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Indikatoren, Deutschland

MANNHEIM - Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben sich im September abermals eingetrübt.

07.09.2021 - 12:42:00

Deutschland: ZEW-Konjunkturerwartungen sinken viertes Mal in Folge. Das Stimmungsbarometer des Mannheimer Forschungsinstituts ZEW fiel gegenüber dem Vormonat um 13,9 Punkte auf 26,5 Zähler, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag mitteilte. Analysten hatten einen Rückgang auf 30,3 Punkte erwartet.

Noch im Mai hatte der Indikator den höchsten Stand seit gut zwei Dekaden erreicht. Seitdem ist der Indikator vier Mal in Folge gefallen. "Der Chipmangel im Fahrzeugbau und die Ressourcenverknappung in der Bauwirtschaft haben zu einem deutlichen Rückgang der Ertragserwartungen dieser Branchen geführt" erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach. "Dies dürfte sich auch negativ auf die Konjunkturerwartungen ausgewirkt haben."

Die Bewertung der aktuellen Lage hat sich im September dagegen leicht verbessert. Der Indikator stieg um 2,6 Punkte auf 31,9 Zähler. Die befragten Experten gingen zwar von einer Verbesserung der wirtschaftlichen Lage aus. Das erwartete Ausmaß und die Dynamik der Verbesserung hätten sich inzwischen jedoch erheblich reduziert, erläuterte Wambach.

Bankvolkswirte deuteten die Entwicklung als Indiz für eine bevorstehende Konjunkturabkühlung. "Die Weichen sind auf Abkühlung gestellt", erklärte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der Liechtensteiner VP Bank. Nachholeffekte im lange Zeit schwächelnden Dienstleistungssektor liefen aus, gleichzeitig belaste der Materialmangel die Industrie schwer. Zumal die Corona-Delta-Variante im Herbst für neuerliche Restriktionen sorgen könnte.

"Nach den üppigen BIP-Zuwächsen im zurückliegenden und laufenden Quartal wird es in den letzten drei Monaten des Jahres lediglich Magerkost geben", erwartet Gitzel. Michael Holstein, Chefökonom der DZ Bank, kommentierte: Zwar sei eine weitere Beschleunigung der Konjunkturerholung unwahrscheinlich. Angesichts der sehr guten Nachfragesituation sei ein Konjunktureinbruch aber ebenfalls nicht zu erwarten.

Für die Eurozone entwickelte sich das ZEW-Konjunkturbarometer ähnlich: Während die Erwartungen an die künftige konjunkturelle Entwicklung weiter nachgaben, verbesserte sich die Lagebewertung der befragten Experten. Die Inflationserwartungen gingen unterdessen weiter zurück. Die Befragten rechneten damit, dass die gegenwärtig hohe Inflation in den nächsten Monaten zurückgehen werde, erklärte das ZEW.

@ dpa.de

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