Regierungen, Großbritannien

LONDON - Trotz der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus in Großbritannien hält der Direktor der Medizinforschungsstiftung Wellcome Trust, Jeremy Farrar, die abwartende Haltung der Regierung für vernünftig.

21.12.2021 - 11:34:28

Omikron in Großbritannien: Experte hält Abwarten für vernünftig. "Inmitten der derzeitigen Unsicherheit über die Schwere, Übertragbarkeit und der weiteren Auswirkungen auf die Gesellschaft, ist es meiner Meinung nach vernünftig, 24, vielleicht 36 Stunden abzuwarten bis wir weitere Daten sehen", sagte Farrar dem britischen Radiosender BBC 4 am Dienstag. Sollte aber die Zahl der Neuinfektionen weiter steigen, würden auch die Krankenhauseinweisungen nach oben gehen. "Dann müsste die Regierung in einer drakonischeren Weise agieren, als es noch ein paar Tage vorher notwendig gewesen wäre", sagte Farrar.

Großbritannien verzeichnet derzeit so viele Neuinfektionen wie nie zuvor. Mehrere Tage infolge lag die Zahl der an einem einzigen Tag registrierten Fälle bereits über 90 000. Unklar ist aber noch, ob die Omikron-Welle ihren Höhepunkt bereits erreicht hat und ob die Rekordzahlen an Infektionen auch zu einer drastisch erhöhten Zahl von Krankenhauseinweisungen führt.

Premierminister Boris Johnson hatte am Montag nach einer mehrstündigen Kabinettssitzung zunächst keine weiteren Maßnahmen angekündigt. Die konservative Boulevardzeitung "Daily Mail" titelte daraufhin "Weihnachten ist gerettet". In weiten Teilen von Johnsons Tory-Partei herrscht großer Widerstand gegen jegliche Corona-Maßnahmen. Selbst eine moderate Verschärfung der Regeln konnte der konservative Premier nur mithilfe der Opposition durchsetzen. Fraglich ist daher, ob Johnson derzeit politisch überhaupt handlungsfähig ist.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

1,2 Millionen Todesfälle infolge von Antibiotika-Resistenzen 2019. Bei fast fünf Millionen Todesfällen war eine solche Infektion demnach mindestens mitverantwortlich für den Tod, berichtet eine internationale Experten-Gruppe im Fachmagazin "The Lancet". Antibiotika-Resistenzen gehörten so gesehen zu den häufigsten Todesursachen weltweit. SEATTLE - Mehr als 1,2 Millionen Menschen auf der Welt starben 2019 einer Schätzung zufolge unmittelbar an einer Infektion mit einem Antibiotika-resistenten Erreger. (Boerse, 20.01.2022 - 01:35) weiterlesen...

Biden will großes Sozial- und Klimapaket scheibchenweise durchsetzen. Vor den Kongresswahlen im November könnten zum Beispiel Teile zur Förderung von Elektromobilität und für Energie und Klimaschutz beschlossen werden, sagte Biden am Mittwoch im Weißen Haus. Die Maßnahmen hätten ein Volumen von rund 500 Milliarden US-Dollar (440 Milliarden Euro). Der Demokrat fügte hinzu, auch parteiinterne Gegner des Pakets wie Senator Joe Manchin unterstützten Teile davon wie etwa einen Ausbau der frühkindlichen Bildung. WASHINGTON - US-Präsident Joe Biden hat sich zuversichtlich gezeigt, Teile des vor Weihnachten im Senat blockierten massiven Investitionspakets für Soziales und Klimaschutz doch noch durchsetzen zu können. (Wirtschaft, 19.01.2022 - 23:22) weiterlesen...

Biden verbreitet im Kampf gegen die Corona-Pandemie Zuversicht. Noch sei es nicht so weit, aber die USA bewegten sich auf den Zeitpunkt zu, ab dem Corona den Alltag der Menschen nicht mehr stören und kein Grund für eine Krise mehr sein werde, sagte Biden am Mittwoch im Weißen Haus. Seit seinem Amtsantritt vor einem Jahr habe sich die Lage dramatisch verbessert, betonte Biden. Inzwischen gebe es ausreichend Impfungen und Medikamente, um die Pandemie einzudämmen. "Wir haben enorme Fortschritte gemacht", sagte Biden. WASHINGTON - US-Präsident Joe Biden hat sich im Ringen um die Eindämmung der Corona-Pandemie zuversichtlich gezeigt. (Wirtschaft, 19.01.2022 - 22:47) weiterlesen...

Bundesnetzagentur: Verbraucherschützer Müller soll neuer Chef werden. Das bestätigte der Vorsitzende des Beirates der Behörde, der niedersächsische Umwelt- und Energieminister Olaf Lies (SPD), am Mittwochabend der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet. Die "Rheinische Post" hatte gemeldet, Müller sei für den Posten im Gespräch. BERLIN/BONN - Klaus Müller, Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands, soll neuer Chef der Bundesnetzagentur werden. (Boerse, 19.01.2022 - 22:29) weiterlesen...

Biden verteidigt Regierungsbilanz nach einem Jahr im Amt. Biden sprach am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus von einem Jahr der Herausforderungen, aber auch der "enormen Fortschritte". Der US-Präsident verwies unter anderem auf die Zunahme der Impfrate seit seinem Amtsantritt vor einem Jahr und auf wirtschaftliche Erfolge. So seien in seiner Regierungszeit sechs Millionen neue Jobs geschaffen worden. Arbeitslosigkeit und Armut hätten abgenommen, Gehälter hätten dagegen zugelegt. WASHINGTON - Ein Jahr nach seinem Amtsantritt hat US-Präsident Joe Biden die Bilanz seiner Regierung gegen Kritik verteidigt. (Wirtschaft, 19.01.2022 - 22:28) weiterlesen...

Ukraine/Selenskyj: Risiken eines Angriffs sind nicht größer geworden. "Die Risiken bestehen nicht erst seit einem Tag, und sie sind nicht größer geworden", sagte er am Mittwochabend in einer Ansprache. "Größer ist nur der Rummel um sie geworden." Habe es denn nicht schon 2014 einen Einmarsch gegeben, fragte Selenskyj und spielte damit auf die Einverleibung der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland an. KIEW - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich zurückhaltend zu der Gefahr eines Einmarsches Russlands in sein Land geäußert. (Wirtschaft, 19.01.2022 - 20:29) weiterlesen...