Regierungen, USA

MANILA - Mit einem weiteren Gipfeltreffen auf den Philippinen hat US-Präsident Donald Trump am Dienstag seine Asien-Reise beendet.

14.11.2017 - 10:50:41

Trump beendet Asien-Reise mit weiterem Gipfel. Zum Abschluss nahm Trump in der Hauptstadt Manila kurz an einem Treffen mit Staats- und Regierungschefs aus Ostasien teil, darunter auch Chinas Premierminister Li Keqiang.

MANILA - US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag seine Asien-Reise beendet. Zum Abschluss stand seine Teilnahme am Ostasien-Gipfel in der philippinischen Hauptstadt Manila auf dem Programm. Anders als geplant nahm Trump nach Angaben von Reportern im Raum aber weder an der verspätet begonnenen Plenarrunde noch am so genannten Familienfoto teil.

An Trumps Stelle nahm US-Außenminister Rex Tillerson am Tisch Platz. Anschließend eröffnete der philippinische Präsident Rodrigo Duterte die Runde. Der US-Präsident wird nach seiner mit knapp zwei Wochen bislang längsten Auslands-Tour in der Nacht zum Mittwoch in Washington zurück erwartet.

Reportern sagte Trump im Anschluss, er habe eine unglaublich erfolgreiche Reise hinter sich. Er habe auf höchster Ebene neue Freunde kennengelernt und Dinge erlebt, die nie zuvor jemand erlebt habe.

Schon zuvor hatte sich Trump äußerst zufrieden mit seiner Reise gezeigt. Mit allen Staats- und Regierungschefs, die er getroffen habe, verbinde ihn ein "großartiges Verhältnis", sagte er.

Der US-Staatschef machte dabei deutlich, dass es ihm in Asien vor allem auf gute Geschäfte ankommt. Unter seiner Führung setzen die USA nicht mehr auf gemeinsame Handelsabkommen mit verschiedenen Staaten, sondern auf Einzelverträge mit den jeweiligen Ländern. Undemokratische Zustände in vielen Staaten der Region spielten kaum eine Rolle, genauso wenig wie Menschenrechtsfragen.

Nach widersprüchlichen Angaben über den Verlauf seines Gesprächs mit Duterte, der wegen mehrerer Tausend Todesopfer bei der Bekämpfung von Drogenhandel massiv in der Kritik steht, veröffentlichte das Weiße Haus zusammen mit der philippinischen Seite eine gemeinsame Erklärung. Darin wurde klargestellt, dass das Thema Menschenrechte doch angesprochen worden sei. "Beide Seiten haben betont, dass die Menschenrechte und die Würde des menschlichen Lebens essenziell sind", heißt es in der Erklärung zu dem Treffen.

Zuvor hatte Trumps Sprecherin Sarah Sanders erklärt, das Thema Menschenrechte sei "kurz" zur Sprache gekommen. Dutertes Sprecher Harry Roque teilte dagegen mit, es sei überhaupt nicht darüber gesprochen worden.

Im Unterschied zu Trump ging Kanadas Premierminister Justin Trudeau in Manila auch selbst vor die Presse, um auf Fragen zu antworten. Trudeau sagte, er habe gegenüber Duterte selbstverständlich auch die Menschenrechte thematisiert. "Die Welt erwartet, dass Kanada von Menschenrechten spricht. Das ist Teil unseres Wertesystems."

@ dpa.de

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