Italien, Deutschland

Merkel lobt May-Angebot zum Brexit

23.06.2017 - 05:39:23

BRÜSSEL - Großbritannien hat ein erstes konkretes Angebot für die Brexit-Verhandlungen vorgelegt und damit Anklang bei Bundeskanzlerin Angela Merkel gefunden. Nach dem britischen Vorschlag sollen alle 3,2 Millionen EU-Bürger im Vereinigten Königreich eine Chance auf ein dauerhaftes Bleiberecht bekommen. Das sei ein "guter Anfang", sagte Merkel beim EU-Gipfel in Brüssel. Das Treffen der Staats- und Regierungschefs geht am Freitag mit Beratungen über Wirtschaft, Handel und Migrationspolitik weiter.

Die britische Premierministerin Theresa May hatten den Staats- und Regierungschefs der verbleibenden EU-Staaten am Donnerstagabend vorgeschlagen, wie nach dem Brexit die Rechte der EU-Bürger in Großbritannien gesichert werden könnten. Wer derzeit rechtmäßig im Vereinigten Königreich lebt, soll demnach nicht gezwungen werden, das Land zu verlassen. Das Angebot ist Teil der Brexit-Verhandlungen, die Anfang der Woche offiziell begonnen hatten und Ende März 2019 zum Austritt Großbritanniens aus der EU führen sollen.

Merkel betonte, es gebe bei den Verhandlungen noch viele offene Punkte. So seien auch finanzielle Fragen sowie das Verhältnis Großbritanniens zur Republik Irland zu klären. "Wir haben hier noch viel zu tun bis Oktober", sagte sie mit Blick auf den Brexit-Fahrplan.

Dieser sieht vor, dass bis zum Herbst die Bedingungen der Trennung und die finanziellen Pflichten Londons geklärt sind. Anschließend soll es bis Oktober 2018 um Eckpunkte der künftigen Beziehungen gehen.

Österreichs Regierungschef Christian Kern sagte: "Also wir sind jetzt gerade mal an der Startlinie dieses Prozesses - und wissen noch nicht, ob es ein 100-Meter-Lauf wird oder doch ein Marathon.".

Am ersten Gipfeltag hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel und die 27 anderen Staats- und Regierungschefs den Ausbau der militärischen Zusammenarbeit und einen Verteidigungsfonds für gemeinsame Rüstungsprojekte beschlossen.

Zudem wurde geregelt, wie über die künftigen Standorte der EU-Arzneimittelagentur EMA und der Bankenaufsicht EBA entschieden werden soll. Die deutschen Bewerberstädte Bonn und Frankfurt am Main werden demnach erst im November erfahren, ob sie nach dem Brexit eine der aus London abziehenden EU-Behörden beherbergen dürfen.

Die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten beschlossen, dass es im Oktober noch eine politische Diskussion über die Bewerbungen geben soll. Erst danach wird es dann im November bei einem EU-Ministertreffen eine geheime Wahl nach Art des Eurovision Song Contest geben, wie EU-Ratspräsident Donald Tusk mitteilte.

Deutschland bewirbt sich mit Bonn um die EMA und mit Frankfurt um die EBA. Fast jedes andere Land will aber auch für mindestens eine der Agenturen kandidieren. Die Erfolgsaussichten für Deutschland sind deswegen höchst unklar. Zudem soll ein Land nicht beide Agenturen bekommen.

Diejenigen Städte, die sich in dem Standortwettbewerb durchsetzen, dürfen auf erhebliche Zusatzeinnahmen hoffen. Die EMA und EBA richten jährlich Hunderte Konferenzen und Veranstaltungen mit Experten aus aller Welt aus. Zuletzt sorgten beide Agenturen in London für rund 39 000 zusätzliche Hotelübernachtungen pro Jahr.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Devisen: Eurokurs stabilisiert sich nach Talfahrt - Wieder über 1,17 US-Dollar. Nachdem die Gemeinschaftswährung am Mittwoch wegen schwacher europäischer Konjunkturdaten und der Sorgen über den Kurs der neuen italienischen Regierung erstmals seit November unter 1,17 US-Dollar gerutscht war, kostete sie im New Yorker Handel zuletzt 1,1725 Dollar. Damit lag sie knapp unter dem Referenzkurs, den die Europäische Zentralbank (EZB) zuvor auf 1,1728 (Mittwoch: 1,1708) Dollar festgesetzt hatte. NEW YORK - Der Eurokurs hat sich nach seiner jüngsten Talfahrt am Donnerstag etwas stabilisiert. (Boerse, 24.05.2018 - 21:32) weiterlesen...

Eurogruppe sieht Fortschritte in Athen - sanfte Mahnungen an Rom. "Im Juni werden wir uns auf alle nötigen Schritte verständigen, die für einen erfolgreichen Abschluss des Kreditprogramms erfolgreich sind", sagte Eurogruppen-Chef Mario Centeno am Donnerstag nach dem Treffen der Ressortchefs in Brüssel. Von der neuen populistischen Regierung in Rom erhoffen sich die Finanzminister eine konstruktive Zusammenarbeit. BRÜSSEL - Die Euro-Finanzminister sind optimistisch, dass Griechenland im Sommer nach acht Jahren internationaler Hilfskredite finanziell wieder auf eigenen Beinen stehen kann. (Wirtschaft, 24.05.2018 - 21:05) weiterlesen...

Devisen: Eurokurs erholt sich etwas von jüngsten Verlusten. Am späten Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1741 US-Dollar gehandelt, nachdem der Kurs am Morgen noch nahe der Marke von 1,17 Dollar gelegen hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1728 (Mittwoch: 1,1708) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8527 (0,8541) Euro gekostet. FRANKFURT - Der Kurs des Euro hat sich am Donnerstag etwas von seinen jüngsten Verlusten erholt. (Boerse, 24.05.2018 - 16:54) weiterlesen...

EUROSTOXX-FLASH: Verluste nach Trumps Absage an Treffen mit Nordkoreas Kim. Zuletzt notierte der Leitindex der Eurozone 0,88 Prozent im Minus bei 3510,65 Punkten. Begründet wurde die Abwärtsbewegung mit der Nachricht, dass US-Präsident Donald Trump sich nun doch nicht mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un treffen wird. FRANKFURT - Der bis zum frühen Donnerstagnachmittag freundlich tendierende EuroStoxx 50 fiel im späten Handel merklich ab. (Boerse, 24.05.2018 - 16:43) weiterlesen...

Devisen: Eurokurs gestiegen - EZB-Referenzkurs: 1,1728 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1728 (Mittwoch: 1,1708) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8527 (0,8541) Euro. FRANKFURT - Der Kurs des Euro ist am Donnerstag gestiegen. (Boerse, 24.05.2018 - 16:13) weiterlesen...

EU-Wettbewerbshüter und Gazprom einigen sich in jahrelangem Streit. Gazprom müsse fortan eine Reihe von Zusagen erfüllen, mit denen die wettbewerbsrechtlichen Bedenken ausgeräumt würden, teilte die Brüsseler Behörde am Donnerstag mit. Das Unternehmen dürfte damit um eine saftige Milliardenstrafe herumkommen. BRÜSSEL - Die EU-Kommission und Gazprom haben ihren jahrelangen Streit um möglicherweise unfaire Geschäftspraktiken des russischen Konzerns in Osteuropa gütlich beigelegt. (Boerse, 24.05.2018 - 16:05) weiterlesen...