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Westdeutsche Allgemeine Zeitung

M?lheim / Ruhr - Wende im Fall des verschollenen Tengelmann-Chefs Karl-Erivan Haub: Am Montag haben sich auch Ehefrau Katrin und die Zwillinge Viktoria und Erivan den bereits laufenden Antr?gen auf Todeserkl?rung angeschlossen.

02.02.2021 - 14:37:24

WAZ: Wende im Fall Haub: Familie will verschollenen Tengelmann-Chef f?r tot erkl?ren lassen

M?lheim/Ruhr - Wende im Fall des verschollenen Tengelmann-Chefs Karl-Erivan Haub: Am Montag haben sich auch Ehefrau Katrin und die Zwillinge Viktoria und Erivan den bereits laufenden Antr?gen auf Todeserkl?rung angeschlossen. Das best?tigte ein Sprecher des Amtsgerichts K?ln der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung, Onlineausgabe. Bis zuletzt hatte es die Familie abgelehnt, den Ehemann und Vater, der am 7. April 2018 nicht von einer Bergtour in der Schweiz zur?ckgekehrt war, f?r tot erkl?ren zu lassen. Seine Leiche wurde nie gefunden.

Im Streit um das Erbe von Karl-Erivan Haub hatten im Oktober 2020 der alleinige Tengelmann-Chef Christian Haub, sein Bruder Georg und die Firma das Aufgebotsverfahren in Gang gesetzt. Nach Berichten ?ber Spekulationen, Karl-Erivan Haub k?nne noch leben, hatte Georg Haub seinen Antrag auf Todeserkl?rung Ende Dezember pl?tzlich zur?ckgezogen.

Im Oktober noch hatte die Familie von Katrin Haub das Vorgehen der Verwandten und des Unternehmens scharf kritisiert. Gegen?ber der WAZ hatte sie erkl?rt: "Den Antrag, den eigenen verschollenen Ehemann f?r tot erkl?ren zu lassen, wird niemand leichten Herzens stellen. Nicht ohne Grund r?umt das Gesetz f?r die Stellung eines Antrags auf Todeserkl?rung eine Frist von zehn Jahren ein. Es ist sehr befremdlich, dass sich jemand Drittes anma?t, eine solche Entscheidung f?r unsere Familie treffen zu wollen."

Nun die Wende. Auf Anfrage teilte der K?lner Amtsrichter Maurits Steinebach mit: "Die Ehefrau Katrin Haub und die beiden Kinder Viktoria und Erivan Haub sind gestern neben den bisherigen Antragstellern in das Verfahren eingetreten. Sie erhalten dadurch die rechtliche Stellung von Antragstellern nach Paragraph 17 des Verschollenheitsgesetzes." Zuvor hatte das Gericht der Familie eine Frist bis zum 31. Januar gesetzt, sich zu dem Verfahren zu erkl?ren. Deren Anw?lte hatten daraufhin Akteneinsicht beantragt.

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