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Indikatoren, Großbritannien

LONDON - Die Wirtschaft Großbritanniens hat sich in den Sommermonaten stark vom Corona-Einbruch im Frühjahr erholt.

12.11.2020 - 10:12:01

Britische Wirtschaft erholt sich stark von Corona-Einbruch. Im dritten Quartal sei die Wirtschaftsleistung im Quartalsvergleich um 15,5 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt ONS am Donnerstag in London mit. Analysten hatten für Juli bis September einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in dieser Größenordnung erwartet. Sie waren im Schnitt von einem Anstieg um 15,8 Prozent ausgegangen.

Damit konnte die zweitgrößte Volkswirtschaft in Europa einen großen Teil des Corona-Einbruchs wieder wettmachen. Im zweiten Quartal war die britische Wirtschaftsleistung wegen der harten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie um 19,8 Prozent im Quartalsvergleich abgesackt.

Wichtigster Wachstumstreiber war in den Sommermonaten der private Konsum. Die Ausgaben der privaten Haushalte seien im dritten Quartal um 18,3 Prozent gestiegen, hieß es. Damit habe der Privatkonsum mehr als zwei Drittel des Gesamtwachstums der Wirtschaftsleistung ausgemacht.

Im Verlauf der Corona-Krise hatte die Notenbank der britischen Wirtschaft unter die Arme gegriffen. Zuletzt hatte die Bank of England ihre Geldpolitik in der vergangenen Woche weiter gelockert. Die Währungshüter wollen zur Stützung der Konjunktur zusätzliche Staatsanleihen im Wert von 150 Milliarden Pfund (rund 166 Mrd Euro) erwerben.

Zuletzt geriet das britische Wirtschaftswachstum mit einer zweiten Infektionswelle in der Corona-Krise aber wieder ins Stocken. So war die Wirtschaftsleistung im September nur um 1,1 Prozent im Monatsvergleich gewachsen. Damit hat die Erholung am Ende des dritten Quartals deutlich an Schwung verloren.

Ebenfalls am Donnerstag meldete das Statistikamt einen Anstieg der Industrieproduktion im September. Diese habe im Monatsvergleich aber nur um 0,5 Prozent zugelegt. Analysten hatten im Schnitt einen stärkeren Zuwachs um 1,0 Prozent erwartet. Die Auswirkungen des Corona-Einbruchs zeigen sich bei der Industrieproduktion nach wie vor deutlich im Jahresvergleich. Im September lag das Volumen der Fertigung um 6,3 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor.

Neben der zweiten Welle der Corona-Krise wird die britische Wirtschaft auch durch einen drohenden harten Brexit belastet. Nach wie vor besteht die Gefahr, dass Großbritannien den europäischen Binnenmarkt ohne ein Abkommen mit der EU verlassen könnte.

Am Devisenmarkt gab es am Vormittag keine nennenswerte Reaktion auf die Wachstumsdaten. Das britische Pfund blieb im Handel mit den wichtigsten Währungen leicht unter Druck.

@ dpa.de

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