Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Tourismus, Einzelhandel

(mehr Details)

19.07.2021 - 12:27:28

England fast ohne Corona-Regeln

LONDON - Trotz drastisch steigender Corona-Fallzahlen haben die Menschen in England seit Montag wieder deutlich mehr Freiheiten. Tausende Feierwütige begrüßten den sogenannten "Freedom Day" laut Berichten britischer Medien bereits in der Nacht in den Clubs des Landes, die seit mehr als einem Jahr wieder öffnen durften. Die Regierung hat fast alle verpflichtenden Corona-Maßnahmen aufgehoben und appelliert an die Eigenverantwortung der Menschen. Abstand halten und Maske tragen sind in vielen Bereichen fortan Privatsache.

An den Bahnhöfen des Landes zeigte sich BBC-Reportern zufolge am Montagmorgen ein gemischtes Bild: Während viele von ihrer neuen Freiheit Gebrauch machten und maskenlos unterwegs waren, entschieden sich durchaus auch weiter etliche Reisende freiwillig für die Schutzmaßnahme. Wer in London unterwegs ist, muss dies ohnehin auch weiterhin tun: Bürgermeister Sadiq Khan verkündete für die Bahnen und Busse des Netzwerks Transport for London, zu dem auch die berühmte Londoner "Tube" gehört, eine Verlängerung der Maskenpflicht.

Premierminister Boris Johnson, der die Regeln für den größten britischen Landesteil macht, setzt hingegen voll auf die Erfolge der weit fortgeschrittenen Impfkampagne und die Eigenverantwortung der Menschen. Inzwischen haben 88 Prozent der Erwachsenen im Vereinigten Königreich eine erste Impfung erhalten. Knapp 68 Prozent sind bereits zweimal geimpft. Doch Experten warnen, dass die Situation trotz der hohen Impfquote außer Kontrolle geraten könnte. Bereits jetzt werden täglich zum Teil mehr als 50 000 Fälle registriert - beinahe so viele wie zum Höhepunkt der zweiten Welle zum Jahreswechsel.

Doch Experten zweifeln daran, ob der Schutz durch die Impfungen ausreichen wird, um einer großen Infektionswelle standzuhalten. Dem Epidemiologen Neil Ferguson vom Imperial College in London zufolge ist es "beinahe unausweichlich", dass die Zahl der täglichen Neuinfektionen die Marke von 100 000 bald überschreitet. "Die echte Frage ist, ob es sogar doppelt so viel wird, oder sogar noch mehr", sagte Ferguson der BBC am Sonntag. Im schlimmsten Fall, wenn die Zahl der Krankenhauseinweisungen 2000 oder 3000 täglich erreiche, müssten Maßnahmen ergriffen werden, um die Pandemie wieder in den Griff zu kriegen, warnte er.

Das will Johnson eigentlich unbedingt verhindern. Er hatte den Weg seines Landes aus dem Lockdown stets als "vorsichtig aber unumkehrbar" beschrieben. "Bitte, bitte, seien Sie vorsichtig", flehte er die Briten an. Ob er damit noch überzeugen kann, scheint fraglich. Er selbst verbringt den "Freedom Day" - wie auch Finanzminister Rishi Sunak - in Quarantäne, nachdem beide als enge Kontakte des positiv auf Corona getesteten Gesundheitsminister Sajid Javid identifiziert wurden. Die Politiker sorgten für Empörung, als sie kurzzeitig erwogen, sich um die Selbstisolation zu drücken und stattdessen an einem Pilotprojekt teilzunehmen, das vollständig Geimpften tägliche Tests statt Quarantäne ermöglichen soll.

Die Lockerungen gelten nur für den größten britischen Landesteil England, der keine eigene Regierung hat. Die Regionalregierungen von Wales, Schottland und Nordirland sind für ihre Gesundheitspolitik selbst verantwortlich.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Ziel der US-Regierung: 2030 soll Hälfte der Neuwagen elektrisch sein. WASHINGTON - Einem neuen Ziel der US-Regierung zufolge soll die Hälfte aller in den Vereinigten Staaten verkauften Neuwagen ab 2030 weitgehend emissionsfrei fahren. Dazu gehören elektrische Autos, Fahrzeuge mit Hybridantrieb und Autos mit Wasserstoffantrieb, wie das Weiße Haus mitteilte. Präsident Joe Biden wollte noch am Donnerstag (Ortszeit) eine entsprechende Verfügung unterzeichnen. Ziel der US-Regierung: 2030 soll Hälfte der Neuwagen elektrisch sein (Boerse, 05.08.2021 - 16:06) weiterlesen...

Regierung genehmigt große schwäbische Sparkassenfusion. Damit ist der Weg für die neue Großsparkasse "Schwaben-Bodensee" frei, die in Bayern unter die Top 5 aufrücken wird und deutschlandweit etwa auf Rang 20. Damit sind die Versuche von Fusionsgegnern gescheitert, den Zusammenschluss zu verhindern. Laut Regierung sind die Fusionsbeschlüsse rechtlich einwandfrei. AUGSBURG - Schwaben bekommt eine neue Großsparkasse: Die Regierung von Schwaben hat die Fusion der Augsburger Stadtsparkasse mit dem Schwesterinstitut Memmingen-Lindau-Mindelheim genehmigt, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte. (Boerse, 05.08.2021 - 16:06) weiterlesen...

'Cum-Ex'-Skandal: Belgische Finanzbehörde leitet sieben Verfahren ein. Dies bestätigte eine Sprecherin des öffentlichen Dienstes für Finanzen der Deutschen-Presse Agentur am Donnerstag. Laut einem Bericht der Tageszeitung "De Tijd" fordert die Behörde mindestens 45 Millionen Euro zurück. Die rechtlichen Schritte gegen Fonds in New York wurden bereits Ende Juli eingeleitet. Es sei das erste Mal, dass belgische Behörden Verdächtige im Cum-Ex-Skandal belangen. In anderen Ländern - unter anderem Deutschland - haben Behörden längst damit begonnen, die hinterzogenen Gelder zurückzufordern. BRÜSSEL - Belgien hat in den USA sieben Verfahren in Verbindung mit dem "Cum-Ex"-Steuerskandal eingeleitet. (Boerse, 05.08.2021 - 16:00) weiterlesen...

CO2-Preis kostet Deutsche Bahn bis zu 50 Millionen Euro. In diesem Jahr muss sie nach eigener Schätzung 40 bis 50 Millionen Euro dafür aufwenden. Bis 2026 könnte der jährliche Betrag auf 105 bis 135 Millionen Euro steigen, wie der Bahnbeauftragte der Bundesregierung, Enak Ferlemann, in einer Antwort auf eine Anfrage des FDP-Verkehrspolitikers Torsten Herbst mitteilte. BERLIN - Die Deutsche Bahn rechnet mit Mehrkosten in Millionenhöhe durch den neuen CO2-Preis. (Boerse, 05.08.2021 - 15:57) weiterlesen...

USA wollen geimpfte Reisende künftig wieder ins Land lassen. Die USA wollen demnach bei der Einreise künftig von fast allen Ausländern den Nachweis einer vollständigen Corona-Impfung verlangen, wie unter anderem die "New York Times" unter Berufung auf Kreise des Weißen Hauses berichtete. Gleichzeitig sollten dann die Einreisebeschränkungen für Menschen aus Europa und anderen Staaten aufgehoben werden. Offiziell gab es zunächst keine Stellungnahme. Offen blieb auch, wann die Änderungen in Kraft treten könnten. WASHINGTON - Neue Hoffnung auf USA-Trips für Europäer: Die US-Regierung arbeitet Medienberichten zufolge an einem Plan zur Lockerung der geltenden Einreisebeschränkungen - allerdings nur für voll Geimpfte. (Boerse, 05.08.2021 - 15:51) weiterlesen...

Scholz: Kostenlose Corona-Tests wird es bald nicht mehr geben. Für ihn sei klar, dass jetzt, wo sich praktisch jeder und jede impfen lassen könne, bald der Zeitpunkt komme, wo sich nicht mehr jeder kostenlos werde testen lassen können, sagte der frühere Hamburger Bürgermeister am Donnerstag bei einem Wahlkampfbesuch in Hamburg. "Wenn jetzt die nächsten und übernächsten Möglichkeiten zum Impfen nicht genutzt werden", dann dürfe es Tests nicht mehr auf Kosten der Steuerzahler geben, betonte der Vizekanzler. HAMBURG - SPD-Kanzlerkandidat und Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sieht auf absehbare Zeit ein Ende der kostenlosen Corona-Tests. (Wirtschaft, 05.08.2021 - 15:39) weiterlesen...