Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Regierungen, Medizintechnik

LONDON - Mithilfe von Tests an Freiwilligen wollen Forscher in Großbritannien das Coronavirus besser verstehen.

08.03.2021 - 05:58:26

Freiwillige mit Corona infiziert. Dazu wurden gesunde Probanden im Zuge einer Studie mit Corona infiziert, wie das Gesundheitsministerium in London auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Nach früheren Angaben der britischen Regierung handelt es sich um die erste Studie weltweit, bei der Menschen gezielt mit Sars-CoV-2 infiziert werden. Sie sollen zunächst die geringste mögliche Dosis an Viren zugeführt bekommen, die für eine Infektion notwendig ist.

Die sogenannten Human-Challenge-Analysen sind hoch umstritten. Diese Tests kamen in der Vergangenheit zum Beispiel bei der Entwicklung von Grippe- oder Malaria-Impfstoffen zum Einsatz. Allerdings wurde den Probanden dabei - anders als nun bei der britischen Studie - zunächst ein potenzieller Wirkstoff verabreicht. In Deutschland gelten ähnliche Versuche als unwahrscheinlich. Der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa) lehnt sie als unethisch ab.

Die Probanden würden "in einer sicheren und kontrollierten Umgebung dem Virus ausgesetzt, rund um die Uhr überwacht von Medizinern und Wissenschaftlern", hieß es nun. Bis zu 90 Freiwillige zwischen 18 und 30 Jahren sollten bei den Tests dem Virus ausgesetzt werden. Die Probanden würden nicht zuvor geimpft, hatte die Regierung bei der Ankündigung der Tests klargestellt. Sie sollen für die Testdauer eine nicht näher genannte Entschädigung erhalten.

"Die erste Gruppe von Freiwilligen hat nun am Royal Free Hospital in London mit der Virus-Charakterisierungs-Studie begonnen", sagte die Ministeriumssprecherin. "Das Human-Challenge-Programm wird die Entwicklung von Impfstoffen und Behandlungen gegen Covid-19 verbessern und beschleunigen." Vorab hatte es geheißen, die Wissenschaftler wollten unter anderem herausfinden, wie das Immunsystem auf das Virus reagiert und wie Infizierte Viruspartikel in die Umgebung abgeben.

Die Studie werde eine zentrale Rolle bei der Entwicklung von Impfstoffen spielen, hatte die Regierung angekündigt. In Folgestudien könnten Probanden mit einem neuen Wirkstoff geimpft und dann dem Virus ausgesetzt werden. Dieses Vorgehen bei der Erprobung von Impfstoffen hat den Vorteil, dass die Wirksamkeit vergleichsweise effizient getestet werden kann. Das übliche Verfahren sieht hingegen vor, Zehntausende zu impfen und dann zu schauen, ob sich weniger Menschen auf natürliche Weise infizieren als in einer ungeimpften Kontrollgruppe.

Großbritannien ist eines der am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder Europas. Bisher sind offiziellen Angaben zufolge mehr als 124 000 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Seit knapp drei Monaten läuft eine Massenimpfung. Bisher ist landesweit mehr als 22,2 Millionen Menschen eine Dosis gespritzt worden. Für den vollen Schutz ist aber eine zweite Impfung nötig. Diese haben bisher etwa 1,1 Millionen Menschen erhalten.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

MV will Option zur Sicherung des Impfstoffs Sputnik V beschließen. "Diese Option soll fällig werden, sobald der Impfstoff eine Zulassung für Deutschland und Europa erhält", sagte sie einer Mitteilung zufolge am Montag. Der Wirtschaftsminister solle den Auftrag erhalten, die Verhandlungen schnell abzuschließen. SCHWERIN - Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat angekündigt, dass ihr Kabinett am Dienstag über die Option zur Sicherung des russischen Corona-Impfstoffes Spuntik V entscheiden werde. (Boerse, 12.04.2021 - 21:53) weiterlesen...

EU verschärft Iran-Sanktionen wegen Menschenrechtsverletzungen. Wie der Rat der Mitgliedstaaten am Montag mitteilte, sind von den Strafmaßnahmen acht Einzelpersonen und drei Haftanstalten betroffen. Hintergrund ist die Niederschlagung von Protesten im November 2019. Dabei wurden nach EU-Angaben unbewaffnete Demonstranten und andere Zivilisten in vielen Städten des Landes getötet oder verletzt. BRÜSSEL - Die Europäische Union hat ihre Sanktionen gegen den Iran wegen Verstößen gegen grundlegende Menschenrechte noch einmal verschärft. (Wirtschaft, 12.04.2021 - 21:20) weiterlesen...

Müller sieht nächtliche Ausgangssperre weiter kritisch. "Richtig ist mit Sicherheit, die Kontakte so weit es geht drinnen wie draußen zu reduzieren und auf das Nötigste zu beschränken", sagte Müller am Montag in der RBB-"Abendschau". Er argumentiere aber gegen eine harte Ausgangssperre. "Abends alleine oder zu zweit spazieren zu gehen, ist keine große Gefahr", sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz. BERLIN - Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat seine Kritik an Überlegungen zur Einführung von nächtlichen Ausgangssperren wiederholt. (Wirtschaft, 12.04.2021 - 20:51) weiterlesen...

Aus dem Norden Gegenwind für Corona-Notbremsepläne des Bundes. So dürfe eine nächtliche Ausgangssperre nicht automatisch ab 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen in Kraft treten, erklärte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Montag nach Beratungen der Koalitionsspitzen. Vielmehr dürfe eine solche Maßnahme nur eine individuelle Ultima Ratio nach der Abwägung der regionalen Gegebenheiten sein. KIEL - Die Jamaika-Koalition in Schleswig-Holstein verlangt Nachbesserungen an den Plänen des Bundes für einheitliche Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie. (Wirtschaft, 12.04.2021 - 20:16) weiterlesen...

Wegen Corona-Pandemie: Russland beschränkt Flugverkehr mit Türkei. Die neuen Regelungen sollen von Donnerstag an gelten, wie Vize-Regierungschefin Tatjana Golikowa am Montag in Moskau der Nachrichtenagentur Interfax zufolge ankündigte. Offiziell begründet wird der Schritt mit der gestiegenen Zahl von Corona-Fällen in der Türkei. Dort gab es zuletzt täglich mehr als 50 000 Neuinfektionen - bei ähnlich vielen Einwohnern wie in Deutschland, wo am Montag 13 245 neue Fälle gemeldet wurden. ANKARA/MOSKAU - Russland will für anderthalb Monate den Luftverkehr mit der Türkei stark einschränken. (Wirtschaft, 12.04.2021 - 20:14) weiterlesen...

Haseloff lehnt generelle Ausgangssperren ab. "Ausgangssperren - das bestätigt auch die Forschung - haben auf das Infektionsgeschehen geringen Einfluss", sagte Haseloff auf "Bild"-Online. "Ein gewisser Effekt mag noch in Ballungsräumen bestehen, im ländlichen Raum tendiert dieser gegen Null", sagte der CDU-Politiker am Montag. Zudem finde er generelle Ausgangssperren unverhältnismäßig. Wichtiger sei der Infektionsschutz in Innenräumen. MAGDEBURG - Vor einer möglichen bundesweiten Verschärfung der Regeln gegen die Corona-Pandemie hat Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) generelle Ausgangssperren abgelehnt. (Wirtschaft, 12.04.2021 - 19:34) weiterlesen...