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MANNHEIM - Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben wegen der Furcht vor einem globalen Handelskrieg und geopolitischen Risiken einen deutlichen Dämpfer bekommen.

17.04.2018 - 17:12:42

ZEW-Index fällt auf tiefsten Stand seit 2012 - Handelskonflikt belastet. Das Konjunkturbarometer des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) fiel im April um 13,3 Punkte auf minus 8,2 Zähler, wie das ZEW am Dienstag in Mannheim mitteilte. Das ist der tiefste Wert seit November 2012. Zudem ist es der dritte Rückgang in Folge. Bankvolkswirte hatten mit einem Rückgang auf lediglich minus 1,0 Punkte gerechnet.

MANNHEIM - Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben wegen der Furcht vor einem globalen Handelskrieg und geopolitischen Risiken einen deutlichen Dämpfer bekommen. Das Konjunkturbarometer des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) fiel im April um 13,3 Punkte auf minus 8,2 Zähler, wie das ZEW am Dienstag in Mannheim mitteilte. Das ist der tiefste Wert seit November 2012. Zudem ist es der dritte Rückgang in Folge. Bankvolkswirte hatten mit einem Rückgang auf lediglich minus 1,0 Punkte gerechnet.

ROUNDUP 3: Chinas Wirtschaft zieht an - Keine Angst vor Handelskrieg

PEKING - Dank seines robusten Wachstums sieht sich China gerüstet für den sich zuspitzenden Handelsstreit mit den USA. Die Wirtschaft des Landes sei widerstandsfähig und verfüge über viel Spielraum, sagte Xing Zhihong, Sprecher des Pekinger Statistikamtes, am Dienstag bei der Vorlage der Wachstumszahlen für das erste Quartal 2018. Die Reibungen im Handel mit den USA könnten "die gute Dynamik und gesunde Entwicklung in China nicht dämpfen".

USA: Industrieproduktion steigt stärker als erwartet

WASHINGTON - In den USA hat die Industrieproduktion im März überraschend stark zugelegt. Sie sei im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Prozent gestiegen, teilte die US-Notenbank Fed am Dienstag in Washington mit. Analysten hatten einen Zuwachs um nur 0,3 Prozent erwartet. Der Zuwachs folgt auf einen deutlichen Anstieg im Vormonat, der mit 1,0 Prozent aber etwas schwächer ausfiel als zunächst ermittelt.

USA: Baubeginne steigen wieder

WASHINGTON - Die US-Bauwirtschaft hat sich im März wieder etwas besser entwickelt. Sowohl die Zahl der neu begonnenen Bauten als auch die Genehmigungen für Neubauten erhöhten sich. Dies geht aus Zahlen des Handelsministeriums vom Dienstag hervor.

Großbritannien: Arbeitslosigkeit fällt auf tiefsten Stand seit 1975

LONDON - In Großbritannien ist die Zahl der Arbeitslosen auf den tiefsten Stand seit über 40 Jahren gefallen. In den drei Monaten bis Februar sei die Arbeitslosenquote auf 4,2 Prozent gefallen, nach zuvor 4,3 Prozent, wie das Statistikamts ONS am Dienstag in London mitteilte. Dies ist die niedrigste Quote seit dem Frühjahr 1975. Analysten hatten mit einer unveränderten Quote von 4,3 Prozent gerechnet. Mit der robusten Lage auf dem Arbeitsmarkt hat sich auch das Lohnwachstum weiter verstärkt.

China senkt Reserveanforderung für ausgewählte Banken

PEKING - Die chinesische Notenbank senkt die Reserveanforderungen für einige ausgewählte Geldhäuser. Wie die People's Bank of China (PBOC) am Dienstag in Peking mitteilte, wird der Satz für bei der Notenbank zu haltende Reserven zum 25. April um einen Prozentpunkt verringert. Der allgemeine Reservesatz beträgt derzeit 17 Prozent. Mit dem Schritt sollen kleinere und mittelgroße Unternehmen unterstützt und die Liquidität im Bankensektor sichergestellt werden, hieß es von der Notenbank.

Italien: Verbraucherpreise steigen schwächer als gedacht

ROM - In Italien ist das Preisniveau auf Verbraucherebene im März schwächer gestiegen als zunächst ermittelt. Wie das nationale Statistikamt Istat am Dienstag in einer zweiten Schätzung mitteilte, lagen die nach europäischer Methode (HVPI) berechneten Verbraucherpreise 0,9 Prozent höher als vor einem Jahr. Eine erste Berechnung hatte noch einen Zuwachs um 1,1 Prozent ergeben. Im Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise kräftig um 2,3 Prozent.

IWF sieht Weltwirtschaft optimistisch - Warnung vor Handelsstreit

WASHINGTON - Der Internationale Währungsfonds (IWF) bewertet die Aussichten für die Weltwirtschaft weiterhin optimistisch, allerdings vornehmlich in der kurzen Frist. Längerfristig sieht der IWF dagegen Wachstumsrisiken, wie der Währungsfonds am Dienstag in Washington mitteilte. Sorgen bereiten dem Fonds unter anderem zunehmende Handelsstreitigkeiten wie zwischen den USA und China sowie geopolitische Spannungen.

Merkel will mehr Tempo bei EU-Reformen

BERLIN - Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert mehr Tempo bei den anstehenden Reformen der Europäischen Union (EU). Dieses dürfe aber nicht auf die Wirtschafts- und Währungsunion beschränkt bleiben, sagte sie nach einem Treffen mit der Premierministerin von Neuseeland, Jacinda Ardern, am Dienstag in Berlin. Ebenso wichtig seien eine gemeinsame Asylpolitik, die Finanzplanung für die nächsten Jahre, Zusammenarbeit in der Außen- und Verteidigungspolitik sowie die wissenschaftliche Kooperation.

ROUNDUP 2: EU schaltet wegen US-Zöllen Welthandelsorganisation ein

BRÜSSEL/WASHINGTON/BERLIN - Im Streit um die neuen US-Zölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte hat jetzt auch die EU die Welthandelsorganisation eingeschaltet. In einem von der WTO veröffentlichten Dokument beschwert sich die Europäische Union offiziell über die US-Maßnahmen und verlangt den Start von Konsultationen mit der US-Regierung. Mit dem Schritt halten sich die EU-Staaten auch die Möglichkeit offen, Vergeltungszölle auf US-Produkte wie Whiskey, Motorräder und Jeans zu verhängen.

Athen-Paket läuft aus: IWF berät mit Euro-Partnern

BERLIN/WASHINGTON - Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) will am Rande der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) die Zukunft der Milliardenhilfen für Griechenland beraten. Wie es am Dienstag in Regierungskreisen hieß, werde sich an diesem Freitag in der US-Hauptstadt auch die "Washington Group" treffen, bestehend aus IWF-Präsidentin Christine Lagarde sowie Vertretern von Europäischer Zentralbank (EZB), des Euro-Rettungsfonds ESM und mehreren europäischen Finanzministern.

ROUNDUP 3: USA und Großbritannien warnen vor globaler russischer Cyberattacke

WASHINGTON/LONDON - Die USA und Großbritannien haben vor einer möglichen weltweiten Cyberattacke aus Russland gewarnt. Als Angriffsziele wurde vor allem Netzwerktechnik bei Behörden und Unternehmen, aber auch in kritischer Infrastruktur und bei Anbietern von Internet-Zugängen ausgemacht. Russische Hacker hätten in großem Stil Netzwerk-Infrastrukturen infiltriert, erklärten das britische nationale Zentrum für Cybersicherheit (NCSC), das FBI und das US-Ministerium für Heimatschutz.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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