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Regierungen, Luxemburg

Luxemburg verlängert verschärfte Corona-Regeln bis 15. Januar

15.12.2020 - 13:29:26

Luxemburg verlängert verschärfte Corona-Regeln bis 15. Januar. LUXEMBURG - Das luxemburgische Parlament hat grünes Licht für eine Verlängerung der verschärften Corona-Maßnahmen bis zum 15. Januar gegeben. Mit knapper Mehrheit stimmten die Abgeordneten am Dienstag für ein Gesetz der Regierung, das auch über Weihnachten und Silvester keine Lockerungen vorsieht. Das bedeutet: Nur maximal zwei Personen aus einem anderen Haushalt können zu Besuch kommen.

Auch die anderen, seit 26. November geltenden Regeln, gehen in die Verlängerung. Dazu gehört die Schließung von Restaurants, Kneipen sowie zahlreichen Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Neu ist die Vorschrift, dass Essen und Trinken nach dem Kauf nicht mehr vor Ort zum Beispiel in Einkaufszentren oder in Bahnhöfen konsumiert werden darf. Für die Annahme des Gesetzes stimmten 31 Abgeordnete der Regierungsparteien. Die Opposition war mit 29 Stimmen dagegen.

Der Einzelhandel ist weiterhin geöffnet. Luxemburg ist nach wie vor bestrebt, einen kompletten Lockdown wie im März verhindern zu wollen.

Die seit Ende Oktober geltenden nächtliche Ausgangsbeschränkungen von 23.00 bis 6.00 Uhr bleiben in Kraft, wie das Parlament mitteilte. Mit der Verlängerung der Covid-Maßnahmen reagiert das Großherzogtum auf weiterhin anhaltend hohe Corona-Infektionszahlen.

Die neue Corona-Welle hat das zweitkleinste Land der EU mit gut 600 000 Einwohnern hart getroffen. Nach Angaben des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) liegt Luxemburg bei der 14-Tage-Inzidenz, also der Zahl der Neuinfektionen binnen 14 Tagen pro 100 000 Einwohner, mit 1189 derzeit in Europa hinter Kroatien und Litauen auf Platz drei (Stand 14. Dezember).

Für die hohen Zahlen macht Luxemburg auch ein hohes Testaufkommen verantwortlich. 410 Menschen sind in Luxemburg bislang in Zusammenhang mit einer Infektion gestorben (Stand 14. Dezember). 239 Menschen befinden sich in Kliniken, davon 50 auf Intensivstationen.

@ dpa.de

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