Regierungen, USA

MEXIKO-STADT - Trotz der Kritik aus Washington wollen Kanada und Mexiko das Nordamerikanischen Freihandelsabkommen (Nafta) mit den USA verteidigen.

13.10.2017 - 18:16:25

Kanada und Mexiko wollen an Freihandelsabkommen Nafta festhalten. "Unsere Volkswirtschaften sind eng miteinander verbunden. Wir haben eine gemeinsame Vision von einer besseren Zukunft für alle", sagte der kanadische Premiermister Justin Trudeau am Freitag im Senat in Mexiko-Stadt.

Nafta ist das größte Freihandelsabkommen der Welt. Der Binnenmarkt von USA, Kanada und Mexiko umfasst 460 Millionen Menschen und verfügt über eine gemeinsame Wirtschaftsleistung von umgerechnet rund 16,8 Billionen Euro. Der trilaterale Handel hat sich seit Inkrafttreten des Abkommens auf rund 930 Milliarden Euro vervierfacht.

Der Vertrag muss auf Druck der USA nachverhandelt werden, weil Präsident Trump sein Land benachteiligt sieht. Ihm sind vor allem das hohe Handelsdefizit gegenüber Mexiko und in Mexiko produzierende US-Unternehmen ein Dorn im Auge.

Dagegen sagte Trudeau, der freie Handel in Nordamerika in den vergangenen 20 Jahren habe allen genutzt. "Nafta hat zu der Schaffung Tausender Arbeitsplätze beigetragen und wir wollen Wege finden, das Abkommen zu modernisieren", sagte der Premier am Donnerstag nach einem Treffen mit Mexikos Präsidenten Enrique Peña Nieto.

Am Mittwoch hatte die vierte Runde der Neuverhandlung des Vertrags in Washington begonnen. Während sich die Unterhändler in einigen Bereichen offenbar schon näher gekommen sind, kommen nun die kontroverseren Themen wie Arbeitsrecht und Löhne auf den Tisch.

US-Präsident Donald Trump hatte bei einem Treffen mit Trudeau gesagt, sollte es nicht gelingen, Nafta zu modernisieren, werde er das Abkommen aufkündigen und bilaterale Handelsverträge schließen. "Die Haltung von Mexiko ist ganz klar. Das Abkommen sollte aktualisiert werden, um ein Werkzeug zu werden, das der Entwicklung nützt", sagte Peña Nieto.

Laut Medienberichten will die US-Regierung den verpflichtenden Anteil von in den Vereinigten Staaten gefertigten Fahrzeugteilen erhöhen und eine Klausel einführen, nach der Nafta in fünf Jahren ausläuft, wenn bis dann keine Einigung über eine Modernisierung des Vertrags erzielt wurde. Kanada und Mexiko sind dagegen.

"Die Vorschläge liegen jetzt auf dem Tisch. Wir wussten, dass es schwierig werden würde, aber es könnte schlimmer sein", sagte der mexikanische Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo am Freitag im Fernsehsender Televisa. Sein kanadischer Kollege François-Philippe Champagne sagte: "Für uns hat es Priorität, das Abkommen zu schützen."

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Gebührendebatte in der Schweiz verläuft extrem. BERLIN - Die Auseinandersetzung um die Rundfunkgebühr in der Schweiz ist nach Ansicht der Zeitungsverleger in Deutschland kein Vorbild. "Die Diskussion in der Schweiz verläuft nach unserem Eindruck sehr extrem - bis hin zu einer faktischen Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks", erklärte eine Sprecherin des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV). Der Verband rechnet damit, dass der Volksentscheid am 4. März Auswirkungen auf Deutschland haben wird - egal wie er ausgeht. "Es wird ja schon jetzt auch in Deutschland eine Diskussion über die Fragen der Struktur, der Kosten und des Auftrags der Rundfunkanstalten geführt." Gebührendebatte in der Schweiz verläuft extrem (Boerse, 24.02.2018 - 14:02) weiterlesen...

Verlegerverband: Diskussion in der Schweiz verläuft sehr extrem. BERLIN - Der Streit um die Rundfunkgebühr in der Schweiz ist nach Ansicht der Zeitungsverleger in Deutschland kein Vorbild. "Die Diskussion in der Schweiz verläuft nach unserem Eindruck sehr extrem - bis hin zu einer faktischen Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks", erklärte eine Sprecherin des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV). Es sei allerdings damit zu rechnen, dass der Volksentscheid am 4. März Auswirkungen auf Deutschland haben werde. "Es wird ja schon jetzt auch in Deutschland eine Diskussion über die Fragen der Struktur, der Kosten und des Auftrags der Rundfunkanstalten geführt." Verlegerverband: Diskussion in der Schweiz verläuft sehr extrem (Boerse, 24.02.2018 - 13:37) weiterlesen...

DGB-Chef verlangt mehr Schutz und Respekt für Betriebsräte. Sie müssten früher und besser vor Kündigung und Schikanen gesetzlich geschützt werden, sagte der Gewerkschafter der Deutschen Presse-Agentur. Gegen Arbeitgeber, die Betriebsratsarbeit behinderten, müsse entschiedener vorgegangen werden. BERLIN/FRANKFURT - Unmittelbar vor Beginn der Betriebsratswahlen in mehr als 28 000 Unternehmen hat DGB-Chef Reiner Hoffmann einen besseren rechtlichen Schutz der Arbeitnehmervertreter gefordert. (Wirtschaft, 24.02.2018 - 13:33) weiterlesen...

Handelskriege können 'jederzeit passieren'. "Wir müssen ständig die Möglichkeit eines Handelskriegs in Erwägung ziehen, so etwas kann jederzeit passieren", sagte Roberto Azevêdo der Deutschen Presse-Agentur in Genf. "Es genügt schon, dass ein WTO-Mitglied Maßnahmen ergreift, die ein anderes Mitglied als ungerechtfertigt erachtet und auf die es reagiert. GENF - Die jüngsten US-Strafzölle und die Beschwerden dagegen unter anderem aus China erhöhen nach Einschätzung der Welthandelsorganisation WTO die Gefahr eines Handelskriegs. (Boerse, 24.02.2018 - 13:32) weiterlesen...

Presse: Schwerbehinderte finden selten reguläre Beschäftigung. Von den bis dahin Erwerbslosen mit schwerer Behinderung, die im vergangenen Jahr nicht mehr als arbeitslos registriert waren, habe nur jeder Sechste eine Beschäftigung erhalten, berichtete die "Saarbrücker Zeitung" (Samstag) unter Berufung auf Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA). In der Vergleichsgruppe der Arbeitslosen ohne Behinderung sei dies immerhin gut jedem vierten Betroffenen gelungen. NÜRNBERG - Trotz der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt finden schwerbehinderte Arbeitslose laut einem Zeitungsbericht weiter nur selten einen regulären Job. (Wirtschaft, 24.02.2018 - 13:23) weiterlesen...

Baden-Württemberg: Ratingagenturen bestätigen Bestnoten für Kreditwürdigkeit. Sowohl die Ratingagentur Standard & Poor's (Note AAA) als auch Moody's (Note Aaa) bestätigten nun ihre zuletzt vorgenommenen Einschätzungen, wie das Ministerium per Pressemitteilung am Samstag in Stuttgart wissen ließ. Auch beim Ausblick waren sich die Agenturen einig: Er wurde als stabil eingestuft. Als Gründe für die Bewertung gaben Standard & Poor's wie Moody's die vorausschauende Haushaltspolitik des Landes und die positive wirtschaftliche Entwicklung an. Beide Ratingagenturen gehen davon aus, dass Baden-Württemberg die Schuldenbremse ab 2020 einhalten wird. STUTTGART - Die Kreditwürdigkeit des Landes Baden-Württemberg ist nach Auskunft des Finanzministeriums gleich zwei Mal mit der Bestnote "triple A" bewertet worden. (Wirtschaft, 24.02.2018 - 13:17) weiterlesen...