Indikatoren, Deutschland

MANNHEIM - Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben sich vor allem wegen der hohen Inflation erneut verschlechtert.

16.08.2022 - 11:35:30

Deutschland: ZEW-Konjunkturerwartungen trübt sich erneut ein. Das Stimmungsbarometer des Mannheimer Forschungsinstituts ZEW fiel im August gegenüber dem Vormonat um 1,5 Punkte auf minus 55,3 Zähler, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte. Dies ist der niedrigste Stand seit Oktober 2008. Analysten hatten hingegen mit einem leichten Anstieg auf minus 52,7 Punkten gerechnet.

Die Bewertung der Konjunkturlage ging ebenfalls zurück. Sie fiel um 1,8 Punkte auf minus 47,6 Zähler. Volkswirte hatten hier mit minus 49,0 Punkten gerechnet.

"Die Finanzmarktexpertinnen und -experten erwarten somit für Deutschland eine weitere Verschlechterung der ohnehin schwachen Konjunktursituation", kommentiert Michael Schröder, Wissenschaftler im ZEW und Leiter der Umfrage. "Die nach wie vor hohe Zunahme der Konsumentenpreise und die erwarteten zusätzlichen Kosten für Heizung und Strom belasten derzeit vor allem die Aussichten für die konsumnahen Wirtschaftsbereiche."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Eurozone: Geldmenge wächst schneller. Die breit gefasste Geldmenge M3 erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,1 Prozent, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Im Juli hatte das Wachstum revidiert 5,7 (zunächst 5,5) Prozent betragen. Analysten hatten aktuell mit einer deutlich schwächeren Rate von 5,4 Prozent gerechnet. FRANKFURT - In der Eurozone ist die Geldmenge im August schneller gewachsen. (Wirtschaft, 27.09.2022 - 10:26) weiterlesen...

Vorläufige Statistik: Deutschland hat mehr als 84 Millionen Einwohner. Im ersten Halbjahr 2022 wuchs die Zahl um 843 000 oder ein Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2021 war die Bevölkerungszahl nur um 82 000 Personen oder 0,1 Prozent gestiegen. "Ausschlaggebend für die aktuelle Entwicklung ist der Zuzug von Geflüchteten aus der Ukraine infolge des russischen Angriffskriegs", erklärten die Statistiker. WIESBADEN - In Deutschland leben nach vorläufigen Daten erstmals mehr als 84 Millionen Menschen. (Wirtschaft, 27.09.2022 - 09:49) weiterlesen...

Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten Rezession in Deutschland. In ihrer gemeinsamen Konjunkturprognose erwarten sie für 2023 einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,4 Prozent, wie das "Handelsblatt" aus Regierungskreisen erfuhr. Für 2022 prognostizieren sie nur noch ein kleines Wachstum von 1,4 Prozent. Der Deutschen Presse-Agentur wurden die Zahlen am Montag in Institutskreisen bestätigt. Die sogenannte Gemeinschaftsdiagnose wird am Donnerstag vorgelegt. BERLIN - Die vier führenden Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen damit, dass die deutsche Wirtschaft schrumpft. (Wirtschaft, 26.09.2022 - 15:58) weiterlesen...

Ifo-Geschäftsklima verschlechtert sich deutlich (Wirtschaft, 26.09.2022 - 13:02) weiterlesen...

OECD: Deutschlands Wirtschaftsleistung schrumpft 2023. Die Wirtschaftsleistung werde voraussichtlich um 0,7 Prozent schrumpfen, teilte die OECD am Montag mit. Deutschland wäre demzufolge eines der am stärksten betroffenen Länder. Für 2022 prognostizierte die Organisation ein Wachstum von 1,2 Prozent. Auch die Inflation dürfte so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr bleiben: Für 2022 erwartet die OECD in Deutschland eine Teuerungsrate von 8,4 Prozent und für 2023 von 7,5 Prozent. PARIS - Deutschland wird nach Einschätzung der Industriestaaten-Organisation OECD im kommenden Jahr in die Rezession rutschen. (Wirtschaft, 26.09.2022 - 12:47) weiterlesen...

Ifo-Geschäftsklima verschlechtert sich deutlich. Das Ifo-Geschäftsklima fiel zum Vormonat um 4,3 Punkte auf 84,3 Zähler, wie das Ifo-Institut am Montag in München mitteilte. Das ist der niedrigste Stand seit Mai 2020. Analysten hatten mit einer Eintrübung gerechnet, allerdings nur auf 87,0 Punkte. Schon in den Monaten zuvor hatte sich die Stimmung zumeist eingetrübt. MÜNCHEN - Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im September deutlich verschlechtert. (Wirtschaft, 26.09.2022 - 10:55) weiterlesen...