für tarifgebundene Firmen. "Wir sollten über Anreize für eine höhere Tarifbindung nachdenken", sagte das SPD-Präsidiumsmitglied der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Donnerstag). BERLIN - Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat sich für Steuerrabatte für tarifgebundene Unternehmen ausgesprochen. (Wirtschaft, 13.12.2018 - 06:24) weiterlesen...

Klimaschutz-Zusagen geben neue Hoffnung auf der Klimakonferenz. "Diese Erklärung kann die Verhandlungen hier sehr voranbringen", sagte WWF-Klimachef Michael Schäfer der Deutschen Presse-Agentur. "Wir begrüßen den mutigen Schritt, der Bundesumweltministerin, diese Selbstverpflichtung zu unterschreiben." Jetzt müsse Svenja Schulze (SPD) auch liefern und ein Paket von Klimaschutz-Sofortmaßnahmen vorlegen. KATTOWITZ - Deutschland, die EU und andere Staaten haben auf der UN-Klimakonferenz mit ihren Klimaschutz-Zusagen Hoffnung und Erwartungen geweckt. (Wirtschaft, 13.12.2018 - 06:22) weiterlesen...

Misstrauensabstimmung überstanden - May sucht Hilfe in Brüssel. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die übrigen Staats- und Regierungschefs wollen dazu beitragen, dass der fertige EU-Austrittsvertrag eine Mehrheit im britischen Parlament findet und eine chaotische Trennung Ende März vermieden wird. Wie dies ohne Nachverhandlungen geschehen soll, ist allerdings offen. LONDON/BRÜSSEL - Nach dem gescheiterten Aufstand ihrer eigenen Fraktion in London setzt Premierministerin Theresa May nun auf die Hilfe der Europäer: Der EU-Gipfel am Donnerstag in Brüssel beschäftigt sich erneut mit den britischen Austrittsplänen. (Wirtschaft, 13.12.2018 - 06:22) weiterlesen...

China bestätigt Festnahme eines zweiten Kanadiers. Auch gegen den Korea-Experten Michael Spavor werde ermittelt, weil er verdächtig werde, "in Aktivitäten verwickelt zu sein, die die nationale Sicherheit gefährden", berichtete die Nachrichtenagentur China News Service am Donnerstag unter Hinweis auf das Staatssicherheitsbüro in Dandong an der nordkoreanischen Grenze. PEKING - China hat die Festnahme eines zweiten Kanadiers bestätigt. (Wirtschaft, 13.12.2018 - 05:55) weiterlesen...

May: 'Erhebliche' Zahl an Kollegen hat gegen mich gestimmt. Eine "erhebliche Zahl" an Abgeordneten habe gegen sie gestimmt, sagte May am Abend vor dem Regierungssitz 10 Downing Street in London. "Ich habe mir angehört, was sie gesagt haben". LONDON - Die britische Premierministerin Theresa May hat nach der überstandenen Misstrauensabstimmung in ihrer Fraktion eine teilweise Niederlage eingestanden. (Wirtschaft, 12.12.2018 - 22:58) weiterlesen...

Theresa May übersteht Misstrauensabstimmung um Parteivorsitz (Wirtschaft, 12.12.2018 - 22:28) weiterlesen...