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Regierungen, Russland

MINSK - Sechs Monate nach Beginn der Massenproteste in Belarus (Weißrussland) will sich der Machthaber Alexander Lukaschenko erneut mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen.

18.02.2021 - 15:13:03

Putin will erneut belarussischen Präsidenten Lukaschenko treffen. Die Unterredung sei für die kommende Woche geplant, sagte Lukaschenko am Donnerstag in der Hauptstadt Minsk der Staatsagentur Belta zufolge.

MINSK - Sechs Monate nach Beginn der Massenproteste in Belarus (Weißrussland) will sich der Machthaber Alexander Lukaschenko erneut mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen. Die Unterredung sei für kommenden Montag geplant, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag der Agentur Interfax zufolge in Moskau. "Die Gespräche dürften langwierig werden."

Wo genau das Treffen in Russland sein wird, war zunächst unklar. Zuletzt hatten sich die beiden Politiker Mitte September in der russischen Stadt Sotschi getroffen. Dabei sicherte Putin dem finanziell angeschlagenen Nachbarland einen Milliardenkredit zu.

Diesmal solle es nicht um eine weitere finanzielle Unterstützung gehen, sagte Lukaschenko. "Nein, ich werde nicht dorthin gehen, um um etwas zu bitten." Er plane zudem ein Treffen mit dem Vize-Chef des russischen Sicherheitsrates und früheren Ministerpräsidenten Dmitri Medwedew. Es gebe wichtige Fragen zu besprechen, etwa wie die Verteidigung und Sicherheit des Landes gewährleistet werden könne.

Seit der weithin als gefälscht geltenden Präsidentenwahl am 9. August steckt Belarus in einer innenpolitischen Krise. Es gab Massenproteste mit mehr als 30 000 Festnahmen, Hunderten Verletzten und mehreren Toten. Lukaschenko hatte sich nach 26 Jahren an der Macht mit 80,1 Prozent der Stimmen von der Wahlkommission für eine sechste Amtszeit bestätigen lassen. Die EU erkennt ihn nicht mehr als Präsidenten an. Russland dagegen steht fest an der Seite seines Verbündeten Belarus, drängte Lukaschenko aber immer wieder zu einer Verfassungsreform.

Wegen der Fälschungsvorwürfe und der Polizeigewalt wurden EU-Sanktionen verhängt. Lukaschenko zeigte sich am Donnerstag einmal mehr unbeeindruckt: "Ich bin in der Sowjetunion geboren. (...) Wir können uns komplett bis auf wenige Ausnahmen selbst versorgen", meinte er. Diese Teile könnten dann gemeinsam mit Russland in bis zu fünf Jahren produziert werden.

@ dpa.de

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