Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Indikatoren, Spanien

LUXEMBURG - In der Eurozone hat sich die Inflation zu Beginn des Jahres überraschend deutlich verstärkt.

03.02.2021 - 12:33:30

Sondereffekte sorgen für starken Anstieg der Inflation in der Eurozone. Die Jahresinflationsrate stieg im Januar auf 0,9 Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch in Luxemburg nach einer ersten Schätzung mitteilte. Im Dezember hatte die Rate noch deutlich tiefer bei minus 0,3 Prozent gelegen. Ökonomen erklärten den starken Anstieg der Teuerung mit Sondereffekten.

Analysten wurden vom Ausmaß des Anstiegs überrascht. Sie waren für Januar im Schnitt nur von einer Inflationsrate von 0,6 Prozent ausgegangen. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent.

Mitentscheidend für die Entwicklung der Teuerungsrate sind die Energiepreise. Diese sanken im Januar zwar um 4,1 Prozent im Jahresvergleich, der Rückgang war aber deutlich schwächer als in den Monaten zuvor. Spürbar verteuert haben sich zu Beginn des Jahres Lebens- und Genussmittel.

Die Kernrate der Verbraucherpreise, bei der schwankungsanfällige Preise für Energie und Lebensmittel herausgerechnet werden, betrug im Januar sogar 1,4 Prozent. Die Kernrate war deutlich höher als im Dezember und erreichte den höchsten Wert seit fünf Jahren.

Experte Christoph Weil von der Commerzbank erwartet nach dem Preissprung zum Jahresauftakt für die kommenden Monate "keinen stärkeren unterliegenden Preisauftrieb". Seiner Einschätzung nach haben Sondereffekte wie die Einführung einer CO2-Abgabe in Deutschland und die zeitweise Senkung der Mehrwertsteuer die Preisentwicklung ein Stück weit verzerrt.

Der Chefvolkswirt der VP Bank, Thomas Gitzel, erkannte ebenfalls kurzfristige Effekte, die derzeit die Preise nach oben treiben. Zwar erwarten Ökonomen in den kommenden Monaten gemeinhin weiter steigende Verbraucherpreise. Dieser Anstieg dürfte sich aber eher in Grenzen halten. "Laufen die aktuellen Sondereffekte aus, wird die Teuerungsrate nicht nachhaltig über Niveaus von über 1,3 Prozent hinauskommen", prognostizierte Gitzel.

Damit würde die Inflation im Euroraum unter der Marke bleiben, die von der EZB mittelfristig angepeilt wird. Die Notenbank sieht das Ziel der Preisstabilität bei einer Teuerungsrate von mittelfristig knapp zwei Prozent als gewährleistet an.

Der Euro stand am Devisenmarkt unter Druck. Gegen Mittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,2019 US-Dollar gehandelt und damit knapp über dem tiefsten Stand seit zwei Monaten.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Italienische Verbraucher und Unternehmen erneut zuversichtlicher. Beide Stimmungsbarometer verbesserten sich, wie das Statistikamt Istat am Mittwoch in Rom mitteilte. Die Unternehmensstimmung erhöhte sich im Monatsvergleich um 3,5 Punkte auf 116,3 Zähler. ROM - Die Zuversicht italienischer Verbraucher und Unternehmen hat im Juli weiter zugenommen. (Wirtschaft, 28.07.2021 - 10:23) weiterlesen...

Frankreich: Verbraucherstimmung trübt sich ein. Der vom Statistikamt Insee erhobene Indikator fiel zum Vormonat um zwei Punkte auf 101 Zähler, wie Insee am Mittwoch in Paris mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 102 Punkten gerechnet. PARIS - Die Stimmung der französischen Verbraucher hat sich im Juli eingetrübt. (Wirtschaft, 28.07.2021 - 09:05) weiterlesen...

Deutschland: Stärkster Anstieg der Importpreise seit 1981 - Preistreiber Energie. Im Jahresvergleich seien die Einfuhrpreise um 12,9 Prozent gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit. Analysten hatten bereits mit einer hohen Jahresrate gerechnet, waren im Schnitt aber nur von einem Zuwachs um 12,6 Prozent ausgegangen. WIESBADEN - Nach Deutschland importierte Güter haben sich erneut stark verteuert. (Wirtschaft, 28.07.2021 - 08:35) weiterlesen...

Elektrobranche erwartet starke Erholung des Weltmarkts. Im laufenden Jahr rechnet der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) mit einem kräftigen Wachstum von neun Prozent. Für Deutschland erwarte man ebenfalls eine starke Erholung von der Corona-Krise und kalkuliere mit einem Plus von sechs Prozent, teilte der ZVEI am Mittwoch mit. Nach dem Pandemiejahr ist die Ausgangsbasis für das Wachstum allerdings relativ niedrig. FRANKFURT - Die deutsche Elektroindustrie erwartet eine starke Erholung des Weltmarkts für Branchengüter. (Wirtschaft, 28.07.2021 - 08:33) weiterlesen...

Impfmüdigkeit und mehr Infektionen lassen Konsumklima stagnieren. Die Erwartungen der Deutschen an die Konjunktur und die Einkommenserwartung seien leicht zurückgegangen, teilte das Nürnberger Konsumforschungsunternehmen GfK am Mittwoch mit. Der von der GfK ermittelte Index für das Konsumklima im August lag bei minus 0,3 Punkte und verharrte damit auf dem gleichen Stand wie im Juli. Analysten hatten hingegen im Schnitt einen Anstieg des Konsumklimas auf plus 1,0 Punkte erwartet. NÜRNBERG - Die wieder steigenden Corona-Infektionszahlen drücken auf die Konsumstimmung der Menschen in Deutschland. (Wirtschaft, 28.07.2021 - 08:20) weiterlesen...

US-Notenbank berät über weiteren Kurs der Geldpolitik. Am Leitzins, der bereits in der extrem niedrigen Spanne von 0,0 bis 0,25 Prozent liegt, dürfte sich am Mittwoch (20.00 Uhr MESZ) nichts ändern. Analysten rechnen auch nicht mit größeren Entscheidungen der Notenbank in Bezug auf bestehende Hilfsprogramme zum Ankauf von Wertpapieren. Mit Spannung wird bei der turnusgemäßen Sitzung allerdings die Einschätzung der Wirtschaftslage und der gestiegenen Inflationsrate erwartet. WASHINGTON - Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) berät angesichts einer boomenden Wirtschaft und steigender Inflation über ihren weiteren geldpolitischen Kurs. (Wirtschaft, 28.07.2021 - 05:48) weiterlesen...