Anleihen, Spanien

LONDON - Nach einer Hochstufung der Bonität des einstigen Krisenlandes Portugal durch die einflussreiche Ratingagentur Fitch sind die Kurse südeuropäischer Anleihen zum Wochenbeginn mit kräftigen Gewinnen in den Handel gestartet.

18.12.2017 - 10:38:25

Südeuropas Anleihen nach verbessertem Portugal-Rating im Aufwind. Die Rendite auf zehnjährige portugiesische Staatspapiere fiel im Gegenzug am Montagmorgen bis auf 1,7 Prozent und damit auf den tiefsten Stand seit April 2015.

Auch die Papiere anderer südeuropäischer Länder bekamen in diesem Umfeld Auftrieb. Die Renditen italienischer und spanischer Papiere mit zehnjähriger Laufzeit fielen im Gegenzug jeweils um rund 0,02 Prozentpunkte. Besonders deutlich gaben die Zinsen in Griechenland nach. Zehnjährige Papiere rentieren hier inzwischen unter 4 Prozent auf Vorkrisenniveau.

Am Freitagabend hatte Fitch das Rating Portugals gleich um zwei Stufen von "BB+" auf "BBB" angehoben. Damit haben Portugals Staatsanleihen den sogenannten Ramschbereich verlassen, in dem ein Investment als spekulativ gilt. Der Ausblick ist stabil, damit erwartet Fitch auch auf absehbare Zeit keine Veränderung der Lage. Im September hatte bereits die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) Portugal wieder zu einem zuverlässigen Schuldner erklärt.

Dass nun zwei der führenden Agenturen den Daumen nach oben strecken, hat für Portugals Finanzierungsbedingungen an den Finanzmärkten wichtige Konsequenzen. Zum ersten Mal seit sechs Jahren sei Portugal nun wieder für die Einbeziehung in große Anleiheindizes geeignet, was die Papiere des Landes für einen größeren Kreis von Investoren zugänglich mache, heißt es von Experten der Bank Unicredit. Bei der dritten großen Ratingagentur Moody's liegt Portugal unterdessen weiter auf Ramschniveau, wenn auch nur knapp.

Fitch begründete die Hochstufung Portugals am Freitag in erster Linie mit den Verbesserungen im Staatshaushalt: In diesem Jahr dürfte die Schuldenquote demnach zum ersten Mal seit der Eurokrise sinken. Das liege zum einen an den Maßnahmen der Regierung, zum anderen aber auch an einer wirtschaftlichen Erholung und besseren Finanzierungsbedingungen. Das Haushaltsdefizit dürfte laut Fitch in diesem Jahr nur noch einen Bruchteil des Wertes aus Krisenzeiten betragen. Auch der Bankensektor stehe heute besser da, wenngleich faule Kredite weiter ein Risiko seien.

Portugal war eines der europäischen Länder, das am schwersten unter den Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise gelitten hatte. Mit internationaler Hilfe hat sich die Lage aber inzwischen entspannt und die portugiesische Wirtschaft ist auf Wachstumskurs.

@ dpa.de

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