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Regierungen, Deutschland

LONDON / MANCHESTER - Für ihre Entscheidung, die Sozialhilfe nach einer vorübergehenden Erhöhung während der Corona-Pandemie wieder zu kürzen, ist die britische Regierung in die Kritik geraten.

06.10.2021 - 10:52:28

Sozialhilfe gekürzt: Britische Regierung in der Kritik. Briten, die auf die Unterstützung durch die als Universal Credit bekannten Zahlungen angewiesen sind, müssen seit Mittwoch mit 20 Pfund (rund 23,5 Euro) weniger pro Woche zurechtkommen. Das entspricht einem Rückgang von 15 Prozent. Die Debatte drohte, einen weiteren Schatten auf den am Mittwoch endenden Parteitag der regierenden Tories in Manchester zu werfen.

Einem Bericht der BBC zufolge sind von der Kürzung ungefähr 5,8 Millionen Menschen in England, Schottland und Wales betroffen, die entweder arbeitslos sind oder eine Aufstockung ihres Gehalts erhalten.

Die Organisation Citizens Advice warnte, ein Drittel dieser Menschen werde sich infolge der Kürzung verschulden müssen. Kritisiert wird zudem, dass der Schritt zu einer Zeit komme, in der die Lebenshaltungskosten steigen. Den Geldbeutel vieler Haushalte belasten vor allem gestiegene Energiekosten. Die Bank of England rechnet mit einem Anstieg der Inflation auf vier Prozent.

Premierminister Boris Johnson wies Befürchtungen über eine Krise der Lebenshaltungskosten während der viertägigen Parteikonferenz seiner Konservativen zurück. Er sei nicht besorgt und verlasse sich darauf, dass Gehälter im Land steigen werden, da man sich dank des Brexits von der Abhängigkeit günstiger Arbeitskräfte aus dem Ausland befreit habe.

@ dpa.de

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