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PwC Deutschland

London - In einem Jahr, in dem die Wirtschaft die Art und Weise, wie sie die Bed?rfnisse der Gesellschaft und der Umwelt erf?llt, umgestalten musste, laufen Familienunternehmen Gefahr, ins Hintertreffen zu geraten, so das Ergebnis einer neuen globalen Umfrage unter 2.801 Familienunternehmern.

16.02.2021 - 03:07:39

Familienunternehmen riskieren, bei ESG das Ziel zu verfehlen - PwC-Studie zu Familienunternehmen

London - In einem Jahr, in dem die Wirtschaft die Art und Weise, wie sie die Bed?rfnisse der Gesellschaft und der Umwelt erf?llt, umgestalten musste, laufen Familienunternehmen Gefahr, ins Hintertreffen zu geraten, so das Ergebnis einer neuen globalen Umfrage unter 2.801 Familienunternehmern.

W?hrend mehr als die H?lfte (55 %) der Befragten das Potenzial f?r ihr Unternehmen sahen, in Sachen Nachhaltigkeit f?hrend zu sein, haben nur 37 % eine definierte Strategie. Europ?ische und amerikanische Unternehmen hinken ihren asiatischen Kollegen hinterher, wenn es darum geht, der Nachhaltigkeit in ihrer Strategie Priorit?t einzur?umen. 79 % der Befragten auf dem chinesischen Festland und 78 % in Japan gaben an, "Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt unseres Handelns zu stellen", verglichen mit 23 % in den USA und 39 % in Gro?britannien. Gr??ere Unternehmen und solche, die sich im Besitz sp?terer Generationen befinden, gehen ebenfalls gegen den Trend und setzen verst?rkt auf Nachhaltigkeit.

Diese Zur?ckhaltung gegen?ber der Nachhaltigkeit kommt trotz der Tatsache, dass Familienunternehmen mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Verantwortung gegen?ber der Gesellschaft sehen. ?ber 80 % engagieren sich proaktiv im Bereich der sozialen Verantwortung, und 71 % versuchten, so viele Mitarbeiter wie m?glich w?hrend der Pandemie zu halten. Es ist auch keine Funktion des wirtschaftlichen Pessimismus - weniger als die H?lfte (46 %) erwartet trotz der Pandemie einen Umsatzr?ckgang, und die Befragten waren optimistisch, dass ihr Unternehmen in den Jahren 2021 und 2022 widerstandsf?hig sein und weiterwachsen wird.

Stattdessen geht es um eine zunehmend veraltete Vorstellung davon, wie Unternehmen auf die Gesellschaft reagieren sollten. 76 % in den USA und 60 % in Gro?britannien legen mehr Wert auf ihren direkten Beitrag, oft durch philanthropische Initiativen, als durch einen strategischen Ansatz zu ESG-Themen. Familienunternehmen sind auch etwas isoliert von dem Druck der Investoren, der Aktiengesellschaften derzeit dazu dr?ngt, ESG in den Mittelpunkt ihrer langfristigen Pl?ne f?r den wirtschaftlichen Erfolg zu stellen.

Peter Englisch, Global Family Business Leader bei PwC, sagt:

"Es ist klar, dass Familienunternehmen weltweit ein starkes Engagement f?r einen gr??eren sozialen Zweck haben. Aber es gibt einen wachsenden Druck von Kunden, Kreditgebern, Aktion?ren und sogar Mitarbeitern, eine sinnvolle Wirkung in Bezug auf Nachhaltigkeit und weitere ESG-Themen zu demonstrieren. Viele b?rsennotierte Unternehmen haben begonnen zu reagieren, aber diese Umfrage zeigt, dass Familienunternehmen einen traditionelleren Ansatz f?r soziale Beitr?ge haben.

Familienunternehmen m?ssen sich an die sich ?ndernden Erwartungen anpassen und schaffen, wenn sie dies nicht tun, ein potenzielles Gesch?ftsrisiko. Dabei geht es nicht nur um die Verpflichtung, Gutes zu tun, sondern um die Festlegung sinnvoller Ziele und Berichte, die ein klares Gesp?r f?r ihre Werte und ihren Zweck zeigen, wenn es darum geht, Volkswirtschaften und Gesellschaften beim besseren Aufbau zu helfen."

Wachstum

Die Umfrage zeigt, dass Familienunternehmen die Pandemie relativ gut ?berstanden haben. Weniger als die H?lfte (46 %) erwartet trotz der Pandemie einen Umsatzr?ckgang, und die Befragten waren optimistisch, dass ihr Unternehmen in den Jahren 2021 und 2022 widerstandsf?hig sein und weiterwachsen wird.

Familienunternehmen hinken bei der digitalen Transformation hinterher

Auch wenn sich 80 % der Familienunternehmen an die Herausforderungen der COVID-19-Pandemie angepasst haben, indem sie ihren Mitarbeitern Heimarbeit erm?glichen, gibt es auch Bedenken hinsichtlich ihrer allgemeinen St?rke, wenn es um die digitale Transformation geht.

62 % der Befragten beschrieben ihre digitalen F?higkeiten als "nicht stark", weitere 19 % als "in der Entwicklung begriffen".

Doch hier gibt es deutliche Generationsunterschiede: 41 % der Unternehmen, die sich selbst als digital stark bezeichnen, geh?ren der 3. oder 4. Generation an, und die Next Gens haben in 46 % der digital starken Unternehmen eine gr??ere Rolle ?bernommen.

Peter Englisch sagt:

"Es ist besorgniserregend, dass die Familienunternehmen hinter der Kurve zur?ckbleiben. Es gibt klare Belege daf?r, dass starke digitale F?higkeiten Agilit?t und Erfolg erm?glichen und dass sie eine ?hnliche Begeisterung f?r Nachhaltigkeit haben.

Unternehmen sollten ?berlegen, wie sie die Erfahrung und die frischen Erkenntnisse der Next Gens nutzen k?nnen, wenn es darum geht, ihre digitale Reise zu priorisieren."

Die Governance-L?cke

W?hrend Familienunternehmen ?ber ein gutes Ma? an Vertrauen, Transparenz und Kommunikation berichten, unterstreicht die Umfrage die Vorteile einer professionellen F?hrungsstruktur. W?hrend 79 % sagen, dass sie irgendeine Form von Governance-Verfahren oder -Richtlinien haben, fallen die Zahlen dramatisch, wenn es um wichtige Bereiche geht: etwas mehr als ein Viertel gibt an, dass sie eine Familienverfassung oder ein Protokoll haben, w?hrend nur 15 % Konfliktl?sungsmechanismen etabliert haben.

Peter Englisch sagt:

"Familienharmonie sollte niemals als selbstverst?ndlich angesehen werden - sie ist etwas, an dem gearbeitet und f?r das geplant werden muss, mit dem gleichen Fokus und der gleichen Professionalit?t, die auf die Gesch?ftsstrategie und die operativen Entscheidungen angewendet wird.

Die Aufsichtsbeh?rden auf der ganzen Welt sind zunehmend besorgt ?ber die Nachfolge in Familienunternehmen, zumal ein Drittel der Unternehmen der ersten, zweiten oder dritten Generation erwartet, dass die n?chste Generation in den n?chsten f?nf Jahren Mehrheitsaktion?r wird.

Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass Unternehmen eine F?hrungsrolle ?bernehmen und sicherstellen, dass sie ?ber formale Prozesse verf?gen, mit denen sie langfristig Stabilit?t und Kontinuit?t gew?hrleisten k?nnen."

Hinweise an die Redaktion:

1. Den Family Business Survey k?nnen Sie hier lesen: https://www.pwc.com/familybusinesssurvey 2. Der Bericht basiert auf 2.801 Interviews, die zwischen dem 5. Oktober und dem 11. Dezember 2020 mit F?hrungskr?ften und Entscheidungstr?gern von Familienunternehmen in 87 Gebieten gef?hrt wurden

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