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Vermischtes, Deutsche Krebshilfe

M?nchen - Immunzellen sind in der Lage, Krebszellen aufzusp?ren und zu zerst?ren.

25.03.2021 - 13:07:44

Mehr Schlagkraft f?r Immunzellen: Im Labor ver?nderte T-Zellen sollen Tumorabwehr st?rken. Doch nicht immer kommen sie so leicht an ihre Beute heran.

M?nchen - Immunzellen sind in der Lage, Krebszellen aufzusp?ren und zu zerst?ren. Doch nicht immer kommen sie so leicht an ihre Beute heran. Dies trifft insbesondere auf solide Tumoren zu, die sich oft hinter einer Barriere aus anderen Zellen verschanzen, etwa bei Brust-, Darm- oder Lungenkrebs. Wissenschaftler vom Helmholtz Zentrum M?nchen wollen das Abwehrsystem deshalb gezielt mit F?higkeiten ausstatten, mit denen es diese Barrieren ?berwinden kann. Die Deutsche Krebshilfe f?rdert das Forschungsprojekt mit 201.000 Euro.

Leuk?mie-Patienten werden bereits heute erfolgreich mit einer speziellen Form der Immuntherapie, der CAR-T-Zell-Therapie, behandelt. Die ?rzte entnehmen ihren Patienten daf?r T-Zellen des Immunsystems und statten sie im Labor mit einem k?nstlichen Multifunktions-Protein aus (chim?rer Antigen-Rezeptor, CAR). Zur?ck im Patienten k?nnen die so modifizierten T-Zellen ihre Beute - die Krebszellen - besser aufsp?ren und gezielt zerst?ren.

Krebszellen verschanzen sich

Frei in der Blutbahn umhertreibende Blutkrebszellen sind f?r die ver?nderten T-Zellen leicht ausfindig zu machen. "Bei soliden Tumoren, also Krebsarten, die in Organen wie der Brust, dem Darm oder der Lunge entstehen und eine Geschwulst bilden, kommen die Immunzellen jedoch nicht so leicht an die Tumorzellen heran", erl?utert Professorin Dr. Elfriede N??ner vom Helmholtz Zentrum M?nchen. "Denn der Tumor besteht neben Krebszellen aus vielen weiteren Zellen - den sogenannten Stromazellen - und diese wirken wie ein Schutzwall." Zudem seien die T-Zellen in soliden Tumoren nur kurze Zeit aktiv: "Es ist so, als w?rde ihnen im Kampf gegen die Krebszellen schnell die Luft ausgehen."

Protein verleiht Immunzellen neue F?higkeiten

Mit finanzieller Unterst?tzung durch die Deutsche Krebshilfe wollen N??ner und ihr Team das Prinzip der CAR-T-Zell-Therapie jetzt auf solide Tumoren ?bertragen. Daf?r haben sie ein k?nstliches, "chim?res" Protein entwickelt - chim?r deshalb, weil es aus mehreren Komponenten besteht, die jeweils eine andere Funktion erf?llen. Mithilfe des ersten Bausteins schaffen es die T-Zellen, das Tumorstroma zu durchdringen und zur Tumormasse vorzudringen (siehe Abbildung). Ein weiterer Baustein fungiert an der Zelloberfl?che als Antenne und ins Innere der Zelle als Megaphon: Er empf?ngt und verst?rkt Signale der Tumorzellen, sodass der Immunzelle auch sehr schwache Signale nicht entgehen. Eine dritte Komponente bef?higt die T-Zelle, die empfangenen Signale f?r sich selbst in Kraft und Ausdauer zu entwickeln. So bleibt sie l?nger gegen die Tumorzellen aktiv.

N??ner: "In Zellkulturen haben wir mit derartig ver?nderten T-Zellen bereits vielversprechende Ergebnisse erzielt. Die Unterst?tzung der Deutschen Krebshilfe erm?glicht es uns nun, diese T-Zellen in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe um Dr. Johannes Linxweiler vom Universit?tsklinikum des Saarlandes in klinisch relevanten Modellen weiter zu testen und zu pr?fen, ob wir Patientinnen und Patienten damit behandeln k?nnen. Das Projekt liegt mir im Besonderen am Herzen, weil wir mit unserem Team die immunologische Grundlagenforschung direkt an die Bed?rfnisse der Patienten heranbringen k?nnen."

"Die Immuntherapie ist ein innovatives Forschungsfeld, in dem die Deutsche Krebshilfe ein immenses Potenzial sieht", kommentiert Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. "Daher f?rdern wir solche zukunftsweisenden Projekte - immer mit dem Ziel, die Versorgung der Patienten zu verbessern." Das Forschungsprojekt wird mit 201.000 Euro f?r drei Jahre von der Deutschen Krebshilfe gef?rdert.

Projektnummer: 70113789

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Pressekontakt:

Deutsche Krebshilfe Pressestelle Buschstr. 32 53113 Bonn Telefon: 02 28/7 29 90-96 E-Mail: mailto:presse@krebshilfe.de Internet: http://www.krebshilfe.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/116010/4873322 Deutsche Krebshilfe

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