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Regierungen, Deutschland

MAGDEBURG - An Sachsen-Anhalts Schulen und Kitas haben sich Tausende Beschäftigte freiwillig auf das Coronavirus getestet, es wurden aber fast keine Infektionen nachgewiesen.

12.01.2021 - 19:27:30

Corona-Schnelltests in Sachsen-Anhalts Schulen: Fast keine Treffer. Fast alle Kita-Träger hätten gemeldet, dass sich viele ihre Erzieherinnen beteiligt haben und alle negativ getestet worden seien, sagte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) am Dienstag.

An den Schulen nutzten laut Bildungsminister Marco Tullner (CDU) rund 70 Prozent aller Beschäftigten die Testmöglichkeit. Seinem Ministerium zufolge gingen bis Dienstagnachmittag nur Meldungen über zwölf positive Schnelltests ein, von denen bisher nur einer von einem ergänzenden Labor-Test bestätigt werden konnte. Weitere Labor-Ergebnisse stünden noch aus, hieß es.

Das Land hatte jeweils rund 40 000 Tests an den Schulen sowie den Kitas verteilt, damit sich dort kurz vor Ende der Weihnachtsferien sämtliches Personal von den Pädagoginnen über die Hausmeister bis hin zu den Sekretärinnen selbst und freiwillig auf das Coronavirus testen konnten. Die Tests waren für vorigen Donnerstag und Freitag angesetzt. Die Rückmeldungen zogen sich über das Wochenende hin.

Kritiker hatten moniert, dass es zu unsicher sei, wenn die Beschäftigten den Abstrich für den Schnelltest selbst nehmen. Es bestehe die Gefahr, dass Tests negativ ausfielen, obwohl die Betroffenen infiziert seien, hieß es. Normalerweise wird das von entsprechend geschultem medizinischen Personal übernommen.

Zeigt die geringe Trefferquote bei tausenden durchgeführten Corona-Schnelltests und landesweit vergleichsweise hohen Fallzahlen, dass die Kritiker Recht hatten? Die zuständigen Minister wiesen das zurück. Es sei ausdrücklich erlaubt, die Schnelltests auch von den Betreffenden selbst durchführen zu lassen, sagte Bildungsminister Tullner. Das Land sei zufrieden mit der Aktion und überlege, weitere Schnelltests anzuschaffen, um diese etwa vor der Rückkehr zum Wechselunterricht erneut breit einzusetzen, sagte Grimm-Benne.

@ dpa.de

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