Allgemeine Zeitung Mainz

Mainz - Für die steigenden Strompreise fand man bislang schnell den Schuldigen: Die EEG-Umlage, mit der Wind- und Solarstrom gefördert wird.

08.10.2018 - 21:31:33

Allgemeine Zeitung Mainz: Sündenbock / Ralf Heidenreich zu Strompreisen. Sie macht mit 6,79 Cent pro Kilowattstunde aktuell knapp 23 Prozent des durchschnittlichen Strompreises für Privathaushalte aus.

Mainz - Für die steigenden Strompreise fand man bislang schnell den Schuldigen: Die EEG-Umlage, mit der Wind- und Solarstrom gefördert wird. Sie macht mit 6,79 Cent pro Kilowattstunde aktuell knapp 23 Prozent des durchschnittlichen Strompreises für Privathaushalte aus. Ohne Zweifel hat die Umlage großen Anteil an den Preissteigerungen der Vergangenheit. Doch als Sündenbock für künftige Aufschläge taugt sie nicht. 2019 wird sie Prognosen zufolge stabil bleiben, danach noch einmal kurz auf knapp sieben Cent steigen, um dann ab 2023 deutlich zu sinken. Weil alte Wind- und Solarstromanlagen aus den Anfangsjahren aus der für sie geltenden, sehr hohen EEG-Vergütung herausfallen. Ein Problem sind aktuell vielmehr steigende Preise für Kohle und Gas, mit denen konventionelle Kraftwerke betrieben werden, sowie die Preisexplosion beim Handel mit CO2-Zertifikaten. Sie sollen in der nächsten Zeit sogar noch teurer werden. Am Ende bleibt in der Tat nur die Stromsteuer, um schnell für ein wenig Entlastung zu sorgen. Der Staat hat an ihr bestens verdient. Zeit, dass er seine Ansprüche auf ein in Europa übliches Maß zurückschraubt.

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