Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Regierungen, Deutschland

MINSK - Rund sieben Monate nach der als gefälscht geltenden Präsidentenwahl in Belarus will Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja Verhandlungen mit dem autoritären Machtapparat.

18.03.2021 - 13:39:27

Tichanowskaja will Verhandlungen mit Lukaschenko-Führung. Auf einer eigens eingerichteten Online-Plattform können Belarussen ab sofort für solche Gespräche stimmen, wie Tichanowskaja am Donnerstag sagte. Der Rückhalt für Langzeitmachthaber Alexander Lukaschenko bröckele mittlerweile auch in den eigenen Reihen, erklärte die ins EU-Land Litauen geflüchtete 38-Jährige.

Es sei nun an der Zeit, unter internationaler Vermittlung friedliche Lösungen gemeinsam mit denjenigen Regime-Vertretern zu finden, "die bereit sind, an die Zukunft zu denken und reife Entscheidungen zu treffen". Solche Verhandlungen sollten Straßenproteste im Frühjahr allerdings nicht ersetzen, sondern ergänzen, betonte Tichanowskaja. Das langfristige Ziel der belarussischen Opposition sind Neuwahlen.

Lukaschenko hat Verhandlungen mit seinen Gegnern stets abgelehnt, die er als Unruhestifter diskreditiert. Tichanowskaja ist in ihrer Heimat zur Fahndung ausgeschrieben. Belarus sieht sie als Gefahr für die nationale Sicherheit und forderte kürzlich von Litauen ihre Auslieferung. Litauen lehnte das vehement ab.

Der als "letzter Diktator Europas" kritisierte Lukaschenko hatte sich nach 26 Jahren an der Macht zum Sieger der Wahl am 9. August erklären lassen. Die Demokratiebewegung des Landes sieht allerdings Tichanowskaja als wahre Siegerin. Auch die EU erkennt Lukaschenko nicht mehr als Präsidenten an und verhängte Sanktionen. Nach der Wahl kam es monatelang zu Massenprotesten mit rund 30 000 Festnahmen, Hunderten Verletzten und zahlreichen Toten.

Nach dem Abflauen der Proteste in den Wintermonaten hat die Opposition für das Frühjahr neue Demonstrationen angekündigt. Experten halten es aber für fraglich, ob diese nach der massiven Polizeigewalt im vergangenen Jahr noch einmal vergleichbare Ausmaße annehmen können. Zu Spitzenzeiten waren Hunderttausende gegen Lukaschenko auf die Straße gegangen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Lohnfortzahlung in Quarantäne: über 150 Millionen Euro erstattet. Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter den zuständigen Ämtern der Länder hervor. Demnach wurden bislang mindestens 150 Millionen Euro an die Antragsteller ausgezahlt. BERLIN - Die Bundesländer haben wegen behördlich angeordneter Quarantäne in der Corona-Zeit bislang Verdienstausfälle in insgesamt dreistelliger Millionenhöhe erstattet. (Wirtschaft, 13.04.2021 - 06:03) weiterlesen...

Biden ruft nach Tod von Schwarzem bei Polizeieinsatz zur Ruhe auf. "Friedlicher Protest ist verständlich", sagte Biden am Montag (Ortszeit) im Weißen Haus. Für Gewalt gebe es aber "absolut keine Rechtfertigung". Der Präsident verwies darauf, dass die Ermittlungen zum Tod des 20-jährigen Daunte Wright in Brooklyn Center im Norden der Metropole Minneapolis abgewartet werden müssten. "Die Frage ist, ob es ein Unfall oder Absicht war. Das muss noch geklärt werden." In Minneapolis läuft derzeit der Prozess gegen den Ex-Polizisten Derek Chauvin wegen des gewaltsamen Todes des Afroamerikaners George Floyd im Mai vergangenen Jahres. WASHINGTON - Nach dem Tod eines weiteren Schwarzen bei einem Polizeieinsatz im US-Bundesstaat Minnesota hat US-Präsident Joe Biden zur Ruhe aufgerufen. (Wirtschaft, 13.04.2021 - 06:00) weiterlesen...

Transatlantik-Koordinator dringt auf Ende des Pipeline-Streits. "Nord Stream 2 behindert den Neustart der deutsch-amerikanischen Beziehungen", sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Ein Moratorium, also ein vorübergehender Baustopp für die fast fertiggestellte Trasse, könnte ein Fenster für Gespräche zur Lösung des Konflikts öffnen. BERLIN - Vor den Gesprächen von US-Verteidigungsminister Lloyd Austin in Berlin hat der Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, Peter Beyer, eine schnelle Beilegung des Streits um die Gas-Pipeline Nord Stream 2 angemahnt. (Wirtschaft, 13.04.2021 - 06:00) weiterlesen...

Studien: Britische Variante nicht tödlicher - aber höhere Viruslast. Zu diesem Schluss kommen Forscher in zwei separaten Studien, die am Dienstag in den Fachmagazinen "The Lancet Infectious Diseases" und "The Lancet Public Health" veröffentlicht wurden. Zuvor hatte es teilweise die Annahme gegeben, die Variante B.1.1.7 sei nicht nur leichter übertragbar als die in Wuhan entdeckte Wildform des Virus, sondern könne auch zu einer höheren Sterblichkeit unter den Patienten führen. LONDON - Die zunächst in Großbritannien entdeckte Corona-Variante B.1.1.7 ist aktuellen Studien zufolge ansteckender als die ursprüngliche Form, allerdings nicht tödlicher. (Wirtschaft, 13.04.2021 - 05:56) weiterlesen...

Verband: Impfstoffe können schnell auf Mutanten angepasst werden. "Für die Entwicklung müssen wir zirka sechs bis acht Wochen rechnen", erklärte die Präsidentin des Österreichischen Verbands der Impfstoffhersteller, Renée Gallo-Daniel, der dpa. Zunächst prüften die Hersteller aber, ob die vorliegenden Impfstoffe gegen die Mutanten wirksam oder zumindest teilweise wirksam sind. BERLIN/WIEN - Corona-Impfstoffe können nach Angaben einer Expertin recht schnell auf mutierte Virustypen angepasst werden. (Boerse, 13.04.2021 - 05:54) weiterlesen...

Umwelthilfe will gegen Weiterbau von Nord Stream 2 klagen. Die Klage soll sich gegen die Genehmigung der Bauarbeiten durch das zuständige Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) richten, wie die DUH am Dienstag mitteilte. Demnach würden Klima- und Umweltargumente bei dem Bau der Pipeline ignoriert. BERLIN/HAMBURG - Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) will nach eigenen Angaben am Dienstag eine Klage gegen den Weiterbau der umstrittenen Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 beim Hamburger Verwaltungsgericht einreichen. (Wirtschaft, 13.04.2021 - 05:54) weiterlesen...