Indikatoren, USA

MICHIGAN - In den USA ist das Konsumklima im Dezember stärker gestiegen als erwartet.

23.12.2021 - 16:42:29

USA: Michigan-Konsumklima steigt stärker als erwartet. Der von der Universität Michigan erhobene Index für die Verbraucherstimmung legte im Vergleich zum Vormonat um 3,2 Punkte auf 70,6 Punkte zu, wie die Universität am Donnerstag nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit einer Bestätigung der Erstschätzung erwartet, die einen Wert von 70,4 Punkte ergeben hatte. Im November war der Indikator mit 67,4 Punkten auf den niedrigsten Stand seit zehn Jahren gefallen.

Die Beurteilung der aktuellen Lage und die künftigen Erwartungen der befragten Konsumente verbesserten sich. Besonders deutlich legten die Erwartungen zu.

Die Ausbreitung der Omikron-Variante spielte bei den Daten noch keine Rolle. "Es wurden zu wenige Interviews geführt, um die Auswirkungen der raschen Verbreitung der Omikron-Variante in den USA zu erfassen", sagte Richard Curtin, Leiter der Umfrage. "Das Vertrauen und die Ausgabeneigung werden im Januar wahrscheinlich gedämpft, aber es ist zu früh, um die Auswirkungen von Omikron zu erkennen."

Die Verbraucher erwarten, dass die Inflation im nächsten Jahr um 4,8 Prozent steigen wird. Auf Sicht von den nächsten 5 bis 10 Jahren erwarten sie eine Jahresrate von 2,9 Prozent. Beide Werte liegen unter ihrem Vormonatswert. Die US-Notenbank Fed strebt eine Rate von zwei Prozent an.

Der Indikator der Uni Michigan ist ein Maß für das Kaufverhalten der amerikanischen Verbraucher. Er basiert auf einer telefonischen Umfrage unter rund 500 Haushalten. Abgefragt werden die finanzielle und wirtschaftliche Lagebeurteilung sowie die entsprechenden Erwartungen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

USA: Baugenehmigungen und Baubeginne steigen weiter. So stieg die Zahl der neu begonnenen Wohnungsbauten im Vergleich zum Vormonat nur um 1,4 Prozent, wie das Handelsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Im Vormonat betrug das Wachstum noch 8,1 Prozent. Analysten hatten für Dezember im Schnitt einen Rückgang erwartet. WASHINGTON - Der US-Immobilienmarkt ist im Dezember auf Wachstumskurs geblieben. (Wirtschaft, 19.01.2022 - 15:05) weiterlesen...

Preise steigen weiter - Bauzinsen dürften zulegen. In den acht größten deutschen Städten zeichnet sich keine Trendwende ab, wie Vertreter der jeweiligen amtlichen Gutachterausschüsse am Dienstagabend schilderten. "Die Party geht weiter", sagte der Berliner Ausschussvorsitzende Reiner Rössler. Von Preisanstiegen berichteten auch Vertreter aus Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart und Leipzig. BERLIN - Wer in den Metropolen eine Wohnung oder ein Haus sucht, muss sich nach Einschätzung von Experten auf weiter anziehende Preise einstellen. (Wirtschaft, 19.01.2022 - 14:19) weiterlesen...

ILO: Mehr als eine halbe Million Arbeitsplätze in Afghanistan weg. Das geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) hervor. Die dem Regierungswechsel folgende Krise habe die Wirtschaft gelähmt und weiter verheerende Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Man schätze, dass die Zahl der verlorenen Arbeitsplätze bis Mitte 2022 auf 900 000 anwachsen könnten. KABUL - In Afghanistan sind seit der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban im August 2021 mehr als eine halbe Million Arbeitsplätze verloren gegangen. (Wirtschaft, 19.01.2022 - 11:37) weiterlesen...

Eurozone: Leistungsbilanz wieder mit höherem Überschuss. Der Überschuss sei von rund 19 Milliarden Euro im Vormonat auf rund 24 Milliarden Euro gestiegen, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Mittwoch in Frankfurt mit. Ausschlaggebend für die Entwicklung war vor allem ein höherer Überschuss in der Dienstleistungsbilanz. Die Salden der Handelsbilanz und der Einkommensbilanzen änderten sich dagegen nur wenig. FRANKFURT - Die Leistungsbilanz der Eurozone hat im November wieder einen höheren Überschuss ausgewiesen. (Wirtschaft, 19.01.2022 - 10:45) weiterlesen...

Britische Inflation erreicht 30-Jahreshoch. Im Dezember stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,4 Prozent, wie das nationale Statistikamt ONS am Mittwoch in London mitteilte. Das ist die höchste Rate seit Beginn der Erhebung im Jahr 1997. In den Jahren zuvor war die Rate letztmalig im Jahr 1992 höher gewesen, wie sich aus Modellrechnungen des ONS ergibt. Die Erwartungen von Analysten, die mit 5,2 Prozent gerechnet hatten, wurden übertroffen. LONDON - Der Preisauftrieb in Großbritannien wird immer stärker. (Wirtschaft, 19.01.2022 - 08:33) weiterlesen...

Deutschland: Jahresinflation bei mehr als 3 Prozent - Höchster Stand seit 1993. Nach einem weiteren Preisschub im Dezember kletterte die Inflation nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahresschnitt auf 3,1 Prozent. Die Wiesbadener Behörde bestätigte damit am Mittwoch eine erste Schätzung. Eine höhere Rate war zuletzt 1993 mit 4,5 Prozent gemessen worden. Im Corona-Krisenjahr 2020 lag die Jahresteuerung bei 0,5 Prozent. WIESBADEN - Ein sprunghafter Anstieg der Verbraucherpreise hat die Budgets der Menschen in Deutschland im vergangenen Jahr belastet. (Wirtschaft, 19.01.2022 - 08:25) weiterlesen...