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Regierungen, Mexiko

MEXIKO-STADT - Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador hat einen Zusammenschluss der Länder Amerikas nach europäischem Vorbild vorgeschlagen.

19.09.2021 - 14:43:30

Mexiko schlägt eine Art Europäische Gemeinschaft für Amerika vor. Zur Eröffnung eines Gipfels der Gemeinschaft lateinamerikanischer und karibischer Staaten (Celac) in Mexiko-Stadt sagte der Gastgeber, mit der Celac könne eine Art Europäische Gemeinschaft in Amerika entstehen. Für ein solches Bündnis nach dem Vorbild der Vorgängerin der Europäischen Union schlug er ein Wirtschafts- und Handelsabkommen mit den USA und Kanada vor.

Vertreter von mehr als 30 Ländern, darunter zahlreiche Staats- und Regierungschefs, waren zu dem Gipfel nach Mexiko gekommen. Anwesend war auch der EU-Ratspräsident Charles Michel. UN-Generalsekretär Antonio Guterres und der chinesische Staatschef Xi Jinping schickten Videobotschaften. Es fehlten allerdings die Präsidenten der Länder, die zusammen mit Mexiko die fünf größten Volkswirtschaften der Region bilden: Brasilien, Argentinien, Chile und Kolumbien. Bis auf Argentinien werden diese Länder von konservativen oder rechten Politikern regiert.

Der Präsident des nordamerikanischen Mexiko, López Obrador, ist ein Populist, der sich links gibt. Manche linksgerichtete Regierungen der Region betrachten die in Washington beheimatete Organisation Amerikanische Staaten (OAS) als zu USA-nah. Sie könnten die Celac als Alternative aufzubauen versuchen.

Es kam auch zu Spannungen - etwa nachdem der paraguayische Präsident Mario Abdo erklärte, die autoritäre Regierung von Nicolás Maduro in Venezuela nicht anzuerkennen. Maduro rief, seine Regierung erkenne ebensowenig die von Abdo an. Der Präsident Uruguays, Luis Lacalle Pou, kritisierte die Menschenrechtslage in Kuba scharf und zitierte dabei aus dem Lied "Patria y Vida", das zuletzt bei Demonstrationen gegen die Regierung in dem Karibikstaat gesungen wurde. Sein Amtskollege habe einen schlechten Musikgeschmack, der Song sei eine Lüge, schoss der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel zurück.

@ dpa.de

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