USA, China

MELBOURNE - Der Handelsstreit zwischen den USA und China könnte nach Auffassung der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) vom Waren- auf den Dienstleistungssektor überspringen.

07.08.2018 - 16:23:25

S&P: Handelsstreit zwischen USA und China könnte Dienstleistungen erfassen. "Das liegt daran, dass China kaum noch Raum hat für Vergeltungsmaßnahmen im Warenhandel", teilte S&P am Dienstag in Melbourne mit.

Zurzeit habe China Importzölle auf amerikanische Waren im Wert von 50 Milliarden US-Dollar angekündigt und drohe zudem damit, weitere Güter im Wert von 60 Milliarden Dollar mit Zöllen zu belegen. Zusammen seien das etwa 85 Prozent aller amerikanischen Einfuhren nach China. Demgegenüber hätten die USA gerade mal 50 Prozent aller chinesischen Einfuhren in die USA mit Zöllen belegt oder zumindest damit gedroht, diese zu bezollen.

China könnte sich daher dazu gezwungen sehen, anstatt der Erhebung von Zöllen sogenannte nichttarifäre Maßnahmen zu ergreifen. Diese könnten entweder den Dienstleistungssektor oder Investitionen aus den USA betreffen, meint S&P-Analyst David Tesher.

Da die USA einen Dienstleistungsüberschuss mit China hätten, also mehr Dienstleistungen nach China verkaufen als umgekehrt, würde eine derartige Vergeltungsmaßnahme jene amerikanische Wirtschaftssektoren besonders treffen, die derzeit vom wachsenden chinesischen Binnenmarkt profitieren, prognostiziert Tesher. Angesichts einer derartigen Eskalation würden aber auch das Vertrauen in die chinesische Wirtschaft und deren Wachstumsperspektive leiden.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Peter Thiel warnt vor totalitärer Entwicklung im Silicon Valley Der US-Investor Peter Thiel hat das Silicon Valley verlassen, weil er sich politisch ausgegrenzt fühlt. (Wirtschaft, 18.12.2018 - 14:00) weiterlesen...

Nach Ergebnissprung: VW-Beteiligung Navistar will 2019 noch mehr verdienen. Dabei trat die US-Beteiligung von Volkswagen im Schlussquartal dank guter Nachfrage noch einmal kräftig aufs Gaspedal. Konzernchef Troy Clarke zeigte sich auch für das bereits angelaufene neue Geschäftsjahr zuversichtlich: "Wir erwarten 2019 ein weiteres starkes Jahr für Navistar", sagte er laut Mitteilung vom Dienstag in Lisle. LISLE - Der US-Truckhersteller Navistar hat dank der guten Lkw-Konjunktur im Heimatmarkt im vergangenen Geschäftsjahr kräftig verdient. (Boerse, 18.12.2018 - 13:48) weiterlesen...

Devisen: Euro steigt über 1,14 US-Dollar. Im Hoch kostete die Gemeinschaftswährung 1,1402 Dollar, gegen Mittag lag sie nur wenig darunter. Sie kostete damit gut einen halben Cent mehr als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,1341 Dollar festgesetzt. FRANKFURT - Der Euro ist am Dienstag trotz schwacher Konjunkturdaten aus Deutschland über die Marke von 1,14 US-Dollar gestiegen. (Boerse, 18.12.2018 - 13:10) weiterlesen...

Ölpreise erneut deutlich unter Druck. Am Dienstagmorgen wurde ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zu 57,96 US-Dollar gehandelt. Das waren 1,65 Dollar weniger als am Montag. Die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) kostete erstmals seit September 2017 weniger als 50 Dollar. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte (WTI) fiel um 1,55 Dollar auf 48,35 Dollar. NEW YORK/LONDON - Die Ölpreise sind am Dienstag erneut deutlich unter Druck geraten. (Boerse, 18.12.2018 - 12:23) weiterlesen...

Devisen: Euro steigt trotz schwachem Ifo-Index. Am Vormittag stieg die Gemeinschaftswährung bis auf 1,1378 Dollar. Sie kostete damit knapp einen halben Cent mehr als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,1341 Dollar festgesetzt. FRANKFURT - Der Euro hat am Dienstag von einem schwachen US-Dollar profitiert. (Boerse, 18.12.2018 - 10:57) weiterlesen...

WDH: Amazon könnte Sprach-Mikrowelle auch nach Deutschland bringen. (Ein Tippfehler wurde im ersten Satz des zweiten Absatzes korrigert: Im Befehl heißt es ".. wärme den Reis auf", nicht: ".... aus".) WDH: Amazon könnte Sprach-Mikrowelle auch nach Deutschland bringen (Boerse, 18.12.2018 - 09:36) weiterlesen...