Regierungen, Lebensmittelhandel

LONDON - Kurz vor dem Start neuer Kontrollen von Lebensmittelimporten aus der EU warnt ein britischer Verband vor Engpässen.

30.12.2021 - 06:04:28

Verband warnt vor Engpässen bei Lebensmitteln in Großbritannien. Wegen der Umstellung seien schwerwiegende Verzögerungen zu Jahresbeginn wahrscheinlich, sagte der Chef des Tiefkühlkostverbands British Frozen Food Federation (BFFF), Richard Harrow. Dadurch könnte es Probleme bei der Lebensmittelversorgung im Januar geben. Großbritannien importiert fünf Mal mehr Lebensmittel aus der EU als es in die Gemeinschaft exportiert.

Vom 1. Januar an müssen Importeure ihre Lieferungen aus der EU vorab und vollständig beim britischen Zoll anmelden. Wegen Schwierigkeiten im Handel hatte die Regierung in London die Regelung nach dem Brexit zunächst ausgesetzt. In die andere Richtung gibt es bereits seit einem Jahr strenge Kontrollen, als Großbritannien die EU-Zollunion und den Binnenmarkt verließ. Seitdem gibt es immer wieder Probleme im Handel zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich. Auch deutsche Verbände warnen vor weiterem Druck auf die ohnehin angespannten Lieferketten durch die neuen britischen Zollkontrollen.

"Obwohl die neuen britischen Vorschriften schrittweise eingeführt werden, sind wir besorgt, dass es nicht ausreichend Planungen gibt, um sicherzustellen, dass die neuen Anforderungen von allen in der Lebensmittelversorgungskette verstanden werden", sagte Harrow. So sei fraglich, ob die EU-Seite sich über ein neu eingeführtes System zur Verfolgung von Fleisch- und pflanzlichen Produkten im Klaren sei. Er fürchte, dass EU-Häfen auch Lastwagen ohne vollständige Dokumentation die Ausreise nach Großbritannien genehmigen, sagte Harrow.

Zudem ist auch bei britischen Importeuren die Unsicherheit groß. Noch immer gebe es Bereiche, die BFFF-Mitgliedern nicht bekannt seien. "Da nur noch wenige Tage verbleiben, bis die neuen Regeln gelten, sind wir weiterhin besorgt, dass der Januar ein anstrengender Monat für unsere Mitglieder werden könnte", sagte Harrow.

@ dpa.de

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