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Regierungen, Commonwealth

MINSK - Polnische Sicherheitskräfte haben an der Grenze zu Belarus Wasserwerfer gegen die Migranten eingesetzt, die seit Montag am Übergang Kuznica-Brusgi auf der belarussischen Seite ausharren.

16.11.2021 - 13:19:30

Polen setzt Wasserwerfer gegen Migranten an Grenze zu Belarus ein. Sowohl des belarussische Staatsfernsehen als auch das polnische Verteidigungsministerium zeigten den Einsatz am Dienstag in verschiedenen Videosequenzen.

Das Ministerium in Warschau sprach von einem "Angriff der Migranten" am Grenzübergang Kuznica. Die Menschen seien von der belarussischen Seite mit Knallgranaten und Tränengas ausgestattet worden, sagte ein Sprecher der polnischen Polizei. Sie hätten die Beamten auch mit Steinen beworfen. Die Situation sei mittlerweile unter Kontrolle.

"Unsere Soldaten und Beamten haben ihre Aufgabe perfekt ausgeführt. Die erste Welle der Angriffe auf die Grenze wurde gestoppt", schrieb der Sprecher des Koordinators der Geheimdienste, Stanislaw Zaryn, auf Twitter.

In den belarussischen Aufnahmen war ebenfalls zu sehen, wie Migranten Steine auf die polnischen Sicherheitskräfte warfen. Unbestätigten Berichten zufolge soll von polnischer Seite auch Tränengas eingesetzt worden sein. Polen lässt keine Medien für eine Berichterstattung aus der Grenzregion zu.

Nach Darstellung des belarussischen Machthabers Alexander Lukaschenko sind in einem "Migrantenlager" mehr als 2000 Menschen, die dort seit Tagen ausharren. Auf den Videos waren auch weinende Kinder zu sehen. Lukaschenko kündigte nach seinem Telefonat mit Kanzlerin Angela Merkel an, dass er ein weiteres Gespräch mit ihr erwarte. Auch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, der eine Vermittlung in dem Konflikt angeboten hatte, stehe ein Gespräch an, sagte Lukaschenko.

Viele der Migranten sind aus dem Irak. Die zuständige Botschaft des Landes in Moskau teilte der Agentur Interfax zufolge mit, dass etwa 200 Menschen von Belarus nun in ihre Heimat zurückkehren wollten. Darunter seien Familien, Frauen und Kinder, hieß es. Ein "Evakuierungsflug" aus Minsk werden für diesen Donnerstag organisiert.

@ dpa.de

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