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Indikatoren, Spanien

LONDON - Die Unternehmensstimmung in der Eurozone hat sich im Juli weiter von ihrem Einbruch in der Corona-Krise erholt.

24.07.2020 - 11:55:00

Unternehmensstimmung springt auf Zweijahreshoch. Das gibt Hoffnung, dass auf den konjunkturellen Einbruch im ersten Halbjahr eine deutliche Erholung im zweiten Halbjahr folgt. Wie das Forschungsinstitut IHS Markit am Freitag mitteilte, stieg der von ihm erhobene Einkaufsmanagerindex von 48,5 Punkten im Vormonat auf 54,8 Zähler. Analysten hatten zwar mit einem Anstieg gerechnet, allerdings im Schnitt nur auf 51,1 Punkte.

LONDON - Die Unternehmensstimmung in der Eurozone hat sich im Juli weiter von ihrem Einbruch in der Corona-Krise erholt. Das gibt Hoffnung, dass auf den konjunkturellen Einbruch im ersten Halbjahr eine deutliche Erholung im zweiten Halbjahr folgt. Wie das Forschungsinstitut IHS Markit am Freitag mitteilte, stieg der von ihm erhobene Einkaufsmanagerindex von 48,5 Punkten im Vormonat auf 54,8 Zähler. Analysten hatten zwar mit einem Anstieg gerechnet, allerdings im Schnitt nur auf 51,1 Punkte.

In der Corona-Krise war das Stimmungsbarometer in Rekordtempo auf ein historisches Tief abgestürzt. Jetzt signalisiert es mit deutlich mehr als 50 Punkten wieder Wirtschaftswachstum. Zudem wurde der höchste Stand seit gut zwei Jahren erreicht. Sowohl in der Industrie als auch im Dienstleistungssektor legten die Indikatoren weiter zu. Im Servicebereich liegen sie jedoch noch klarer über der Wachstumsschwelle. Allerdings waren die Dienstleister auch besonders stark von der Corona-Krise betroffen.

Markit-Chefökonom Chris Williamson schürte einerseits Zuversicht, dämpfte jedoch auch zu hohe Erwartungen. Die Konjunktur komme wieder in Schwung, auf den wirtschaftlichen Kollaps im zweiten Quartal dürfte ein starker Aufschwung folgen. Allerdings bestehe Sorge, dass dem Aufschwung die Puste ausgehen könnte: "Die Befürchtung ist, dass die höhere Arbeitslosigkeit, die in Mitleidenschaft gezogenen Bilanzen der Unternehmen und die Notwendigkeit zur Aufrechterhaltung der Social-Distancing-Maßnahmen den Aufschwung bremsen könnten."

Bankökonomen kommentierten die Lage ähnlich. "Die Rezession ist vorerst beendet", sagte Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank. Die spürbare Stimmungsverbesserung dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die tatsächliche Lage noch kritisch sei. Die Commerzbank erwartet wie Markit, dass die Wirtschaft im dritten Quartal wieder deutlich wachse. "Der Einbruch vom zweiten Quartal ... dürfte aber nur teilweise wettgemacht werden."

Das britische Analysehaus Capital Economics kommentierte ebenfalls vorsichtig. Der starke Anstieg der Indikatoren sei zwar ein "ermutigendes Zeichen", hob Analyst Jack Allen-Reynolds hervor. Es sei aber in den kommenden Jahren nicht damit zu rechnen, dass die wirtschaftliche Aktivität ihr Vorkrisenniveau erreichen werde.

Region/Index Juli Prognose Vormonat

EURORAUM

Gesamt 54,8 51,1 48,5

Verarb. Gew. 51,1 50,1 47,4

Dienste 55,1 51,0 48,3

DEUTSCHLAND

Verarb. Gew. 50,0 48,0 45,2

Dienste 56,7 50,5 47,3

FRANKREICH

Verarb. Gew. 52,0 53,0 52,3

Dienste 57,8 52,4 50,7°

(Angaben in Punkten)

@ dpa.de

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