RWE AG(NEU), DE0007037129

LUXEMBURG - Die EU-Energieminister sind sich über europäische Maßnahmen gegen die gestiegenen Energiepreise weiter uneins.

26.10.2021 - 10:49:27

Energiepreise: EU-Minister weiter über Maßnahmen gespalten. "Es ist ein besonders wichtiges Problem für Europa, mitten im wirtschaftlichen Aufschwung, für das man außergewöhnliche Lösungen finden muss", sagte die spanische Energie-Staatssekretärin Sara Aagesen Muñoz vor einem Sondertreffen am Dienstag. Spanien fordert unter anderem eine Reform des Strom- und Gasmarktes. Der luxemburgische Energieminister Claude Turmes plädierte hingegen für nationale Notfallmaßnahmen. Die Energieminister und Staatssekretäre wollen in Luxemburg besprechen, was langfristig gegen Preisschwankungen getan werden kann.

Spanien will das System überarbeiten, wie die Preise auf dem Großhandelsmarkt für Strom entstehen. So erhofft sich Madrid, dass der Strompreis vom stark gestiegenen Gaspreis weniger abhängig ist. Dann könnten Verbraucher die Vorteile eines nachhaltigen Energiemixes auch spüren, sagte Aagesen. Spanien schlägt auch einen gemeinsamen Kauf und die Lagerung von Gas vor. Frankreich und andere südeuropäische Länder hatten diese Vorschläge zuletzt unterstützt.

Länder wie Deutschland oder Luxemburg setzen hingegen auf marktwirtschaftliche Lösungen. In einem Papier hatten sie sich mit sieben anderen gegen eine Reform des Strommarktes ausgesprochen. Stattdessen müsse man die europäischen Energiemärkte besser verbinden und in erneuerbare Energien investieren, sagte Turmes. Der deutsche Staatssekretär Andreas Feicht erklärte: "Ein beschleunigter Ausbau der erneuerbaren Energien und mehr Energieeffizienz werden die Importabhängigkeit der EU reduzieren und gleichzeitig einen wertvollen Beitrag zur Dekarbonisierung unserer Wirtschaft leisten."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Umfrage: Rund die Hälfte der Deutschen aufgeschlossen für Atomkraft. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov gaben 22 Prozent der Befragten an, dass Kernenergie bei den Bemühungen um eine kohlenstoffarme Stromproduktion in Deutschland sehr wichtig sei und erneuerbaren Energiequellen wie Solar- und Windenergie gleichgestellt sein sollte. Für knapp ein Drittel (31 Prozent) sollte Atomkraft bei der Energiewende zumindest eine kleine Rolle spielen. Sie solle aber nicht so stark wie Photovoltaik und Windkraft genutzt werden. KÖLN - Etwa jeder zweite Deutsche steht der Atomkraft nicht komplett ablehnend gegenüber. (Wirtschaft, 08.12.2021 - 06:08) weiterlesen...

RWE und Novatek kooperieren bei Wasserstoffhandel. Der russische Gaskonzern Novatek solle "blauen" Ammoniak und Wasserstoff an den Dax-Konzern liefern, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung. Eine entsprechende Absichtserklärung habe die RWE-Tochter Supply and Trading unterzeichnet. ESSEN - Der Energiekonzern RWE baut seine Ambitionen im Geschäft mit Wasserstoff weiter aus. (Boerse, 07.12.2021 - 13:39) weiterlesen...

KORREKTUR: Verbraucherschützer beklagt 'Schieflage' bei Kosten der Energiewende (Im 3. Absatz, 4. Satz, wurde der Hinweis auf "Vielflieger" gestrichen.) (Wirtschaft, 02.12.2021 - 11:15) weiterlesen...

Verbraucherschützer beklagt 'Schieflage' bei Kosten der Energiewende. "Sollten beim Kohleausstieg zusätzliche Kosten, zum Beispiel höhere Strompreise entstehen, müssen neben der Industrie auch die privaten Haushalte finanziell entlastet werden", sagte der Chef der Verbraucherzentrale Bundesverband, Klaus Müller, der Deutschen Presse-Agentur. BERLIN - Verbraucherschützer fordern eine faire Verteilung der Lasten bei der geplanten schnelleren Energiewende. (Wirtschaft, 02.12.2021 - 05:27) weiterlesen...