Indikatoren, Deutschland

MANNHEIM - Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben wegen der Sorge vor einem globalen Handelskrieg und geopolitischer Risiken erneut einen Dämpfer bekommen.

17.04.2018 - 11:22:25

Deutschland: Sorge vor Handelskrieg belastet ZEW-Konjunkturerwartungen. Das Konjunkturbarometer des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) fiel um 13,3 Punkte auf minus 8,2 Zähler, wie das ZEW am Dienstag in Mannheim mitteilte. Es ist bereits der dritte Rückgang in Folge, und er fiel stärker als erwartet aus. Bankvolkswirte hatten nur mit einem Rückgang auf minus 1,0 Punkte gerechnet.

Die Bewertung der aktuellen Lage ging ebenfalls zurück. Der Indexwert fiel um 2,8 Punkte auf 87,9 Zähler und entfernte sich damit weiter vom Rekordhoch, das im Januar bei 95,2 Punkten erreicht worden war.

Zuletzt hatten zahlreiche Ereignisse die Stimmung der Finanzprofis belastet. "Der Rückgang der Erwartungen ist vor allem auf den internationalen Handelskonflikt mit den Vereinigten Staaten sowie die aktuelle Situation im Syrienkrieg zurückzuführen", fasste ZEW-Präsident Achim Wambach das Stimmungsbild zusammen. Außerdem hätten sich deutliche Rückgänge bei Produktion, Exporten und bei den Umsätzen im deutschen Einzelhandel negativ auf die Konjunkturerwartungen ausgewirkt.

Die ZEW-Konjunkturumfrage gilt als einer der wichtigsten Stimmungsindikatoren Deutschlands. Befragt wurden 210 Analysten und Profianleger.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Forscher: Arbeitslosigkeit in Deutschland sinkt 2019 auf 2,23 Millionen. Im Jahresdurchschnitt werde die Arbeitslosigkeit 2019 um rund 120 000 auf 2,23 Millionen sinken, heißt es in der am Donnerstag veröffentlichten Herbstprognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Das IAB ist das Forschungszentrum der Bundesagentur für Arbeit (BA), arbeitet allerdings unabhängig von der Bundesbehörde. NÜRNBERG - Die gute Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt setzt sich nach Einschätzung von Forschern im kommenden Jahr weiter fort - allerdings in etwas abgeschwächter Form. (Wirtschaft, 20.09.2018 - 17:25) weiterlesen...

Weltwirtschaft dürfte Wachstumshöhepunkt hinter sich haben. Zu diesem Ergebnis kommt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Konjunkturbericht. Das Wachstum stehe nicht mehr auf so breitem Fundament wie noch vor wenigen Monaten. Risiken sieht die OECD vor allem in dem zunehmenden Handelsprotektionismus und Turbulenzen in zahlreichen großen Schwellenländern. PARIS - Die Weltwirtschaft dürfte den Höhepunkt des aktuellen Konjunkturaufschwungs hinter sich haben. (Wirtschaft, 20.09.2018 - 17:14) weiterlesen...

USA: Verkäufe bestehender Häuser stagnieren im August. Sie hätten sich im Vergleich zum Vormonat nicht verändert, teilte die Maklervereinigung "National Association of Realtors" (NAR) am Donnerstag in Washington mit. Analysten hatten dagegen einen Anstieg um 0,5 Prozent erwartet. WASHINGTON - In den USA sind die Verkäufe bestehender Häuser im August stabil geblieben. (Wirtschaft, 20.09.2018 - 16:22) weiterlesen...

Eurozone: Verbrauchervertrauen trübt sich stärker als erwartet ein. Der entsprechende Indikator sei um 1,0 Punkte auf minus 2,9 Zähler gesunken, teilte die EU-Kommission am Donnerstag in Luxemburg mit. Dies ist der niedrigste Stand seit Mai 2017. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem leichten Rückgang auf minus 2,0 Punkte gerechnet. LUXEMBURG - Das Verbrauchervertrauen in der Eurozone hat sich im September stärker als erwartet eingetrübt. (Wirtschaft, 20.09.2018 - 16:16) weiterlesen...

USA: Frühindikatoren steigen schwächer als erwartet. Er stieg zum Vormonat um 0,4 Prozent, wie das private Forschungsinstitut Conference Board am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten mit einem Plus von 0,5 Prozent gerechnet. Im Juli hatte der Indikator um revidiert 0,7 Prozent (zuvor 0,6 Prozent) zugelegt. WASHINGTON - In den USA hat der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren im August schwächer als erwartet zugelegt. (Wirtschaft, 20.09.2018 - 16:06) weiterlesen...

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf neuem Tief seit 1969. Wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte, ist die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 3000 auf 201 000 gefallen. Dies ist ein neuer Tiefstand seit 1969. Bereits in den vergangenen Wochen hatten die Erstanträge mehrfach neue Tiefststände seit nahezu fünf Jahrzehnten erreicht. WASHINGTON - Der amerikanische Arbeitsmarkt bleibt in hervorragender Verfassung. (Wirtschaft, 20.09.2018 - 14:47) weiterlesen...