Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Produktion, Absatz

(Mehr Details)

12.08.2020 - 09:19:03

Erste Interessenten und viel Kritik

BERLIN - Die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen in Deutschland hat den höchsten Wert seit Anfang Mai erreicht. Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1226 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Höher lag der Wert zuletzt am 09. Mai mit 1251 registrierten Neuinfektionen.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war nach den immer noch über 1000 liegenden Werten im Mai in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigt sie wieder.

"Das ist ohne Zweifel besorgniserregend", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im Deutschlandfunk. "Hier sehen wir, dass durch Reiserückkehr, aber eben auch durch Partys aller Art, durch Familienfeiern an ganz vielen Stellen im Land wir eben in fast allen Regionen des Landes kleinere und größere Ausbrüche haben. Und das kann natürlich - wenn wir jetzt nicht alle miteinander aufpassen

- eine Dynamik entfalten." Es gelte, "sehr, sehr wachsam" zu sein,

weil es nicht mehr nur lokale Ausbrüche seien.

Das Gesundheitssystem könne die derzeitigen Infektionszahlen gut bewältigen, sagte Spahn. Aber: "Mit jeder Infektion wird es für die Gesundheitsämter schwieriger." Der Minister appellierte erneut an die Bürger, die Hygieneregeln einzuhalten, Masken zu tragen, Abstand zu halten und bei Veranstaltungen den Rahmen zu wahren. "Da wo dann auch Alkohol im Spiel ist, wo es tatsächlich aus der feierlichen Veranstaltung zur Party wird, da geht es dann eben auch sehr, sehr schnell."

Zu den Aussichten für große Veranstaltungen äußerte er sich skeptisch: "Ob es jetzt die Fußballspiele sind, ob es andere Großveranstaltungen sind, das ist etwas, wo ich weiterhin sehr zurückhaltend bin, weil das natürlich gerade die Ereignisse sind, die auch eine Symbolwirkung für die kleinen haben."

Nordrhein-Westfalen startet nach den Sommerferien am Morgen ins neue Schuljahr - als einziges Bundesland mit Maskenpflicht auch im Unterricht. Ausgenommen sind nur die Grund- und Förderschüler der Primarstufe. Aber auch sie müssen auf den Fluren und dem sonstigen Schulgelände Masken tragen.

Die Wiederaufnahme des Regelunterrichts für die rund 2,5 Millionen Kinder und Jugendliche an 5500 Schulen in NRW wird bundesweit mit Spannung verfolgt. In dem dicht besiedelten Bundesland könnte sich besonders deutlich zeigen, wie die Schutzkonzepte an den Schulen funktionieren.

Ärztepräsident Klaus Reinhardt sprach sich dagegen aus, bei einzelnen Corona-Infektionen ganze Schulen zu schließen. "Wenn ein Corona-Fall in einer Schule auftaucht, muss nicht direkt die Schule für 14 Tage geschlossen werden", sagte er der "Rheinischen Post" (Mittwoch). Es reiche, wenn einzelne Klassen oder Kurse zu Hause blieben. Voraussetzung sei, dass die Schülerinnen und Schüler auch nur in diesen Gruppen zusammenkämen.

Die Schutzmaßnahmen der Regierungen in Bund und Ländern gegen das Coronavirus finden bei den Bürgern weiter Rückhalt. Nur jeder Zehnte hält sie für überflüssig, geht aus einer Umfrage des Instituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor. Dazu wurden zwischen dem 7. und 10. August insgesamt 2018 Menschen online befragt. 68 Prozent der Befragten halten die Regelungen für "absolut notwendig".

Drei Prozent der Befragten halten Schutzmaßnahmen für überflüssig, weil das Virus nach ihrer Einschätzung "nicht so gefährlich" ist. Sieben Prozent sehen zudem hinter Warnungen und Schutzvorkehrungen einen "Versuch mächtiger Kreise, andere Ziele durchzusetzen". Weitere 16 Prozent sind zwar für Schutzmaßnahmen, halten die aktuell vorgeschriebenen Regelungen aber für überzogen. Das Krisenmanagement der Bundesregierung fand wie schon bei vorigen Umfragen hohe Zustimmung.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 218 519 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI meldete (Datenstand 12.8., 0.00 Uhr). Seit dem Vortag wurden 6 neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gemeldet, die Gesamtzahl liegt nun bei 9207. Bis Sonntagmorgen hatten 198 800 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 11.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 0,97 (Vortag: 1,09). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 11.8., 0.00 Uhr, bei 1,04 (Vortag: 1,05). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Der jetzige Anstieg der Infektionszahlen ist nicht mehr hauptsächlich auf einzelne Brennpunkte zurückzuführen - anders als Mitte Juni, als es beispielsweise beim Schlachtbetrieb Tönnies in Nordrhein-Westfalen einen großen Corona-Ausbruch gab.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Olaf Scholz: Chancen aufs Kanzleramt 'besser, als manche denken'. "Wir wollen den Auftrag haben, die Richtlinien der Politik zu bestimmen. Darum kämpfen wir, dass wir den nächsten Kanzler stellen können", sagte Scholz am Samstag auf einem Parteitag der Thüringer SPD in Bad Blankenburg. Scholz ist Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten. BAD BLANKENBURG - Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat seinen Anspruch auf das Kanzleramt nach der Bundestagswahl im kommenden Jahr bekräftigt. (Wirtschaft, 26.09.2020 - 13:12) weiterlesen...

ROUNDUP/Braunkohle-Proteste: Kohlebunker besetzt, Zugverkehr beeinträchtigt. Demonstranten waren unter anderem in den Tagebau Garzweiler eingedrungen, wie die Polizei berichtete. Bei Aachen kletterten mehrere Menschen auf einen Kohlebunker des Braunkohlekraftwerks Weisweiler. Das Bündnis Ende Gelände, das die Aktionen organisiert hat, fordert den sofortigen Ausstieg aus der Nutzung von Kohle und Gas für die Stromerzeugung in Deutschland. ERKELENZ/AACHEN - Im rheinischen Braunkohlerevier ist es am Samstag immer wieder zu Besetzungen und Blockaden von Kohleanlagen gekommen. (Boerse, 26.09.2020 - 12:35) weiterlesen...

BDI: Bei Corona-Beschränkungen am lokalen Geschehen orientieren. "Bund und Länder müssen bei allen bevorstehenden Eindämmungsmaßnahmen den kleinsten regionalen Nenner zum Maßstab haben", sagte BDI-Präsident Dieter Kempf am Samstag in Berlin. Das Herunterfahren wirtschaftlicher Aktivität in ganzen Landkreisen mit hohem Industrieanteil müsse unbedingt vermieden werden. Sonst würde die konjunkturelle Erholung massiv zurückgeworfen. BERLIN - In der Debatte über erneute staatliche Beschränkungen angesichts steigender Corona-Infektionszahlen mahnt der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) eine strikte regionale Differenzierung an. (Wirtschaft, 26.09.2020 - 11:58) weiterlesen...

Trump schürt weiter Zweifel an Machtübergabe nach Wahl. NEWPORT NEWS - US-Präsident Donald Trump hat ungeachtet der Kritik aus seiner eigenen Partei bekräftigt, dass er keine Machtübergabe in Fall einer Wahlniederlage vorab garantieren wolle. Zugleich betonte er erneut seine Überzeugung, dass er die Präsidentenwahl am 3. November nur durch Betrug verlieren könne. Trump schürt weiter Zweifel an Machtübergabe nach Wahl (Wirtschaft, 26.09.2020 - 11:52) weiterlesen...

Merkel fordert mehr internationale Anstrengung für Nachhaltigkeit. "Was die Situation weltweit anbetrifft, ist beim jetzigen Tempo die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele bis 2030 nicht zu schaffen", sagte Merkel in ihrer am Samstag veröffentlichten wöchentlichen Videobotschaft anlässlich der Generaldebatte der Vereinten Nationen. BERLIN - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die internationale Gemeinschaft aufgerufen, mehr für Nachhaltigkeit zu tun, also etwa Klimaschutz und den Kampf gegen Armut und Hunger. (Wirtschaft, 26.09.2020 - 11:45) weiterlesen...

FDP-Verkehrsexperte: Scheuer darf nicht im Amt bleiben. Scheuer habe offensichtlich Parlament und Öffentlichkeit belogen, sagte der Verkehrsexperte der "Passauer Neuen Presse" (Samstag). BERLIN - Der FDP-Bundestagsabgeordnete Oliver Luksic fordert den Rücktritt von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, weil der CSU-Politiker die Unwahrheit über Vertragsabschlüsse mit den Betreibern der inzwischen geplatzten Pkw-Maut gesagt haben soll. (Boerse, 26.09.2020 - 11:36) weiterlesen...