USA, Volkswirtschaft

MINNEAPOLIS - Trotz Anzeichen einer Rezession sollte die US-Notenbank Fed einem Mitglied zufolge weiter beherzt gegen die Inflation vorgehen.

24.08.2022 - 10:17:29

Fed-Mitglied Kashkari trotz schwacher Konjunkturdaten für straffe Geldpolitik. "In vielerlei Hinsicht haben wir maximale Beschäftigung, aber eine sehr hohe Inflation", sagte Neel Kashkari, Präsident der regionalen Notenbank in Minneapolis, in der Nacht zu Mittwoch.

Kashkaris Aussagen folgten auf die Veröffentlichung von unerwartet schwachen Konjunkturdaten, die auf eine Rezession in den USA hindeuten. Am Dienstag war bekannt geworden, dass sich die Stimmung im Dienstleistungssektor im August deutlich verschlechtert hat, wie aus dem Einkaufsmanagerindex von S&P Global hervorging. Das Barometer trübte sich deutlich stärker ein als von Experten erwartet und liegt mit 44,1 Punkten klar unter der Expansionsschwelle von 50 Zählern. Werte unter der Marke deuten auf ein Schrumpfen der wirtschaftlichen Aktivität hin.

Die schwachen Konjunkturdaten begrenzen die Möglichkeiten der Fed, mit kräftigen Zinserhöhungen gegen die hohe Inflation in den USA vorzugehen. Im Juli lag die amerikanische Inflationsrate bei 8,5 Prozent, nachdem sie im Monat zuvor bei 9,1 Prozent den höchsten Wert seit über 40 Jahren erreicht hatte.

Kashkari galt unter den US-Notenbänkern lange Zeit als Befürworter einer lockeren Geldpolitik, ehe er in den vergangenen Monaten in das Lager der geldpolitischen Falken wechselte, die sich für deutliche Zinserhöhungen im Kampf gegen die hohe Inflation aussprechen.

Wenn die Inflation acht oder neun Prozent betrage, bestehe die Gefahr, dass die Inflation außer Kontrolle geraten könnte, warnte Kashkari in der Nacht zu Mittwoch. Dies würde die Notenbank dann zu einem "sehr aggressiven Vorgehen" zwingen.

Der nächste Zinsentscheid der Fed wird am 21. September erwartet.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Aktien New York Schluss: Talfahrt hält an - Konjunktursorgen belasten weiterhin. Der US-Leitindex lugte nur einmal kurz in die Gewinnzone hinein, bevor die Stimmung wieder kippte. Damit blieb die Nervosität an den Börsen hoch. Neue Aussagen von Notenbankern schürten die Furcht der Anleger vor weiteren deutlichen Zinsschritten der Fed im Kampf gegen die hohe Inflation und vor einem damit einhergehenden Konjunktureinbruch. Am Anleihenmarkt hielt der Renditeauftrieb ab, was entsprechend für Verunsicherung sorgte. NEW YORK - Der Dow Jones Industrial hat am Montag seine jüngsten Verluste ausgeweitet. (Boerse, 26.09.2022 - 22:49) weiterlesen...

US-Anleihen: Renditeauftrieb hält an. Am Montag rentierten zehnjährige Staatsanleihen zu Handelsbeginn mit 3,76 Prozent. Damit bewegt sich der Zins in der Nähe des am Freitag markierten 12-jährigen Höchststands von rund 3,8 Prozent. Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) fiel zum Start um 0,40 Prozent auf 112,17 Punkte. NEW YORK - Der Zinsauftrieb am US-Anleihemarkt hält an. (Sonstige, 26.09.2022 - 21:40) weiterlesen...

Aktien New York: Dow dreht in die Verlustzone - Konjunktursorgen weiter dominant. Nach dem Kurseinbruch in der Vorwoche blieb die Nervosität hoch. Neue Aussagen von Notenbankern schürten die Furcht der Anleger vor weiteren deutlichen Zinsschritten der US-Notenbank im Kampf gegen die hohe Inflation und vor einem damit einhergehenden Konjunktureinbruch. NEW YORK - Die US-Börsen sind am Montag nach einer anfänglichen Stabilisierung teils recht deutlich ins Minus gerutscht. (Boerse, 26.09.2022 - 20:28) weiterlesen...

Biden empfängt Macron im Dezember zu Staatsbesuch in Washington. WASHINGTON - US-Präsident Joe Biden wird Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron zu einem Staatsbesuch im Weißen Haus empfangen. Macron und seine Ehefrau Brigitte würden am 1. Dezember in Washington erwartet, kündigte Bidens Sprecherin Karine Jean-Pierre am Montag an. Macron sei der erste ausländische Gast, für den Biden seit Beginn seiner Amtszeit einen offiziellen Staatsbesuch abhalte. In der Vergangenheit habe es in erster Linie wegen Covid Arbeitsbesuche von Staats- und Regierungschef gegeben. "Er wird die tiefe und dauerhafte Beziehung zwischen den Vereinigten Staaten und Frankreich, unserem ältesten Verbündeten, unterstreichen", sagte Jean-Pierre weiter. Biden empfängt Macron im Dezember zu Staatsbesuch in Washington (Wirtschaft, 26.09.2022 - 20:23) weiterlesen...

WOCHENVORSCHAU: Termine bis 10. Oktober 2022. FRANKFURT - Wirtschafts- und Finanztermine bis Montag, den 10. Oktober WOCHENVORSCHAU: Termine bis 10. Oktober 2022 (Boerse, 26.09.2022 - 17:38) weiterlesen...

TAGESVORSCHAU: Termine am 27. September 2022. FRANKFURT - Wirtschafts- und Finanztermine am Dienstag, den 27. September TAGESVORSCHAU: Termine am 27. September 2022 (Boerse, 26.09.2022 - 17:38) weiterlesen...