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M?nchen - Das Roman Herzog Institut (RHI) hat heute auf einer Online-Preisverleihung drei jungen Wissenschaftler*innen den Roman Herzog Forschungspreis Soziale Marktwirtschaft 2020 verliehen.

07.10.2020 - 17:07:26

Roman Herzog Institut zeichnet drei junge Wissenschaftler mit hochdotiertem Forschungspreis Soziale Marktwirtschaft aus. Bei diesem Preis handelt es sich um eine der h?chstdotierten Auszeichnungen auf dem Gebiet der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

M?nchen - Das Roman Herzog Institut (RHI) hat heute auf einer Online-Preisverleihung drei jungen Wissenschaftler*innen den Roman Herzog Forschungspreis Soziale Marktwirtschaft 2020 verliehen. Bei diesem Preis handelt es sich um eine der h?chstdotierten Auszeichnungen auf dem Gebiet der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. f?rdert und unterst?tzt den Roman Herzog Forschungspreis Soziale Marktwirtschaft, der bereits zum siebten Mal verliehen wird. Die digitale Preisverleihung gestalteten neben dem Vorstandsvorsitzenden des RHI, Prof. Randolf Rodenstock , unter anderem der Pr?sident der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., Wolfram Hatz sowie Andreas Mundt , Pr?sident des Bundeskartellamtes und Prof. Dr. Dr. h. c. Stefan Hradil , Professor f?r Soziologie an der Johannes Gutenberg-Universit?t Mainz.

Die drei Preistr?ger*innen 2020 und ihre wissenschaftlichen Arbeiten:

1. Preis (Preisgeld 20.000 Euro): Dr. Daniel Blaseg , Goethe-Universit?t Frankfurt a. Main, f?r seine Dissertation "Crowdfunding". Blaseg besch?ftigt sich in seiner Arbeit mit den Vor- und Nachteilen internetbasierter Finanzierungsprojekte. Er weist empirisch nach, dass Unternehmensgr?nder oft den zu erwartenden Erfolg ihrer Kampagnen ?bersch?tzen. Praxisnah erl?utert Blaseg unter anderem anhand des von ihm entwickelten Crowdfunding-Kalkulators, wie angehende Unternehmer die zu erwartenden Kosten und Erl?se realistisch beziffern k?nnen.

2. Preis (Preisgeld 10.000 Euro): Dr. Johanna Stark f?r ihre an der Ludwig-Maximilians-Universit?t M?nchen (LMU) vorgelegte Dissertation "Law for Sale: A Philosophical Critique of Regulatory Competition". Stark untersucht das Ph?nomen des "Rechtswettbewerbs", wenn Recht als Produkt angesehen und durch Angebot und Nachfrage geformt wird. Sie zeigt die Problematik dieser Entwicklung auf: Recht und Gesetz werden zunehmend als k?ufliche oder austauschbare Dienstleistungen wahrgenommen.

3. Preis (Preisgeld 5.000 Euro): Dr. Laura Pohlan f?r ihre Dissertation "Essays on Unemployment, Job Search Behavior and Policy Interventions" an der Universit?t Mannheim. Die Volkswirtin untersucht die sozialen Folgen von Arbeitslosigkeit sowie die Wirkung direkter und indirekter staatlicher Ma?nahmen auf die Besch?ftigung. Sie verdeutlicht, dass das Gef?hl sozialer Ausgrenzung mit der Dauer der Arbeitslosigkeit zunimmt und selbst nach der Aufnahme einer Arbeit bestehen bleiben kann.

"Die ausgezeichneten Dissertationen zeigen die Vielschichtigkeit an digitalen, juristischen und arbeitssozialen Herausforderungen, vor denen unsere Wirtschaftsordnung im 21. Jahrhundert steht. Unsere Gesellschaft muss im gemeinsamen Dialog aller Interessengruppen Antworten auf diese Herausforderungen finden. Die von den Arbeiten daf?r ausgehenden Impulse und Ideen liefern genau die Debattenanst??e, die das Roman Herzog Institut mit seinem Forschungspreis f?rdern will", erkl?rte Prof. Randolf Rodenstock .

Andreas Mundt sagte in seiner Festrede: "Wir leben in bewegten Zeiten. F?r uns als Wettbewerbsbeh?rde ergeben sich dadurch viele parallele Handlungsstr?nge. Die Folgen von Covid-19 m?ssen bew?ltigt werden. Die Digitalisierung revolutioniert unsere Wirtschaft und unsere Art zu leben. Gleichzeitig erstarken Unternehmen aus staatlich gelenkten Systemen. Wir sind aufgerufen, Antworten darauf zu finden und mit zu gestalten. Weil wir auf freie M?rkte setzen und unserem ordnungspolitischen Kompass folgen, bin ich, was die Zukunft angeht, ein unersch?tterlicher Optimist."

vbw Pr?sident Wolfram Hatz betonte: "Wir f?rdern und unterst?tzen den Roman Herzog Forschungspreis Soziale Marktwirtschaft gerne, weil durch die Forschungsarbeiten junger Nachwuchswissenschaftler wertvolle Impulse f?r die Wirtschaft und unsere Gesellschaft ausgehen. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag f?r die Weiterentwicklung unserer Wirtschaftsordnung."

Ausschreibung f?r 2021 gestartet

Im Rahmen der Online-Preisverleihung wies das RHI zudem erneut auf den Forschungspreis 2021 hin. Bis zum 31. Dezember 2020 k?nnen Dissertationen und Habilitationen eingereicht werden. Selbstbewerbungen sind ebenso m?glich wie Vorschl?ge von Fakult?ten und Instituten. Prof. Rodenstock betonte die Interdisziplinarit?t des Preises: "Ich freue mich auf die Bewerbungen junger Nachwuchswissenschaftler*innen aus den verschiedensten Fachdisziplinen. Wichtig ist uns eine intensive Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex Soziale Marktwirtschaft sowie Umsetzbarkeit und Praxisn?he."

Weiterf?hrende Informationen: http://www.romanherzoginstitut.de/forschungspreis

Kontakt:

Robert Seidl, Tel. 089-551 78-203, E-Mail: mailto:robert.seidl@ibw-bayern.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/58439/4727795 IBW Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft

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