Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Produktion, Absatz

MADRID - Die Klimaaktivistin Greta Thunberg hat es rechtzeitig zur UN-Klimakonferenz über den Atlantik geschafft - und Berichte von Wissenschaftlern liefern der Schwedin neue Argumente.

04.12.2019 - 06:12:25

Thunberg schafft es zum Klimagipfel - CO2-Ausstoß nimmt langsamer zu. So war das Jahrzehnt von 2010 bis 2019 mit größter Wahrscheinlichkeit das heißeste seit Beginn der Messungen 1850, wie die Weltwetterorganisation (WMO) am Dienstag in Madrid mitteilte. Und auch im Jahr der großen Klima-Demonstrationen von Fridays for Future stieg der weltweite Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) Berechnungen zufolge weiter, wenn auch langsamer als in den Vorjahren.

Die 16 Jahre alte Schwedin Thunberg erreichte am Dienstag Lissabon. Sie war auf einem Katamaran aus den USA zurück nach Europa gesegelt, nachdem die Klimakonferenz kurzfristig von Chile nach Madrid verlegt worden war. Wenn sie sich bereit fühle, werde sie zu einem großen Klimaprotest am Freitag in Madrid weiterreisen, sagte die Gründerin der Bewegung Fridays for Future. Ihr Protestschild mit der Aufschrift "Schulstreik fürs Klima" hatte sie unter dem Arm, als sie nach rund drei Wochen wieder an Land ging. "Auf der COP25 werden wir den Kampf fortsetzen", sagte sie - gemeint ist die 25. UN-Klimakonferenz.

Noch bis zum 13. Dezember verhandeln knapp 196 Staaten und die EU in der spanischen Hauptstadt. 2015 hatten sie sich im Pariser Klimaabkommen vorgenommen, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen. Dazu muss der Treibhausgas-Ausstoß weltweit schnell und deutlich sinken. Stattdessen steigt er weiter - um Jahr 2019 einer Projektion des Forschungsverbunds Global Carbon Project zufolge um 0,6 Prozent. Das wäre zumindest deutlich weniger als im Vorjahr: 2018 gab es ein Plus von 2,1 Prozent.

In der Rechnung gibt es noch Unsicherheiten, aber die Trends sind den Wissenschaftlern zufolge klar: In der EU und den USA wurde weniger Kohle verbrannt, aber der Verbrauch von Erdöl und Erdgas stieg weltweit an. Dazu komme, dass die Wirtschaft weltweit langsamer gewachsen sei. Auch Emissionen aus der Landnutzung trieben den CO2-Ausstoß nach oben, etwa vermehrte Brandrodungen im Amazonas. Die Konzentration von Kohlendioxid in der Erdatmosphäre steige damit ebenfalls und erreiche im Jahresmittel 2019 voraussichtlich einen Wert von 410 ppm (parts per million: Anteile pro Million). Sie liege damit dann 47 Prozent über dem vorindustriellen Wert.

Ein neues Rekordjahr war 2019 global betrachtet zwar wahrscheinlich nicht, es dürfte aber das zweit- oder drittwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen werden, berichtete die Weltwetterorganisation. Die Durchschnittstemperatur lag demnach etwa 1,1 Grad über dem Niveau des langjährigen Mittels der vorindustriellen Zeit (1850-1900). Seit den 1980er Jahren sei jedes Jahrzehnt wärmer gewesen als das jeweilige davor. Die Temperatur der Ozeane sei im Schnitt ebenfalls auf Rekordwert, und die Ozeane seien 26 Prozent saurer als zu Beginn der Industrialisierung.

Eine eindringliche Warnung an die Politik sandte auch die Europäischen Umweltagentur (EEA). Die Fortschritte im Kampf gegen Klimawandel und Artensterben in Europa reichen nach Ansicht der Experten längst nicht aus. Ein Kurswechsel sei dringend notwendig, um letztlich den Wohlstand der Zukunft zu sichern, erklärte die EEA zur Veröffentlichung ihres Fünfjahresberichts. Es bestehe aber auch Grund zur Hoffnung, da das öffentliche Interesse an Klima- und Umweltthemen sowie einer nachhaltigen Zukunft zugenommen habe.

Das bekommen auch Anbieter zu spüren, bei denen Privatleute und Firmen zum Ausgleich klimaschädlicher Flugreisen Geld an Klimaschutzprojekte spenden können. Nach Angaben von Atmosfair und Arktik, zweier von mehreren solcher Anbieter in Deutschland, ist das Interesse weiter gewachsen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Heil: Wirtschaft braucht eine Anwerbestrategie. "Sie muss uns sagen, in welchen Ländern sie für welche Branchen auch Fachkräfte anwerben will", sagte der SPD-Politiker am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". Erst dann könne die Bundesregierung dies durch bürokratische Vereinfachungen unterstützen. "Das Beste ist, wenn wir von der Wirtschaft wissen, auf welche Länder wir uns erst mal konzentrieren, wo sie Fachkräfte haben wollen und vermuten." Dann könnten sich Anstrengungen gebündelt auf diese Länder konzentrieren. BERLIN - Vor dem Fachkräftegipfel der Bundesregierung an diesem Montag hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) von der Wirtschaft eine Anwerbestrategie gefordert. (Wirtschaft, 15.12.2019 - 20:20) weiterlesen...

Gezerre um Freihandel dauert an: Mexiko nicht erfreut über US-Gesetz. Die entsprechende Gesetzesinitiative, über die der US-Kongress in der kommenden Woche abstimmen soll, enthalte Ergänzungen, die nicht mit Mexiko abgesprochen seien, hieß es aus dem mexikanischen Außenministerium. Der mexikanische Chefunterhändler Jesús Seade wollte am Sonntag zu einem klärenden Gespräch mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer nach Washington reisen. MEXIKO-STADT/WASHINGTON - Auch nach der Einigung über die Änderungen am nordamerikanischen Freihandelsabkommen USMCA geht das Gezerre um den Vertrag weiter. (Wirtschaft, 15.12.2019 - 20:08) weiterlesen...

Impeachment-Bestrebungen der Demokraten steuern auf Höhepunkt zu. Das Repräsentantenhaus könnte möglicherweise schon Mitte der Woche offiziell ein solches Verfahren (Impeachment) eröffnen. Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses zeigte sich zuversichtlich, dass es eine Mehrheit dafür geben wird. "Das ist eine echte Gewissensabstimmung", sagte der Demokrat Adam Schiff am Sonntag dem TV-Sender ABC. WASHINGTON - Die Bestrebungen der US-Demokraten für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Donald Trump steuern auf einen Höhepunkt zu. (Wirtschaft, 15.12.2019 - 18:13) weiterlesen...

Gesundheitswesen: Datenschutzbeauftragter warnt vor Sicherheitslücken. Ziel müsse es sein, die Zahl solcher Gefährdungen "massiv nach unten zu drücken", sagte der SPD-Politiker dem "Tagesspiegel" (Print:Montag; Online: Sonntag). Um sich besser gegen Hackerangriffe und kriminellen Datenmissbrauch zu wappnen, könne man das bestehende Gesetz zum Schutz kritischer Infrastruktur auf weitere Teile des Gesundheitsbereichs ausweiten. Wichtig sei aber auch, dass in den Gesundheitseinrichtungen nicht mit abgelaufenen Betriebssystemen oder unsicheren Cloud-Diensten gearbeitet werde. BERLIN - Der Datenschutzbeauftragte der Bundesregierung, Ulrich Kelber, hat vor Sicherheitslücken in Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen gewarnt. (Boerse, 15.12.2019 - 16:32) weiterlesen...

POLITIK/Vor Impeachment-Abstimmung: Führender Demokrat zuversichtlich. "Das ist eine echte Gewissensabstimmung", sagte Adam Schiff am Sonntag dem TV-Sender Abc. WASHINGTON - Der demokratische Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im US-Repräsentantenhaus ist zuversichtlich, dass es eine Mehrheit für die Eröffnung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen Präsident Donald Trump gibt. (Wirtschaft, 15.12.2019 - 16:05) weiterlesen...

Altmaier bietet Hilfe des Bunds für Tesla-Fabrik in Brandenburg an. "Leuten wie Elon Musk wird überall in Europa ein roter Teppich ausgelegt. Deshalb ist die Entscheidung für Brandenburg und Deutschland ein großer Erfolg", sagte Altmaier dem Berliner "Tagesspiegel" (Sonntag) mit Blick auf Tesla-Chef Elon Musk. "Daher will auch Brandenburg, dass dieses Werk schnell realisiert wird. BERLIN/GRÜNHEIDE - Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat Unterstützung des Bundes für die geplante Ansiedlung der sogenannten Gigafabrik des US-Elektroautoherstellers Tesla angeboten. (Boerse, 15.12.2019 - 15:59) weiterlesen...