Indikatoren, Großbritannien

LONDON - Die Wirtschaft Großbritanniens hat zu Beginn des Jahres noch stärker an Fahrt verloren als erwartet.

25.05.2017 - 12:17:36

Großbritannien: Wirtschaftswachstum schwächt sich noch stärker ab als erwartet. Im ersten Quartal sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorquartal um 0,2 Prozent gewachsen, teilte das nationale Statistikamt ONS am Donnerstag nach einer zweiten Schätzung mit. In einer ersten Schätzung war noch ein Wachstum von 0,3 Prozent ermittelt worden. Volkswirte hatten mit einer Bestätigung dieses Wertes gerechnet.

Im ersten Quartal sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorquartal um 0,2 Prozent gewachsen, teilte das nationale Statistikamt ONS am Donnerstag nach einer zweiten Schätzung mit. In einer ersten Schätzung war noch ein Wachstum von 0,3 Prozent ermittelt worden. Volkswirte hatten mit einer Bestätigung dieses Wertes gerechnet.

Der Rückgang der wirtschaftlichen Dynamik zu Jahresbeginn ist damit erheblich. Im vierten Quartal 2016 hatte die Wirtschaftsleistung noch um 0,7 Prozent zum Vorquartal zugelegt. Das Wachstum in der Eurozone war im ersten Quartal mit 0,5 Prozent merklich höher als auf der Insel.

"Die Daten zeigen, dass die Abwertung des britischen Pfundes nach der Brexit-Entscheidung eine insgesamt negative Wirkung auf die Wirtschaftsentwicklung hatte", schreibt Chefvolkswirt Samuel Tombs von Pantheon Macroeconomics. So sind die Ausgaben der privaten Haushalte nur um 0,3 Prozent zum Vorquartal gestiegen. Dies ist der niedrigste Anstieg seit dem vierten Quartal 2014. Die stark gestiegenen Importpreise infolge der Pfund-Abwertung haben laut Tombs die Kaufkraft belastet. Seit der Brexit-Entscheidung im Juni 2016 ist das Pfund um 16 Prozent gefallen.

Gedämpft wurde das Wachstum auch durch den Außenhandel. Die Exporte fielen im ersten Quartal merklich, während die Importe deutlich zulegten. Eine Verbesserung erwartet Tombs auch künftig nicht, da viele britische Exporteure ihre Preise deutlich angehoben hätten und sich daher die Wettbewerbsfähigkeit der britischen Wirtschaft nicht verbessere - trotz des gefallenen Pfundkurses. Gestützt wurde das Wachstum im ersten Quartal durch die Investitionen. Aber auch hier erwartet Tombs angesichts des bevorstehenden Brexits künftig eine schwächelnde Entwicklung.

Auch im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat wuchs die britische Wirtschaft schwächer als erwartet. Sie legte um 2,0 Prozent zu, nachdem zunächst noch ein Wachstum von 2,1 Prozent ermittelt worden war. Der britische Pfund wurde durch die Daten belastet und fiel auf ein Tagestief von 1,2946 US-Dollar.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Großbritannien: Einzelhandel setzt deutlich weniger um. Nach Zahlen des Statistikamts ONS vom Freitag gingen die Erlöse gegenüber November um 1,5 Prozent zurück. Das ist der stärkste Rückgang seit eineinhalb Jahren. Analysten hatten mit einem Minus gerechnet, allerdings nur in Höhe von 1,0 Prozent. Verglichen mit dem Vorjahresmonat lagen die Umsätze 1,4 Prozent höher. Das war weniger als der erwartete Anstieg um 2,6 Prozent. LONDON - Der britische Einzelhandel hat im Dezember deutlich weniger umgesetzt. (Wirtschaft, 19.01.2018 - 10:55) weiterlesen...

Deutschland: Erzeugerpreise steigen 2017 um 2,6 Prozent. Dies zeigen Daten des Statistischen Bundesamts vom Freitag. Demnach haben sich die Produzentenpreise im vergangenen Jahr um durchschnittlich 2,6 Prozent erhöht. Das war der erste Anstieg seit dem Jahr 2012. In den Jahren zuvor waren die Preise, die Hersteller für ihre Waren erhalten, jeweils rückläufig gewesen. WIESBADEN - Nicht nur der Preisdruck auf Verbraucherebene ist im vergangenen Jahr in Deutschland gestiegen, sondern auch auf Ebene der Unternehmen. (Wirtschaft, 19.01.2018 - 08:24) weiterlesen...

Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf tiefstem Stand seit 45 Jahren. Demnach habe es einen Rückgang um 41 000 auf 220 000 geben. Ein ähnlich niedriger Wert war zuletzt 1973 ermittelt worden. Der Rückgang war außerdem der stärkste seit Dezember 2008. WASHINGTON - In den USA entwickelt sich der Arbeitsmarkt immer robuster: Wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte, fiel die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche auf den niedrigsten Stand seit 45 Jahren. (Wirtschaft, 18.01.2018 - 15:35) weiterlesen...

USA: Baubeginne fallen deutlich. Die Zahl der neu begonnenen Bauten fiel deutlich, während die Genehmigungen für Neubauten faktisch stagnierten. Dies geht aus Zahlen des Handelsministeriums vom Donnerstag hervor. WASHINGTON - Die US-Bauwirtschaft hat sich im Dezember schwach entwickelt. (Wirtschaft, 18.01.2018 - 14:58) weiterlesen...

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend deutlich gefallen. Sie habe um 41 000 auf 220 000 Anträge nachgegeben, teilte das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Analysten hatten mit einem schwächeren Rückgang auf 249 000 Anträge gerechnet. WASHINGTON - In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend stark gefallen. (Wirtschaft, 18.01.2018 - 14:49) weiterlesen...

Chinas Wirtschaft zieht an - aber Sorgen wegen Trump PEKING - Chinas Wirtschaft hat im abgelaufenen Jahr Stärke gezeigt: Wie das Pekinger Statistikamt am Donnerstag mitteilte, wuchs die zweitgrößte Volkswirtschaft im Zeitraum von Januar bis Dezember um 6,9 Prozent, womit das Wachstum erstmals seit 2010 wieder anzog. (Wirtschaft, 18.01.2018 - 12:41) weiterlesen...