Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Regierungen, Russland

MINSK - Nach der Amtseinf√ľhrung des umstrittenen Staatschefs Alexander Lukaschenko in Belarus (Wei√ürussland) sind Tausende Menschen auf die Stra√üe gegangen.

24.09.2020 - 05:59:01

Proteste und brutale Festnahmen nach Amtseinf√ľhrung von Lukaschenko. Die Sicherheitskr√§fte positionierten sich am Mittwochabend auf den zentralen Pl√§tzen und versuchten die Menschen zur√ľckzudr√§ngen und Gruppen auseinanderzutreiben. Besonders im Zentrum der Hauptstadt Minsk kam es zahlreichen Festnahmen, die Einsatzkr√§fte gingen brutal vor.

Das Menschenrechtszentrum Wesna sprach von Festnahmen in Minsk, Brest, Gomel und anderen Städten im ganzen Land - es soll mehr als 150 gegeben haben. Offizielle Zahlen der Behörden gab es zunächst nicht.

Die Polizei setzte Wasserwerfer ein und verfolgte die Menschen auf den Stra√üen. Es gab auch Verletzte, die von anderen Demonstranten versorgt wurden. Menschen von vor Ort erz√§hlten, dass sie Sch√ľsse in Minsk geh√∂rt h√§tten. Berichten zufolge verwendeten die Sicherheitskr√§fte zudem Tr√§nengas. Das dementierten die Beh√∂rden jedoch. Sie h√§tten die Lage unter Kontrolle, meldete die Staatsagentur Belta.

Die Menschen schwenkten die historischen weiß-roten Landesfahnen und skandierten "Hau ab" und "Schande". Autos reihten sich auf den zentralen Straßen und hupten aus Solidarität. Es gab lange Staus. Viele Demonstranten blockierten die Straßen. Auf einem Video war zu sehen, wie ein einzelner Mann mit einer Fahne in den Händen einem Wasserwerfer nachrannte.

Die Beh√∂rden gingen Beobachtern zufolge restriktiver als zuletzt gegen die Demonstranten vor. Besonders in den Tagen unmittelbar nach der Pr√§sidentenwahl am 9. August setzten die Sicherheitskr√§fte Gewalt ein und lie√üen zeitweise rund 7000 Menschen einsperren. Das sorgte international f√ľr Entsetzen und trieb in Belarus die Menschen weiter auf die Stra√üe. Die Demokratiebewegung fordert den R√ľcktritt Lukaschenkos, Neuwahlen und die Freilassung politischer Gefangener. Er lehnt jedoch einen Dialog mit der Bewegung ab.

Lukaschenko war am Mittwochvormittag mehr als sechs Wochen nach der umstrittenen Wahl unter Ausschluss der √Ėffentlichkeit vereidigt worden. Die Wahl wird wegen massiver F√§lschungsvorw√ľrfe von keinem EU-Staat anerkannt. Nach dem offiziellen Ergebnis soll der 66-j√§hrige Staatschef der Ex-Sowjetrepublik nach 26 Jahren an der Macht mit 80,1 Prozent der Stimmen wiedergew√§hlt worden sein. Die Opposition sind Swetlana Tichanowskaja als Siegerin der Abstimmung an.

Die EU und auch Deutschland hatten Lukaschenko nicht als legitimen Pr√§sidenten anerkannt. Auch das Nachbarland Ukraine reagierte auf die √ľberraschende Amtseinf√ľhrung von Lukaschenko entsprechend. Kiew mische sich nicht in interne Angelegenheiten Minsks ein, hie√ü es. Jedoch erkl√§rte Au√üenminister Dmitri Kuleba auf Twitter: "Im Hinblick auf den Wahlkampf in Belarus und die weiteren Vorg√§nge, bedeutet die heutige "Amtseinf√ľhrung" nicht die Anerkennung der Legitimit√§t Lukaschenkos." Ob die Ukraine weitere Schritte unternehmen werde, teilte Kuleba nicht mit.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Zwist zwischen Ankara und Athen um Grenzen bei Seenotrettung. Ankara erzeuge damit "Konfusion und setzt Menschenleben Gefahren aus", erkl√§rte das griechische Au√üenministerium am Sonntag. Die T√ľrkei verteidigte die Ausweitung. ATHEN/ISTANBUL - Die T√ľrkei hat mit der Ausweitung von Seenotrettungsgebieten im Mittelmeer f√ľr neuerliche Spannungen mit dem Nachbarn und Nato-Verb√ľndeten Griechenland gesorgt. (Wirtschaft, 19.10.2020 - 17:34) weiterlesen...

Gesch√§ftsf√ľhrende US-Botschafterin f√ľr Nord-Stream-Moratorium. "Ein Moratorium zu Nord Stream 2 w√§re ein starkes Signal, dass Deutschland die Aggression Russlands nicht widerstandslos hinnimmt", sagte Quinville dem Nachrichtenportal "The Pioneer" (Dienstag). BERLIN - Die gesch√§ftsf√ľhrende Botschafterin der USA in Deutschland, Robin Quinville, hat sich f√ľr einen vor√ľbergehenden Baustopp der Gas-Pipeline Nord Stream 2 ausgesprochen. (Boerse, 19.10.2020 - 17:25) weiterlesen...

ROUNDUP/Gro√üst√§dte nehmen Hilfe an:¬†Soldaten unterst√ľtzen Gesundheits√§mter. Die Soldaten helfen unter anderem in Gesundheits√§mtern dabei, die Infektionsketten nachzuvollziehen. Fast jede der Gro√üst√§dte hat den kritischen Wert von 50 bei der Sieben-Tage-Inzidenz mittlerweile √ľberschritten. BERLIN - Zehn Tage nach dem Krisentreffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den B√ľrgermeistern der elf gr√∂√üten St√§dte haben mehrere Gro√üst√§dte Hilfe der Bundeswehr in Anspruch genommen. (Boerse, 19.10.2020 - 16:48) weiterlesen...

Corona-Warn-App startet l√§nder√ľbergreifende Risiko-Ermittlung. Am Montagmittag erschien wie angek√ľndigt das Update auf die Version 1.5 in den App-Stores von Google und Apple . Damit k√∂nnen bei der Risiko-Ermittlung jetzt auch Kontakte mit Nutzern der offiziellen Corona-Apps anderer L√§nder ermittelt werden. BERLIN - Die Corona-Warn-App des Bundes kann nun auch l√§nder√ľbergreifend √ľber eine m√∂glicherweise gef√§hrliche Begegnung mit Corona-Infizierten warnen. (Boerse, 19.10.2020 - 16:10) weiterlesen...

WDH/ROUNDUP/S√∂der: Praktisch 'Lockdown' f√ľr Berchtesgadener Land (Der Landkreis hei√üt Berchtesgadener Land) (Wirtschaft, 19.10.2020 - 15:38) weiterlesen...

Kein Bus- und Stra√üenbahnverkehr in vielen NRW-St√§dten. Insgesamt h√§tten knapp 8000 Besch√§ftigte die Arbeit niedergelegt, berichtete die Gewerkschaft Verdi am Montag. F√ľr Dienstag k√ľndigte sie noch mehr Warnstreiks im Nahverkehr des Bundeslandes an. D√úSSELDORF - In vielen St√§dten in Nordrhein-Westfalen hat ein Warnstreik der Besch√§ftigen des √Ėffentlichen Nahverkehrs am Montag daf√ľr gesorgt, dass Busse und Bahnen in den Depots blieben. (Boerse, 19.10.2020 - 15:26) weiterlesen...