Indikatoren, Spanien

LUXEMBURG - Der Handelsüberschuss der Eurozone mit der restlichen Welt ist im Juli auf den tiefsten Stand seit vier Jahren gesunken.

14.09.2018 - 14:39:45

Eurozone: Handelsüberschuss so niedrig wie seit vier Jahren nicht. Der saisonbereinigte Exportüberschuss sei gegenüber dem Vormonat um 3,7 Milliarden auf 12,8 Milliarden Euro gefallen, teilte das Statistikamt Eurostat am Freitag mit. Zuletzt hatte er im Juli 2014 niedriger gelegen. Analysten hatten nur mit einem leichten Rückgang auf 16,2 Milliarden Euro gerechnet. Der Rückgang ist bereits der vierte in Folge.

Der saisonbereinigte Exportüberschuss des Euroraums gegenüber dem Rest der Welt sei im Juli gegenüber dem Vormonat um 3,7 Milliarden auf 12,8 Milliarden Euro gefallen, teilten die Statistiker mit. Es handelt sich um den vierten Rückgang infolge; zuletzt hatte der Überschuss im Juli 2014 niedriger gelegen. Analysten hatten im Mittel nur ein geringes Absinken erwartet. Der fallende Überschuss war sowohl auf sinkende Exporte als auch auf steigende Importe zurückzuführen. Den mit Abstand größten Überschuss erreichte nach wie vor Deutschland mit 13,4 Milliarden Euro. Aber auch hier wurde ein Rückgang verzeichnet.

Nach unbereinigten Daten lag der Handelsüberschuss der Eurozone im Juli bei 17,6 Milliarden Euro. Bezogen auf die gesamte Europäische Union war der Handel mit einem Plus von nur 0,1 Milliarden Euro sogar fast ausgeglichen - nach einem Überschuss von 7,8 Milliarden Euro im Vorjahresmonat. In den Monaten Januar bis Juli 2018 verzeichnete die EU insgesamt sogar ein Defizit in Höhe von 4,1 Milliarden Euro, nach einem Plus im Vorjahreszeitraum von 6,3 Milliarden Euro.

Auf den ersten Blick scheinen diese Zahlen ein Segen für Trump zu sein. Die Handelsdaten stehen seit seiner Amtseinführung im Fokus, weil er immer wieder Europa und insbesondere Deutschland mit dem Vorwurf unfairer Handelspraktiken attackiert. Demnach werden auf Kosten der USA hohe Überschüsse in der Handelsbilanz erzielt.

Doch auf den zweiten Blick sehen die Zahlen für den US-Präsidenten nicht gut aus. Zwar ging im Juli auch der Überschuss des Eurozonen-Handels mit den USA von 11,1 Milliarden Euro im Vormonat auf 9,8 Milliarden Euro zurück. Allerdings ist hier kein vergleichbarer Tiefstand zu verzeichnen. Stattdessen liegt der aktuelle Wert nach einigen Schwankungen nach oben und unten nur geringfügig unter dem Niveau vom Januar 2017, als Trump zum Präsidenten vereidigt wurde.

Betrachtet man die Monate Januar bis Juli 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, ist der Eurozonen-Überschuss im Handel mit den USA sogar gestiegen. Das gilt auch für die gesamte Europäische Union. Hier legte das Plus in den ersten sieben Monaten dieses Jahres im Vorjahresvergleich von 67,1 auf 79,3 Milliarden Euro zu.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

USA: Baubeginne steigen schwächer als erwartet. Wie aus Zahlen des Handelsministeriums vom Dienstag hervorgeht, lagen die Baubeginne 1,5 Prozent höher als im Vormonat. Analysten hatten im Mittel mit einem etwas stärkeren Zuwachs um 2,2 Prozent gerechnet. Der deutliche Rückgang im Vormonat wurde von 5,3 auf 5,5 Prozent korrigiert. WASHINGTON - Die Aktivität in der US-Bauwirtschaft hat im Oktober wieder etwas angezogen, allerdings schwächer als erwartet. (Boerse, 21.11.2018 - 17:09) weiterlesen...

USA: Verkäufe bestehender Häuser steigen stärker als erwartet. Sie seien im Vergleich zum Vormonat um 1,4 Prozent geklettert, teilte die Maklervereinigung "National Association of Realtors" (NAR) am Mittwoch in Washington mit. Analysten hatten lediglich mit einem Anstieg um 1,0 Prozent gerechnet. WASHINGTON - In den USA sind die Verkäufe bestehender Häuser im Oktober nach sechs Rückgängen in Folge wieder gestiegen. (Boerse, 21.11.2018 - 16:27) weiterlesen...

Studie: Aktien für Mitarbeiter fristen 'Nischendasein' in Deutschland. "Unser Ziel ist es, Mitarbeiteraktien aus dem Nischendasein, das sie in Deutschland führen, herauszuholen", sagte die Chefin des Deutschen Aktieninstituts (DAI), Christine Bortenlänger, am Mittwoch in Frankfurt. Um die Attraktivität der Programme zu erhöhen, sei eine bessere Förderung notwendig. FRANKFURT - Deutsche Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern einer Studie zufolge vergleichsweise selten Aktienbeteiligungen an. (Boerse, 21.11.2018 - 16:20) weiterlesen...

USA: Frühindikatoren steigen leicht. Er stieg zum Vormonat um 0,1 Prozent, wie das private Forschungsinstitut Conference Board am Mittwoch in Washington mitteilte. Volkswirte hatten damit gerechnet. Im Vormonat war der Indikator um revidierte 0,6 Prozent gestiegen. Zunächst war ein Anstieg von 0,5 Prozent ermittelt worden. WASHINGTON - In den USA hat der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren im Oktober leicht zugelegt. (Wirtschaft, 21.11.2018 - 16:15) weiterlesen...

USA: Michigan-Konsumklima trübt sich stärker als erwartet ein. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima fiel um 1,1 Punkte auf 97,5 Punkte, wie das Institut am Mittwoch in Michigan nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Dies ist der zweite Rückgang in Folge. Volkswirte hatten mit einer Bestätigung der ersten Schätzung und damit mit 98,3 Punkten gerechnet. MICHIGAN - Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im November stärker als erwartet eingetrübt. (Wirtschaft, 21.11.2018 - 16:12) weiterlesen...

USA: Aufträge für langlebige Güter fallen kräftig. Der gesamte Auftragseingang lag 4,4 Prozent unter dem Vormonatsniveau, wie das US-Handelsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Analysten hatten im Mittel einen wesentlich schwächeren Rückgang um 2,6 Prozent erwartet. Zudem wurde das Vormonatsergebnis von plus 0,7 Prozent in minus 0,1 Prozent korrigiert. WASHINGTON - In den USA sind die Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter im Oktober stark gefallen. (Wirtschaft, 21.11.2018 - 14:43) weiterlesen...