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Vermischtes, ZDF

Mainz - Die Pharmaindustrie will sich nicht an milliardenschweren Kosten zur Reduzierung von Arzneimittelrückständen in deutschen Gewässern beteiligen.

25.11.2019 - 18:16:25

ZDF-Magazin Frontal 21 / Milliardenkosten für bessere Kläranlagen: bis zu 20 Prozent höhere Abwassergebühren. Dies sei "eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe", teilte der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller mit.

Mainz - Die Pharmaindustrie will sich nicht an milliardenschweren Kosten zur Reduzierung von Arzneimittelrückständen in deutschen Gewässern beteiligen. Dies sei "eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe", teilte der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller mit. Es sei kaum möglich, Wirkstoffe für gut verträgliche Arzneimittel zu entwickeln, die "auch eine optimale Umweltverträglichkeit aufweisen", heißt es in einem Schreiben an das ZDF. Sowohl Umweltverbände als auch Wasserwirtschaft fordern, dass die Arzneimittelindustrie den Ausbau von Kläranlagen mitfinanzieren solle, darüber berichtet das ZDF-Magazin "Frontal 21" am Dienstag, 26. November 2019, 21.00 Uhr.

Der Geschäftsführer des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft, Martin Weyand: "Wir müssen endlich dazu übergehen, dass auch diejenigen, die die Umwelt verschmutzen, auch die Kosten dafür zahlen." Geschehe dies nicht, könnten die Abwassergebühren drastisch teurer werden. "Wir rechnen damit, dass sie um 15 bis 20 Prozent steigen." Paul Kröfges vom Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland: "Wir haben es bisher mit einer strikten Verweigerungshaltung der Industrie zu tun." Sie sei weder bereit, umweltverträglichere Ersatzwirkstoffe herzustellen, noch sich an den höheren Kosten zu beteiligen.

Deutschen Umweltbehörden bereiten die Rückstände von Medikamentenresten besonders große Sorgen. Die Mengen seien konstant, aber es würden immer mehr Wirkstoffe gefunden, berichtet beispielsweise das Landesumweltamt Nordrhein-Westfahlen. Es geht um Schmerzmittel, Röntgenkontrastmittel oder auch Antibiotika. Sie belasten Ökosysteme oder erhöhen das Risiko von Resistenzbildungen bei für Menschen gefährlichen Keimen.

Die Bundesregierung hat deshalb vor drei Jahren die sogenannte "Spurenstoffstrategie des Bundes" ins Leben gerufen. Doch im Expertengremium ist in Fragen nach der Herstellerverantwortung keine Lösung in Sicht. Wasserwirtschaft und Umweltverbände schlagen vor, Deutschlands große Kläranlagen nachzurüsten. Das könnte verschiedenen Studien zufolge rund 36 Milliarden Euro bis zum Jahr 2045 kosten. Sollten sich Chemie- und Pharmaindustrie nicht freiwillig beteiligen, müsse der Gesetzgeber sie dazu verpflichten, fordern BUND und Wasserwirtschaftsverband. Ansonsten würden zusätzliche Belastungen für die Gebührenzahler unvermeidlich.

Der "Frontal 21"-Beitrag über Maßnahmen zur Reduzierung von Arzneimittelrückständen in deutschen Gewässern gehört zum ZDF-Themenschwerpunkt über die wachsende Gefahr von Antibiotika-Resistenzen. Am Dienstag, 26. November 2019, ab 20.15 Uhr, zeigt zunächst die "ZDFzeit"-Doku "Killerkeime - Wenn Antibiotika nicht mehr wirken", was beim Ausbruch eines gegenüber allen gängigen Antibiotika resistenten Keims in einem Krankenhaus passieren würde. Ab 22.15 Uhr begleitet "37°" in "Der unsichtbare Feind - Ein Leben mit dem Keim" zwei Protagonistinnen, die unter multiresistenten Keimen und Infektionen leiden. Im Anschluss daran fragt "Leschs Kosmos" um 22.45 Uhr: "Wer stoppt die Killerkeime? Neue Wege der Medizin".

Ansprechpartner:

ZDF-Redaktion "Frontal 21", Christian Rohde, Telefon: 030 - 2099-1251; Presse-Desk, Telefon: 06131 - 70-12108, pressedesk@zdf.de

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 - 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/frontal21

"Frontal 21" in der ZDFmediathek: https://frontal21.zdf.de Pressemappe: "Killerkeime" https://kurz.zdf.de/fa4/

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Pressekontakt: ZDF Presse und Information Telefon: +49-6131-70-12121

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